30.01.2026, 15:59
(18.01.2026, 13:52)Kongo Erich schrieb: ....
3.
Die Lockerung - sprich, der Wegfall des gemeinsamen Gegners - hat Zentrifugalkräfte frei gesetzt, die mehr und mehr auf die Besinnung auf die - und Stärkung der eigenen - nationalen oder regionalen Bedürfnisse ausgelegt waren. Und die letztendlich zu eigenen regionalen Machtkonzentrationen geführt haben:
Ich nehme mal - im Uhrzeigersinn - diese Machtblöcke der Reihe nach:
= ....
= Indien versucht, zur dominanten Regionalmacht Südasiens aufzusteigen
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= die arabische Liga versucht zunehmend, die Gemeinsamkeiten zu stärken und ein eigenständiger regionaler Block (auch nach dem Vorbild der EU) zu werden;
= ...
(20.01.2026, 06:54)Schneemann schrieb: @Kongo Erichaktuell sind zwei der von mir genannten regionalen "Böcke" auf intensiver Tuchfühlung:
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Indien wird meiner Ansicht nach überbewertet. Die sogenannte größte Demokratie der Welt ist eine Chimäre. Das Land erstickt an seinen Menschen und im Dreck und beheimatet endemische Krankheiten wie die Lepra. Das wird auf Dauer nicht gutgehen. Hinzu kommen noch religiöse Gegensätze und politische Spannungen. Das Land wird langfristig von selbst erdrückt.
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Schneemann
Zitat:Indien und neue arabische AllianzenDas ist gleich eine leichte Replik auf Deine Beurteilung von Indien. Die Wirtschafskraft des Landes wächst rasant - trotz enorm steigender Bevölkerung. Die Bildung de Bevölkerung nimmt zu - es entsteht eine immer größere und wohlhabendere Mittelschicht. Und die Errungenschaft dieser Mittelschicht (wenn auch vieles überbetont wird) sind auch in der Technologie (Raumfahrt) erstaunlich. Indien beherrscht zudem auch komplexe Waffensysteme immer mehr und wird dabei zunehmend autark. Es ist schon jetzt aufgrund seiner Atomwaffen (incl. SSNs) nicht mehr "hilflos" einem atomar bewaffneten Hefegemonialstaat ausgeliefert und kann sich auch wirtschaftlich von Erpressungsversuchen frei schaufeln.
Wettlauf um den Nahen Osten: Europa muss proaktiv mit rasanten Entwicklungen umgehen
Warum reist der emiratische Präsident samt Führungsriege für nur drei Stunden nach Neu-Delhi? Eine tektonische Machtverschiebung bahnt sich an. Ein Gastbeitrag.
Tushar Shetty
(Foto: Premierminister Modi empfängt den Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohamed bin Zayed. Der Besuch markiert eine neue strategische Achse zwischen Indien und dem Golf.)
Es ist ein ungewöhnlich kalter Januar in Neu-Delhi, doch die Straßen der indischen Hauptstadt pulsieren vor diplomatischer Aktivität. Eine Reihe hochrangiger Staatsbesuche prägt diese Tage – von Friedrich Merz’ erstem Besuch als Bundeskanzler über Ursula von der Leyen und António Costa bis hin zu weiteren EU-Spitzen, die zur Unterzeichnung des vielbeachteten Freihandelsabkommens zwischen der EU und Indien eingeflogen sind.
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Durch eine enge Kooperation mit regionalen Nachbarn gewinnt Indien zunehmend an Stärke, was - wie hier ersichtlich - auch diesen regionalen Nachbarn zugute kommen kann. Dabei werden sicher die vorkolonialen Beziehungen nach Südostasien (Singapur) genauso wie zur arabischen Welt einfach schon aus geographischer Sicht wieder deutlich an Bedeutung zunehmen.
