22.01.2026, 15:08
Ich würde das sogar noch steigern: du kämpfst schlussendlich nur für deine Pseudo-Familie und die psychische Übertragung von Großfamilie / Clan auf die Organisation der du angehörst - und deshalb damit nur für die Kameraden und in keinster Weise für die Demokratie.
Das nun Kämpfer in der Kriegsgeschichte schon immer danach strebten sich innerhalb der Streitkraft nochmals zu differenzieren und "Eliten" zu bilden ist völlig klar. Das ist grundmenschlich, aber für den modernen Krieg eben falsch. Genau das müsste überwunden werden, und genau darin liegt heute das Problem. Auch kriegsgeschichtlich war es querschnittlich gesehen nachteilig.
Falli zu sein ist nun eben nicht mental und körperlich herausfordender als andere Tätigkeiten. bzw. diese werden heute gerade eben wegen dieses Denkens in Wertigkeiten nicht so herausfordernd gestaltet bzw. wahrgenommen. Gerade weil dieses Denken so ist (Elitendenken), gerade eben deshalb kann scheinbar jeder Lkw Fahrer werden und bringen Lkw Fahrer funktionsbereinigt geringere Leistung. Dass die Leistung unterschiedlich ist, liegt also genau daran, dass man schon von vornherein so an die Sache heran geht, dass man die einen zu Leistungsträgern und Elite stilisiert und die anderen als Geringer (im Vergleich). Für den modernen Krieg aber ist ein Lkw Fahrer relevanter als ein Fallschirmjäger.
Henne und Ei: gerade weil man dieses Selbstverständnis pflegt, gerade eben deshalb leistet man in der einen Einheit mehr und in der anderen weniger, schöpft man die besseren Soldaten in vermeintlichen "Eliten" ab die aber für den Krieg praktisch kaum einen Nutzen haben während man umgekehrt in anderen, wesentlicheren Einheiten eine Negativ-Auslese fährt. Das starke Wir-Gefühl müsste stattdessen in allen Einheiten implementiert werden und die Minderung der Qualität aller anderen zum Nutzen von Sondereinheiten mit in Wahrheit geringem Wert für den Gesamtkomplex reduziert werden.
Wenn man sagt, das Kepi blanc wäre auch nicht erstrebenswerter als rgendeine andere Kopfbedeckung, hätte die Fremdenlegion schnell ihr Image und damit ihre Bewerber und ihre Kampfkraft eingebüßt. Deshalb sind Vorbilder wichtig, Rituale, Zeremonien, Sonderabzeichen und der ganze Kram.
Und deshalb überhaupt keine verschiedenen Kopfbedeckungen, überhaupt keine Sonderabzeichen und überhaupt kein Elitendenken mehr. Eine moderne Streitkraft welche in den Anforderungen des modernen Krieges bestehen will braucht mehr Einheitlichkeit, mehr Gleichheit, mehr querschnittliche Leistung. Und muss neue Rekruten etc. gerade eben dadurch überzeugen, dass sie insgesamt anziehend wirkt und nicht nur die vermeintlichen "Eliten". Und dafür muss die Streitkraft dann auch entsprechend gestaltet werden, also die Bestenauslese aus dem Querschnitt heraus gemindert bis unterbunden werden. Weil sie sonst eine ständige Negativauslese bei allen anderen zur Folge hat.
Man sieht das ja jetzt schon bei der Bundeswehr: man hat sehr viel mehr Bewerber die Fallschirmjäger werden wollen als man jemals Fallschirmjäger aufstellen könnte. Umgekehrt fehlen in anderen Bereichen die Bewerber. Warum!? Weil alle Elite, Falli etc. sein wollen. Wären die anderen Einheiten aber anders aufgestellt, hätten selbst allesamt weitergehende Befähigung zum Kampf und würden ebenso als "richtige" Soldaten wahrgenommen werden, würde es diese Assymetrie so gar nicht geben.
Der moderne Krieg aber wird nicht durch ein paar Fallschirmjäger mehr entschieden, sondern durch ein paar Lastwagen mehr. Und durch leistungsfähigere, befähigtere Lastwagenfahrer.
Das nun Kämpfer in der Kriegsgeschichte schon immer danach strebten sich innerhalb der Streitkraft nochmals zu differenzieren und "Eliten" zu bilden ist völlig klar. Das ist grundmenschlich, aber für den modernen Krieg eben falsch. Genau das müsste überwunden werden, und genau darin liegt heute das Problem. Auch kriegsgeschichtlich war es querschnittlich gesehen nachteilig.
Falli zu sein ist nun eben nicht mental und körperlich herausfordender als andere Tätigkeiten. bzw. diese werden heute gerade eben wegen dieses Denkens in Wertigkeiten nicht so herausfordernd gestaltet bzw. wahrgenommen. Gerade weil dieses Denken so ist (Elitendenken), gerade eben deshalb kann scheinbar jeder Lkw Fahrer werden und bringen Lkw Fahrer funktionsbereinigt geringere Leistung. Dass die Leistung unterschiedlich ist, liegt also genau daran, dass man schon von vornherein so an die Sache heran geht, dass man die einen zu Leistungsträgern und Elite stilisiert und die anderen als Geringer (im Vergleich). Für den modernen Krieg aber ist ein Lkw Fahrer relevanter als ein Fallschirmjäger.
Zitat:Und das aus gutem Grund. Man muss sich mehr quälen, ist im Gefecht in größerer Gefahr als bei der Instandsetzung. Wenn sich da kein starkes wir-Gefühl ausbildet, geht man nicht über seine Grenzen hinaus.
Henne und Ei: gerade weil man dieses Selbstverständnis pflegt, gerade eben deshalb leistet man in der einen Einheit mehr und in der anderen weniger, schöpft man die besseren Soldaten in vermeintlichen "Eliten" ab die aber für den Krieg praktisch kaum einen Nutzen haben während man umgekehrt in anderen, wesentlicheren Einheiten eine Negativ-Auslese fährt. Das starke Wir-Gefühl müsste stattdessen in allen Einheiten implementiert werden und die Minderung der Qualität aller anderen zum Nutzen von Sondereinheiten mit in Wahrheit geringem Wert für den Gesamtkomplex reduziert werden.
Wenn man sagt, das Kepi blanc wäre auch nicht erstrebenswerter als rgendeine andere Kopfbedeckung, hätte die Fremdenlegion schnell ihr Image und damit ihre Bewerber und ihre Kampfkraft eingebüßt. Deshalb sind Vorbilder wichtig, Rituale, Zeremonien, Sonderabzeichen und der ganze Kram.
Und deshalb überhaupt keine verschiedenen Kopfbedeckungen, überhaupt keine Sonderabzeichen und überhaupt kein Elitendenken mehr. Eine moderne Streitkraft welche in den Anforderungen des modernen Krieges bestehen will braucht mehr Einheitlichkeit, mehr Gleichheit, mehr querschnittliche Leistung. Und muss neue Rekruten etc. gerade eben dadurch überzeugen, dass sie insgesamt anziehend wirkt und nicht nur die vermeintlichen "Eliten". Und dafür muss die Streitkraft dann auch entsprechend gestaltet werden, also die Bestenauslese aus dem Querschnitt heraus gemindert bis unterbunden werden. Weil sie sonst eine ständige Negativauslese bei allen anderen zur Folge hat.
Man sieht das ja jetzt schon bei der Bundeswehr: man hat sehr viel mehr Bewerber die Fallschirmjäger werden wollen als man jemals Fallschirmjäger aufstellen könnte. Umgekehrt fehlen in anderen Bereichen die Bewerber. Warum!? Weil alle Elite, Falli etc. sein wollen. Wären die anderen Einheiten aber anders aufgestellt, hätten selbst allesamt weitergehende Befähigung zum Kampf und würden ebenso als "richtige" Soldaten wahrgenommen werden, würde es diese Assymetrie so gar nicht geben.
Der moderne Krieg aber wird nicht durch ein paar Fallschirmjäger mehr entschieden, sondern durch ein paar Lastwagen mehr. Und durch leistungsfähigere, befähigtere Lastwagenfahrer.
