25.01.2026, 13:59
Ich glaube wir müssen hier in Bezug auf unseren Chancen ein wenig realistisch bleiben.
Die IRIS-T wird nicht das Rückgrat der europäischen seegestützten Luftverteidigung werden, so ehrlich sollten wir mit uns selber sein. Dafür ist die Familie a) deutlich zu spät dran und verfügt b) nur über eine eingeschränkt Konkurrenzfähige Produktpalette in diesem Bereich.
Der souverän-europäische Standard in diesem Marktsegment ist das SYLVER-ASTER Ökosystem und das wird auch so bleiben. Auch wird HYDEF nicht zum europäischen BMD-Standard werden sondern AQUILLA, alleine schon aufgrund der technischen Nähe zu ASTER. Da ist es völlig egal ob uns das passt oder nicht oder ob wir wollen oder nicht.
Das einzige Marktsegment, indem die IRIS-T im navalisierten Anwendungsbereich mEn noch eine Chance hat, ist die Nahbereichsflugabwehr im ESSM-Bereich. Dieser Markt ist aktuell noch relativ unverbraucht, da die ASTER 15 weiter an Beliebtheit verliert. Aber auch dort gewinnt die CAMM langsam am Boden.
Aber anstatt, dass man eine entsprechende Integration der SLM und später SLX in SYLVER NG anstrebt, jagt man hier lieber den Träumen eines „europäischen“ (eigentlich deutschen) Universalstarters nach, von dem der Großteil des Kontinents nicht hat. Wir sind diejenigen die Sonderwünsche mit IRIS-T anmelden, die meisten anderen europäischen Marinen hätten keinerlei Probleme stattdessen auf CAMM zu setzen.
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Die IRIS-T wird nicht das Rückgrat der europäischen seegestützten Luftverteidigung werden, so ehrlich sollten wir mit uns selber sein. Dafür ist die Familie a) deutlich zu spät dran und verfügt b) nur über eine eingeschränkt Konkurrenzfähige Produktpalette in diesem Bereich.
Der souverän-europäische Standard in diesem Marktsegment ist das SYLVER-ASTER Ökosystem und das wird auch so bleiben. Auch wird HYDEF nicht zum europäischen BMD-Standard werden sondern AQUILLA, alleine schon aufgrund der technischen Nähe zu ASTER. Da ist es völlig egal ob uns das passt oder nicht oder ob wir wollen oder nicht.
Das einzige Marktsegment, indem die IRIS-T im navalisierten Anwendungsbereich mEn noch eine Chance hat, ist die Nahbereichsflugabwehr im ESSM-Bereich. Dieser Markt ist aktuell noch relativ unverbraucht, da die ASTER 15 weiter an Beliebtheit verliert. Aber auch dort gewinnt die CAMM langsam am Boden.
Aber anstatt, dass man eine entsprechende Integration der SLM und später SLX in SYLVER NG anstrebt, jagt man hier lieber den Träumen eines „europäischen“ (eigentlich deutschen) Universalstarters nach, von dem der Großteil des Kontinents nicht hat. Wir sind diejenigen die Sonderwünsche mit IRIS-T anmelden, die meisten anderen europäischen Marinen hätten keinerlei Probleme stattdessen auf CAMM zu setzen.
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„Pmichael“ schrieb:https://suv.report/eine-europaeische-f12...-illusion/Mit dem Artikel hatte ich schon im F127 Thread meinen Spaß. Nicht nur ist er unterkomplex und auf Basis von unvollständigen Informationslagen entstanden, auch lügt der Autor an einigen stellen bewusst um sein Narrativ zu fördern. Dieser Beitrag ist einfach nur eine Bestätigung jeglichen Klischees in diesem Zusammenhang, das ich jemals über die deutsche Rüstungscommunity hatte.
In dem Artikel geht es zwar um die F127, aber es wird ausführlich erläutert, warum diese „europäische” Lösung damals und heute eigentlich nicht akzeptabel war. So hatte Frankreich beispielsweise keine Probleme, die Sylver VLS für eigene industriepolitische Interessen (was in Ordnung ist, da es sich um Frankreich handelt) hinsichtlich Exporte oder eigene Integration von Waffen für Deutschland zu sperren. Interessant ist auch, wie Frankreich die Briten mit ihrem CAMM ausgebootet hat.
Eine europäische Lösung kann nicht darin bestehen, Black Boxes zu kaufen, sondern muss jeder Nation die volle Souveränität über besagte Lösungen bieten.
