02.02.2026, 20:55
(02.02.2026, 20:24)Pmichael schrieb: Die Italiener geben eine Reichweite von 35km an + was auch immer das Torpedo an Reichweite hat. Damit sind die Systeme alle in der selben Reichweitenklasse.
https://www.forecastinternational.com/ar...RECNO=1277
Die Quellenlage ist da nicht eindeutig, MBDA selber schreibt ja auch nur "in excess of".
Selbst wenn es nur 35 km sind, dazu noch irgendwas zwischen 12 und 25 km Reichweite für den MU-90, ergo eine Abdeckung von bis zu 50 km ist da nicht unrealistisch.
Anyway, wenn sogar die Russen ihre modernen Systeme auf 100 km bekommen haben, sollten wir das innerhalb kürzester Zeit auch hinbekommen.
Mit bis 24 Sea Guardian und einem landgestützten ASROC wie dem indischen SMART (überschnallschnell, 600 km Einsatzradius angenommen) stationiert auf Grönland, Island und in Schottland wären Nordsee und GIUK gut abzuriegeln.
Was nützt einem so eine Flotte fliegender Sensoren ohne schnell verfügbarem Wirkmittel?
(02.02.2026, 20:38)DopePopeUrban schrieb: Diese Werte würden schon für die 60er unrealistisch sein, sind sie heute noch mehr.
Ne nach lokalen Bedingungen finden ASW-"Gefechte" heute schon auf Distanzen zwischen 40-80km, bei günstigeren Bedingungen sogar deutlich weiter entfernt, statt. Systeme wie das CAPTAS-4 geben Detektionsreichweiten von rund 150km in der 2.OCZ an und können davon ausgehen, dass das noch untertrieben ist.
Nein, diese Werte sind "Werbewerte" und genauso viel Wert wie die instrumentierte Reichweite beim Radar - Beispiel TRS-4D/NR liegt instrumentiert bei 250 km und einen Fighter kriegt man bei 110 km. Gleiches gilt für Unterwasser.
U-Boote sind schon mit einer sehr geringen Signatur versehen, Kriegsschiffe heutzutage auch und von UUV mal ganz zu schweigen.
In vielen Fällen werden U-Boot und Fregatte gleichermaßen überrascht sein, wie nahe man sich gekommen ist - dann ist es doch praktisch, für die "Snap Response" einen VL-ASROC im Köcher zu haben

Mal abgesehen davon sind diese Werte sicherlich für den aktiven Betrieb eines CAPTAS-4 gedacht und damit wäre die Fregatte direkt eine Zielscheibe.
https://www.navylookout.com/the-evolutio...e-warfare/
Das Sonar 2087 ist die britische Variante des CAPTAS-4 und dafür wird geschrieben:
Zitat:The successor Sonar 2087 TA was first fitted to HMS Westminster and went to sea in 2005, eventually fitted to 7 other Type 23s and remains the RN’s primary ASW sensor. 2087 is the British variant of the Thales (CAPTAS-4) UMS 4249 Combined Active and Passive Towed Array Sonar series. The active element of the 2087 has 32 projectors that emit low-frequency (0.5–5 kHz) pings that can pierce thermoclines with detection ranges of over 100km in some conditions.
Sprich, wenn alles optimal läuft und das Ziel ausreichend groß ist und das Wetter mitspielt, sind 100 km erreichbar. Dummerweise werden die Ziele durch die UUV-Evolution nicht größer, sondern kleiner.
Ich versteh halt unsere Marine mal wieder nicht bzw. den verlinkten Artikel (https://defence-network.com/marinefliege...hlagkraft/).
Dann passt halt kein MU-90 drunter, so what? Es gibt VLWT mit unter 100 kg Gesamtgewicht. Der versenkt zwar ein großes U-Boot nicht direkt, aber eine abgesoffene Abteilung reicht für den Mission Kill absolut aus.
Für die MQ-9B wurde darüber schon vor Jahren berichtet:
https://www.navalnews.com/naval-news/202...customers/
