27.01.2026, 20:03
(18.01.2026, 12:09)Quintus Fabius schrieb: ...das ist wohl vergebliche Erwartung. Anlässlich des Schahsturzes waren deutlich mehr Menschen demonstrierend auf den Straßen und das über einen deutlich längeren Zeitraum.
Kurz und einfach:
Der Iran ist aktuell überrreif für einen Umsturz bzw. Bürgerkrieg.
Heute sieht man, dass zwar einzelne Straßen durch Demonstranten blockiert sind - aber in der Parallelstraße läuft der Verkehr normal weiter.
Und seinerzeit war der Bazar über Wochen, wenn nicht gar Monate hin zu. Das können isch heute kaum mehr Händler wirklich leisten.
Dazu kommt die stark religiöse Einstellung, die - entgegen unserem westlichen Ideal - dem Koran und den Theologen die Gestaltungshoheit auch für die staatliche (Rechts-)Ordnung zuspricht.
Von innen heraus wird das Regime also kaum gestürzt werden. Bleibt die Hoffnung von aussen?
Ein Eingreifen etwa der USA ???
Träumt wer? Der Iran ist nicht Venezuela. Da hilft weder eine Blitzentführung noch ein längeres Bombardement. Die islamische Miliz wird treu zu dem Staatsgebilde stehen, das ihr nicht nur Machtsondern auch Bereicherung ermöglicht hat.
(25.01.2026, 15:22)Nightwatch schrieb: .... Weiterhin keine Reaktion der Berufsempörten.Der Herr hat mir nicht die Gabe geschenkt, zu erkennen, wo ich etwas bewirken kann und mich nur dort zu echauffieren. Aber sogar in meiner Beschränktheit verstehe ich, dass Empörung allenfalls mein schlechtes Gefühl erleichtert (da hast jetzt doch was getan) und nicht im Geringsten irgendjemand echte Hoffnung geben kann.
Insofern ist es in den USA und sogar bei Israel etwas anders. Da schwingt wenigstens noch die unterschwellige Hoffnung mit, gemeinsam mit anderen "Berufsempörten" (nein, ich werde für mein Engagment nicht bezahlt, auch nicht aus Moskau oder China) etwas bewirken zu können.
