29.01.2026, 22:13
HeiligerHai schrieb:Wahrscheinlich und Aster-15 überlesen?Nö, es ist das selbe Programm aber der falsche Lfk.
Für das Programm, aus dem später die Al-Aziz Klasse wurde war ursprünglich nur die ASTER 15 geplant, mehr gab das NS110 damals auch gar nicht her. Man wollte damals Synergien mit der ENS Tahya Misr (der französischen FREMM die die ägyptische Marine um 2015 rum gekauft hat), die ihrerseits auch nur mit ASTER 15 ausgestattet war. Letzten Endes hat man sich dann aber doch für VL-MICA entschieden, von der auf den Schiffen mehr mitgeführt werden kann. Die ASTER 30 hat es nur mit einem Paket-Deal via dem Kauf von zwei italienischen FREMMs geschafft, die rund 1 Jahr später beschafft wurden.
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Kokovi79 schrieb:Vielleicht möchte ja auch die Marine keine A-200 „Zwischenlösung“, weil man sich noch gut an die dreißigjährige „Zwischenlösung“ Schnellboot Klasse 148 erinnert?Das ist genau die Frage, die es zu ergründen gilt.
Ich habe in irgendeinem der Artikel der letzten Tage gelesen, dass die Marine der A200DEU zugestimmt habe, wenn das aber wieder die "gut informierten Kreise" Hartpunkts waren von denen die Information kommt, bleib ich da persönlich vorsichtig.
Fakt ist jedenfalls, dass die A200 deutlich weniger leistungsfähig ist, als die F126. Dass man in der Marine diese Klasse als dauerhaften Ersatz der F126 sieht, kann ich mir entsprechend kaum vorstellen. Üblicherweise neigt die Marine dazu, mehr zu wollen als sie haben kann, nicht weniger.
Wenn man die Schiffe die letzten 25 Jahre nicht beschafft hat, obwohl man mit dem begrenzten Verteidigungsbudget der 2010er alle Gründe dazu gehabt hätte, warum sollte das jetzt auf einmal der Fall sein?
Zitat:Und warum sollten 64 ESSM nicht ausreichen, um sich selbst und andere bis zu einer Entfernung von ein paar NM zu schützen, bzw. sich in Bedrohungsrichtung bei entsprechender Air Warning zu positionieren? Das ist keine Einheit, um einen Träger gegen einen massiven Luftangriff zu schützen, sondern eher ein GP-Escort. Generell würde es natürlich Sinn ergeben, das VLS zu vergrößern, um ggf. VL-ASROC einzuführen, aber weder SM2 noch Aster werden mit dem Radar funktionieren. Und die Produktion von Aster ist deutlich geringer als von ESSM.Weil das der Bedrohungslage nicht mehr angemessen ist. Der Trend geht international immer mehr Richtung hypersonische und ballistische AShM, nicht nur als "top tier" Effektor sondern als Ersatz des SeaSkimmers. Wir tun mit Tyrfing nichts anderes, der geographische Osten ist uns darin allerdings ziwschen 10-15 Jahren vorraus.
Bereits jetzt ist der Großteil der russischen Überwasserflotte, Unterwasserflotte und Küstenbatterien mit super- und teils hypersonsichen Lfk ausgerüstet. Selbst kleine Raketenboote der Baltikflotte verfügen bereits über diese Fähigkeit.
Dem steht ein "ESSM-Bomber" zwar nicht blank gegenüber, aufgrund der begrenzten Reichweite dieser Lfk Kategorie, wird ihm dabei aber nur maximal ein einziges Abfangfenster geboten. Wenn der Intercept da nicht sitzt, lässt sich ein Treffer kaum mehr vermeiden, da die RAM extremst schlecht zum Abfangen von BM/HM geeignet ist. Zumal AShM immer fortschrittlicher werden, inzwischen Ausweichmanöver fliegen können und oftmals über eigene Jammer verfügen um Lfk damit "abzuwehren".
Das bedeutet, dass man idealerweise auch Lfk großer Reichweite mitführt, die statt einem Abfangfenster zwei oder vielleicht sogar drei öffnen. Was wir auch immer mehr beobachten, bspw mit den CSC, der FDI oder der FREMM EVO.
Sofern die Radaranlage hier ein Problem darstellt - was sie für die SLX nicht sein sollte aber für die ASTER 30 definitiv sein kann - muss man sich etwas einfallen lassen. Entweder der Ersatz der bestehenden Radaranlage durch ein anderes System oder die Potenzierung des Bestandsystems, bspw durch Software-Updates.
