Drohnenträger für Deutschland
#5
„LieberTee“ schrieb:Für Portugal baut Damen gerade einen 8.000t-Drohnenträger für 123 Mio Euro, Bauzeit ein Jahr ...
Trifft es mMn nicht.
Portugal baut eine Flugdeckfähre um damit Patrouillen-, Disaster Relief und Fischereikontrollaufgaben in seinen EEZ in Übersee (Azoren und Madeira) wahrzunehmen.
Zitat:- es bietet Stellflächen für Container. Diese können VLS-Zellen beherbergen ... auf diese Weise könnte dieser Drohnenträger auch als eine Art Arsenalschiff dienen, sprich die konsequent knapp bemessene Anzahl an VLS-Zellen auf unseren Fregatten ergänzen.
Diese Stellflächen befinden sich hauptsächlich unter Deck und sollen für Versorgungsgüter, medizinische Kapazitäten usw genutzt werden. Damit müsste man wenn das Flugdeck vollstellen, womit die Drohnenfähigkeit hin wäre, die sowieso schon eingeschränkt ist.

Dazu würden uns das wenig bringen, da VLS-Zellen kein Selbstzweck sind. Zum einen ist das Mk70 amerikanisch, womit wir dieses System entweder sehr spät oder (sobald die nächste geopolitische Krise eintritt) gar nicht erhalten und zum anderen bleibt die Effektorproblematik bestehen. Wir haben keinen Mangel an ESSM/SLM, wir haben einen Mangel an SM-2/ASTER 30, von der erstere in seiner IIIC-Version aktuell und auf absehbare Zeit von keiner unserer Einheiten verschossen werden kann und von der letztere aufgrund fadenscheiniger Begründungen nicht eingeführt wird.

Was Effektoren angeht, und das meine ich gerade grundsätzlich, gibt es keinen Lösungsweg. Jedenfalls nicht wenn wir uns weiter so anstellen wie bisher.
Zitat:- es bietet sich an, den Drohnenträger für ASW zu nutzen. Die Bundesmarine will 24 Seaguardian anschaffen ... das adressiert die Fähigkeitslücke durch den Verzug beim F126. Die Seaguardian können so die Überwachungsdichte nicht nur um den Träger (und die Begleitfregatte), sondern dank der großen Reichweite der Drohne auch um alle anderen NATO-Schiffe im Nordatlantik erhöhen.
Man kann U-Boote luftgeschützt so gut wie nicht aufklären. Das hatten wir bereits im P8 Thread. Luftgeschützte assets wie Drohnen, MPAs und co sind sensorisch nicht dazu befähigt, Seeraum nach feindlichen U-Booten abzusuchen. Das wird physikalisch vermutlich auch niemals möglich sein. Diese Plattformen brauchen einen Fremdinput durch eine wie auch immer vorgehaltene Sensorik unter Wasser, sie sind zur Feinverortung und zur Verbringung von Effektoren geeignet, nicht zur Suche. Dafür sind Mittel wie Sonarbojen, MADs usw deutlich zu schwach und zu wenig vorhanden.

Mal ganz nebenbei passt die MQ-9 auch überhaupt nicht auf dieses Schiff. Die hat mit 20m eine Flügelspannweite die genauso groß ist, wie das Schiff an seiner Wasserlinie. Und die 107m Rollfläche werden nicht ausreichen, auch nicht die 130m des MPSS9000.
Zitat:Also .... vielleicht besser gleich 2 davon ordern?
Ich persönlich würde lieber sagen 0.

Es sei denn wir kriegen das Bismarck-Archipel zurück, dann können wir da meinetwegen drüber reden. Nach dem LHD versteht sich. Big Grin
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Nachrichten in diesem Thema
RE: Drohnenträger für Deutschland - von DopePopeUrban - Gestern, 10:15

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