Meckern über Deutsch-französische Rüstungsprojekte
(26.01.2026, 16:31)voyageur schrieb: Es geht vor allem um die Neubestellungen, und da passiert doch schon viel. Dänemark bestellt SAMP , Niederlande, Belgien, später Irland werden folgen, die baltischen Staaten bewegen sich , nur halt Deutschland nicht.

Wer kann es ausschließen ? Wer kann es verhindern, vielleicht die US Staatsanleihen, oder wir Europäer.

Die USA werden zur Zeit wichtige Posten in der NATO behalten, weil das den Verkauf von Rüstungsgütern erleichtert.

Jeder Euro der in die USA geht, geht nicht in die europäische Industrie. Und das DE Geld wie Heu hat, glaubt ihr selber doch nicht. Ein Euro kann nur einmal ausgegeben werden.

Schade, dass du nicht auf tatsächliche Beispiele eingehst. Deine geopolitische Ansicht kann man nachvollziehen, auch wenn ich sie nicht zu 100% teile. Es hat niemand behauptet dass "Geld wie Heu" vorhanden ist, ich habe dir eine ausführliche Liste an aktiven, finanzierten Projekten genannt. Da wird der fiskalische Unterschied schon sehr deutlich erkennbar. In der Beschaffung von Munition aller Arten sieht man es auch sehr gut.

(26.01.2026, 19:46)DopePopeUrban schrieb: Das würde ich so gar nicht mal sagen. Treffender ist in mEn die Einordnung, dass das französische Heer weitgehend expeditionär ausgelegt ist, deutlich mehr als das deutsche. Zum einen wird das dadurch bedingt da Frankreich weltweit militärisch aktiv ist, da hast du durchaus recht, es liegt aber auch zum anderen einfach daran, dass Frankreich relativ weit weg von der Ostfront ist. Mechanisierte Kräfte schön und gut aber die müssen auch irgendwie an die Front und wenn die 1.700km Luftlinie entfernt ist, wird das mit MBT ne ganz schöne Odyssey bis man da ist. Selbst die Bundeswehr sieht sich mit diesem Problem konfrontiert, wenn auch nicht so akut, weshalb auch hier vermehrt auf mittlere Kräfte - man könnte auch sagen expeditionäre Kräfte - gesetzt wird, die sich deutlich einfacher und deutlich schneller verlegen lassen.

Expeditionär != Expeditionär

Wenn radbewegliche Kräfte nicht zum hochintensiven Gefecht befähigt sind, bringt die Verlegbarkeit auch nichts. Deshalb ist das ein Trugschluss. Unsere Mittleren Kräfte sind aktuell ohne schwere KU dazu auch nicht in der Lage, aber im Gegensatz zu FR sehen die konzeptionellen- und Beschaffungspläne des Heeres deutlich anders aus. Und ohne Follow-on Forces ist das ganze sowieso zum Scheitern verurteilt, deshalb sind zum Beispiel die SBCTs auch als klar designierte Reserve- und Rear area force aufgebaut worden, gleiches gilt für die mKr. Und wer keine Follow on Forces hat, hat keine echten Chancen im Gefecht gegen einen ebenbürtigen Gegner. Frankreich hat solche Kräfte nicht einmal auf dem Papier. Das Heer ist hier auf einem ganz anderen Pfad als die französische Armee, dass das einige hier nicht erkennen finde ich durchaus amüsant. Das BMVg hat seit 2022 mehr Artilleriemunition bei KNDS bestellt als die Franzosen seit dem Kalten Krieg.
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