30.01.2026, 07:08
(28.01.2026, 22:58)Kongo Erich schrieb: Mit all diesen Verlusten kann Putin gar nicht einfach "zurück auf Los". Er muss - um sich zu rechtfertigen - nicht nur sein Narrativ weiter verbreiten, sondern auch noch Erfolge vorweisen.Erfolge kann die russische Propaganda schon zurechtzimmern.
Wenn ihm diese nicht gelingen, wird er Russland bis zur völligen Erschöpfung kämpfen lassen - und dadurch wird seine Regierung über kurz oder lang kollabieren.
„Cui bono?“
Das eigentliche Problem ist, dass er nicht mehr weg von der Kriegswirtschaft kann ohne das Russland in eine tiefe Rezession stürzt und ihm der Laden um die Ohre fliegt. Solange er dagegen nicht an das Humankapital der ethnischen Russen ran muss, ist der exorbitanten Blutzoll kein keine Bedrohung für sein Regime und kann in Teilen gar stabilisierend wirken.
Zur Aufrechterhaltung der Kriegswirtschaft bedingt es allerdings auch keine aktive Front in der Ukraine. Stattdessen ist auch eine Überführung in ein nordkoreanisches Modell mit fortgesetzter bzw. nach Lage auch eskalierter Konfrontation mit der Nato denkbar. Zumindest wenn man primär in der Kategorie Regime Survival denkt.
