28.01.2026, 06:55
Eine Analyse des Centers for Strategic and International Studies (CSIS) sieht den Ukraine-Krieg als wohl verlustreichsten zwischenstaatlichen Konflikt seit Ende des Zweiten Weltkriegs an. (Quelle) Den Autoren zufolge hat keine Großmacht seit 1945 höhere militärische Verluste erlitten als Russland.
Die Geschwindigkeit des russischen Vormarsches liege im Mittel bei 15 m täglich, mit Spitzen bis zu 70 m; in keinem Krieg der vergangenen hundert Jahre seien Geländegewinne in langsamerem Tempo verzeichnet worden.
Die russischen Verluste werden auf 1,2 Mio. Soldaten beziffert, davon mindestens 325.000 Gefallene. Das CSIS schätzt, dass die Gesamtverluste beider Seiten in diesem Frühjahr die Marke von 2 Mio. Kombattanten erreichen werden.
Laut dem Bericht wird sich der Krieg äußerst negativ auf den Wohlstand und die Stabilität des russischen Staates auswirken.
Während die Wirtschaft zwar kurzfristig von kriegsbedingten staatlichen Mehrausgaben sowie vom Eintrag höherer Löhne und Prämien in den Wirtschaftskreislauf profitiert habe, drohe Russland mittelfristig zur "drittklassigen Wirtschaftsmacht" herabzusinken.
Insbesondere im Bereich der Spitzentechnologien (wie künstliche Intelligenz) habe Russland keine Hoffnung mehr, zu Nationen wie China oder den USA aufzuschließen. Das Volumen der russischen Wirtschaft verschleiere ihre praktisch nicht vorhandene Wettbewerbsfähigkeit; so finde sich beispielsweise kein einziges russisches Unternehmen unter den 100 weltweit führenden Technologiekonzernen.
Als Gründe für ihre negative Vorhersage führen die Autoren an:
Die Geschwindigkeit des russischen Vormarsches liege im Mittel bei 15 m täglich, mit Spitzen bis zu 70 m; in keinem Krieg der vergangenen hundert Jahre seien Geländegewinne in langsamerem Tempo verzeichnet worden.
Die russischen Verluste werden auf 1,2 Mio. Soldaten beziffert, davon mindestens 325.000 Gefallene. Das CSIS schätzt, dass die Gesamtverluste beider Seiten in diesem Frühjahr die Marke von 2 Mio. Kombattanten erreichen werden.
Laut dem Bericht wird sich der Krieg äußerst negativ auf den Wohlstand und die Stabilität des russischen Staates auswirken.
Während die Wirtschaft zwar kurzfristig von kriegsbedingten staatlichen Mehrausgaben sowie vom Eintrag höherer Löhne und Prämien in den Wirtschaftskreislauf profitiert habe, drohe Russland mittelfristig zur "drittklassigen Wirtschaftsmacht" herabzusinken.
Insbesondere im Bereich der Spitzentechnologien (wie künstliche Intelligenz) habe Russland keine Hoffnung mehr, zu Nationen wie China oder den USA aufzuschließen. Das Volumen der russischen Wirtschaft verschleiere ihre praktisch nicht vorhandene Wettbewerbsfähigkeit; so finde sich beispielsweise kein einziges russisches Unternehmen unter den 100 weltweit führenden Technologiekonzernen.
Als Gründe für ihre negative Vorhersage führen die Autoren an:
- Verlust von Arbeitskraft durch Tod und Verwundung
- Brain-Drain durch Abwanderung
- ausländische Sanktionen, Unfähigkeit der Substitution wichtiger Importgüter
- Abzug ausländischen Kapitals
- Verschiebung des verbliebenen wirtschaftlichen Potenzials in die Kriegswirtschaft
- Wegfall von Investitionen in Forschung oder Erneuerung der Infrastruktur
- drastischer Rückgang des industriellen und gewerblichen Outputs in allen Bereichen, die nicht unmittelbar mit dem Krieg zusammenhängen
- dauerhaft hohe Inflation
- dauerhaft schwache Verbrauchernachfrage
