27.01.2026, 11:10
(19.01.2026, 11:45)Kongo Erich schrieb: Ganz konkret:und
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Wer als Hegemon nur aus der Position der Stärke agiert (egal, ob er nichts anderes kann oder das nur sein Naturell ist) greift solange zu Grenzüberschreitungen, bis er entweder den Bogen überspannt oder den Gegenüber absolut entmündigt und versklavt hat.
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Damit verlieren die USA aber auch einen guten Teil ihrer nordatlantischen Machtbasis. Und die "multipolare Welt" ist nicht tot, sondern im Gegenteil - der Druck aus den zunehmend geschwächten USA führt zwangsläufig dazu, dass sich vormalige "Satelliten" ebenso zunehmend verselbstständigen und den Schulterschluss untereinander suchen. Das Handelsabkommen zwischen EU und Mercosur ist dafür ein Zeichen.
In einer solchen Multipolaren Welt gewinnt nicht der Staat an Einfluß, der den größten Druck ausübt - sondern der Staat bzw. die Staatengruppe, die am Besten und am Häufigsten gemeinsame Interessen mit anderen Partnern finden - auf Augenhöhe und zum beiderseitigen Vorteil.
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(23.01.2026, 22:58)Kongo Erich schrieb: ein Abkommen zwischen der EU und Indien steht anscheinend kurz vor dem Abschluss:es ist inzwischen soweit:
Die „Mutter aller Abkommen“ - EU und Indien wollen Handelsvertrag schließen
Freihandel: EU und Indien könnten Abkommen rasch verkünden
Trotz einiger heikler Themen - EU und Indien könnten schon Dienstag Freihandelsabkommen verkünden
Zitat:Größter Deal aller Zeiten: EU und Indien besiegeln Freihandelsabkommenergänzend:
Artikel von euronews • 1 Std.
Indien und die Europäische Union haben die Verhandlungen für ein Freihandelsabkommen zur Vertiefung der wirtschaftlichen und strategischen Beziehungen abgeschlossen. Das hat Regierungschef Narendra Modi am Dienstag mitgeteilt.
Beide Seiten begrüßen "neues Kapitel"
Die Ankündigung erfolgte während eines hochrangigen Besuchs von führenden Politikern der Europäischen Union, darunter Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Sie war vom Weltwirtschaftsforum in Davos nach Indien gereist. Beide Seiten begrüßten ein „neues Kapitel in den strategischen Beziehungen“, da beide Seiten nach Alternativen zum US-Markt suchen.
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„Schreiben heute Geschichte“ – EU und Indien schließen gigantischen Handelsdeal ab (Kopie hier)
Das ist die logische Konsequenz, wenn eine Supermacht wie die USA nur mit Drohungen und rücksichtsloser Gewalt (Venezuela) sowie vertragsbrüchig (Grönland, Zölle) agiert und schlicht Gehorsam und Unterwerfung einfordern. Dann suchen diejenigen, die ihre Unabhängigkeit bewahren wollen, nach Bündnispartnern - sei es punktuell, sei es in einer strategisch ausgelegten langfristigen Kooperation.
Nachdem sich Russland aus dem BRICS-Bündnis zunehmend verausgabt, und China und Indien geographisch einfach asiatische Rivalen mit unterschiedlichen Interessen sind, würde ich sogar annehmen, dass die Freihandelsabkommen zwischen den "demokratischen Machtblöcken" Mercosur - EU - Indien die Keimzelle für eine insgesamt künftig noch engere Kooperation sein könnten; und Südafrika, das sich nach Jahren inzwischen wieder auf einem guten Weg befindet, könnte hier auch eine südatlantische Scharnierfunktion übernehmen.
