29.01.2026, 11:10
roomsim schrieb:Als ASW Plattform würde ich eine T26 einer F126 vorziehen, die ich wiederum für besser als die T31 halte was das angeht.Da bin ich zumindest teilweise bei dir. Das 15x20m Mission Bay der Type 26 halte ich allerdings für eine deutliche Mehrleistung in diesem Bereich, deutlich Containerstellplätzen auf dem Wetterdeck vorzuziehen. Zumal das auch ein wirkliches Mission Bay ist, wohingegen die 3x RHIB-Positionen auf der F126, zumindest aktuell, nur singular befähigt sind. Das lässt sich im Zweifel aber vermutlich relativ leicht ändern.
Die T26 ist dafür sehr schwach auf der Brust was AAW angeht, da wird sie von der F126 ausgestochen und die wiederum von River und v.a. Hunter.
Die Multimissionfähigkeiten würde ich ähnlich einschätzen, die F126 hat mehr plätze für Sachen, die T26 und Schwestern dafür einen Großen Missionbay.
Zitat:Die FDI ist halt nicht Multi Mission Fähig, aber in LV/BV schätze ich sie ungefähr auf dem gleichen level wie die F126 ein.(beide haben stärken und Schwächen im AAW) Im AAW würden sie sich sehr gut komplementieren.Das kann ich hingegen nicht nachvollziehen.
FREMM(IT und ASW FR) fehlt halt absolut die Magazintiefe im AAW um sich verteidigen zu können(16 FK, kein CIWS). Die beiden AAW FR FREMMs sehe ich leistungsfähig ungefähr als Equivalent zur F126 als Multimission ASW Fregatte.
Bei der FDI würde ich soweit gehen zu sagen, dass die im ASW ein ungefähres Äquivalent zur F126 sein wird. Die F126 hat die geeignetere Powerplant sowie 2x BHS, eventuell später auch SeaSpider. Das hat die FDI nicht, dafür verfügt sie über ein Rumpfsonar, das dürfte sich in der Praxis ungefähr ausgleichen.
Im AAW ist das mMn aber kein Vergleich. Nicht nur ist die Radaranlage mehr doppelt so Leistungsfähig wie das TRS-4D und verfügt zudem noch über limitierte BMD-Fähigkeiten, auch ist die mitgeführte VLS-Kapazität und Lfk-Leistungsfähigkeit größer. Mit der Befähigung des A50NG zum quadpacking ist nicht einmal mehr das ein Vorteil für die F126.
Zudem wird die FDI mit dem MPLS Starter ausgerüstet und wird dadurch zukünftig Mistral verschießen können, hinzu kommt die 76mm mit DART.
Und die FREMM EVO halte ich der F126 in beiden Dimensionen für deutlich überlegen, sowohl im ASW wie auch im AAW. Das dürfte aktuell die deutlich potenteste Mehrzweck-Fregatte in ganz Europa sein, jedenfalls was LV/BV betrifft, im IKM siehts anders aus.
Tut mMn aber nichts zu Sache, da ich die F126 nach wie vor für fähige Schiffe halte die auch im europäischen Vergleich durchaus Konkurrenzfähig sein werden. Aber dank den "deutschen" doktrinalen Eigenheiten mangelt es ihr leider an AAW-Fähigkeiten, die nach Möglichkeit schleunigst nachgerüstet werden müssen.
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C-152 schrieb:Die Hunter mag 16 zusätzliche VLS haben, aber nur Phalanx als CIWS, was gegen 42 RAM und die MLGs der F126 ein klarer Nachteil ist. Der Unterschied besteht also in bpsw. 16 SM2 der Hunter vs. dem deutlich besseren CIWS der F126. Da kann man lange philosophieren, was im Ernstfall besser wäre. OPEX kommt ja auch noch dazu.Ich kann dir zumindest sagen, dass die RAM-"Obsession" der Deutschen Marine nicht Fähigkeitsbegründet ist.
Die wird hier deswegen so viel Verwendet weil deutsche Unternehmen zum einen an deren Entwicklung und Produktion beteiligt waren/sind und zum anderen, weil die RAM lange als kostengünstiger und flexibler Ersatz von teureren Kurzstrecken-Lfk gesehen wurde. Technisch betrachtet zählt die RIM-116 nicht zu den CIWS sondern zu den SHORADs und kann im Gegensatz zu bspw der Mk15 Phalanx auch in einem gewissen Fähigkeitsbracket als Primäreffektor in der defensive Verwendet werden.
Zumindest war das mal der Fall.
Mit dem zunehmenden Trend hin zu hochkarätigen AShM muss man sich aber auch ernsthaft mit der Frage konfrontieren, wie viel man gewillt ist für dieses System zu opfern. Zwar ist das System hervorragend in SeaSkimmer Defense zu gebrauchen, gegen ballistische oder hypersonische Bedrohungen hingegen ist das System aufgrund seiner geringen Reichweite und Dienstgipfelhöhe nicht geeignet.
Sofern man sich zwischen Mk49 Starter und VLS entscheiden müsste, würde ich deshalb immer auf VLS setzen. Potenten Bedrohungen muss so früh wie möglich nachgestellt werden um mehrere Abfangfenster zu ermöglichen, was nach wie vor der wirksamste Schutz für Schiffe ist.
Zitat:Und: Wie ausgelastet ist Lockheed Martin eigentlich mit der Produktion von VLS. Hier im Forum gab es bereits Diskussionen, dass das auch eng werden könnte und die natürlich nicht auf Lager liegen. Schließlich sind auch andere Nationen fleißig am bestellen.Konkrete Zahlen kann man anhand existierender Verträge nur mutmaßen. Die Erstauslieferung nach Vertragsschluss scheint aktuell meist zwischen 3-5 Jahren zu liegen, je nach Projekt. Das ist die Zeitspanne auf alle Kunden gerechnet. Da die US-Rüstungsindustrie aber in Zukunft vor allem nationale Prioritäten verfolgt, dürften sich Lieferzeiten für europäische Kunden deutlich in die länge ziehen. Das gilt sowohl für VLS wie auch für Lfk.
Zu den Auslieferungszeiten des SYLVERs haben wir hingegen konkrete Zahlen, die liegen aktuell bei etwa 24x Monaten zwischen Vertragsschluss und möglicher Erstauslieferung.
https://www.sudouest.fr/charente/angoule...526618.php (paywall)
Der Vergleich ist aber natürlich ein bisschen unfair, da die 16x weltweiten Mk41 Nutzer deutlich mehr Module brauchen (alleine schon durch die USN, die fast 2/3 aller Mk41 Bestellungen ausmacht) als es die 12x weltweiten SYLVER Nutzer tun.
