Vor 5 Stunden
Nochmal zu Verlusten:
Demnach hat 'Mediazona' 163.000 Gefallene namentlich identifizieren können. Mit selbst entwickelten Algorithmen auf der Basis von Nachlassgerichtsakten zu Männern im wehrfähigen Alter, die anhand von Leaks während der Schlacht um Bachmut als tauglich verifiziert werden konnten, rechnet man eine Dunkelziffer mit einem Faktor von 1,8 ein, und erhält 326.000 Gefallene.
Treschtschanin weist allerdings darauf hin, dass es sich nur um eine Teilsumme handelt, weil zurzeit mehrere zehntausend Fälle noch nicht in die Statistik eingespeist wurden, und außerdem bei russischen Gerichten 90.000 Anträge anhängig sind, vermisste Soldaten für tot erklären zu lassen. Diese hat 'Mediazona' nicht berücksichtigt.
Demnach könnte die Zahl der russischen Gefallenen bereits deutlich über 400.000 liegen.
Die Schätzung der Gesamtverluste von (rund) 1,2 Mio. geht davon aus, dass auf jeden Gefallenen drei Verwundete kommen. Dies ist jedoch nur eine Rechengröße, die auf früheren Kriegserfahrungen beruht, aber die Realität in der Ukraine nicht mehr widerspiegele, so Treschtschanin.
Aufgrund der schwereren Verwundungsmuster, die durch Drohnen hervorgerufen werden, sowie der zunehmend unmöglich werdenden raschen Evakuierung der Schwerverwundeten, nimmt er an, dass die Zahl der russischen Verwundeten pro Gefallenem geringer ist als drei, und dass die Zahl der schwer Versehrten unter den Überlebenden höher ist.
Zum Vergleich: Den Vereinten Nationen zufolge betrug die männliche russische Bevölkerung im wehrfähigen Alter 2019 35 Mio. Personen. (Quelle) Demnach könnte dieser Krieg also bereits jeden hundertsten russischen Mann das Leben gekostet haben.
(28.01.2026, 06:55)muck schrieb: Eine Analyse des Centers for Strategic and International Studies (CSIS) sieht den Ukraine-Krieg als wohl verlustreichsten zwischenstaatlichen Konflikt seit Ende des Zweiten Weltkriegs an. (Quelle) Den Autoren zufolge hat keine Großmacht seit 1945 höhere militärische Verluste erlitten als Russland.In einem Interview mit dem russischen Exilanten-Sender 'Doschd' erklärt Dmitri Treschtschanin, der Herausgeber von 'Mediazona'—auf deren Analysen sich das CSIS in Teilen stützt—, dass die wahre Zahl der russischen Verluste noch deutlich höher liegt. (Quelle)
Die Geschwindigkeit des russischen Vormarsches liege im Mittel bei 15 m täglich, mit Spitzen bis zu 70 m; in keinem Krieg der vergangenen hundert Jahre seien Geländegewinne in langsamerem Tempo verzeichnet worden.
Die russischen Verluste werden auf 1,2 Mio. Soldaten beziffert, davon mindestens 325.000 Gefallene. Das CSIS schätzt, dass die Gesamtverluste beider Seiten in diesem Frühjahr die Marke von 2 Mio. Kombattanten erreichen werden.
Demnach hat 'Mediazona' 163.000 Gefallene namentlich identifizieren können. Mit selbst entwickelten Algorithmen auf der Basis von Nachlassgerichtsakten zu Männern im wehrfähigen Alter, die anhand von Leaks während der Schlacht um Bachmut als tauglich verifiziert werden konnten, rechnet man eine Dunkelziffer mit einem Faktor von 1,8 ein, und erhält 326.000 Gefallene.
Treschtschanin weist allerdings darauf hin, dass es sich nur um eine Teilsumme handelt, weil zurzeit mehrere zehntausend Fälle noch nicht in die Statistik eingespeist wurden, und außerdem bei russischen Gerichten 90.000 Anträge anhängig sind, vermisste Soldaten für tot erklären zu lassen. Diese hat 'Mediazona' nicht berücksichtigt.
Demnach könnte die Zahl der russischen Gefallenen bereits deutlich über 400.000 liegen.
Die Schätzung der Gesamtverluste von (rund) 1,2 Mio. geht davon aus, dass auf jeden Gefallenen drei Verwundete kommen. Dies ist jedoch nur eine Rechengröße, die auf früheren Kriegserfahrungen beruht, aber die Realität in der Ukraine nicht mehr widerspiegele, so Treschtschanin.
Aufgrund der schwereren Verwundungsmuster, die durch Drohnen hervorgerufen werden, sowie der zunehmend unmöglich werdenden raschen Evakuierung der Schwerverwundeten, nimmt er an, dass die Zahl der russischen Verwundeten pro Gefallenem geringer ist als drei, und dass die Zahl der schwer Versehrten unter den Überlebenden höher ist.
Zum Vergleich: Den Vereinten Nationen zufolge betrug die männliche russische Bevölkerung im wehrfähigen Alter 2019 35 Mio. Personen. (Quelle) Demnach könnte dieser Krieg also bereits jeden hundertsten russischen Mann das Leben gekostet haben.
