22.01.2026, 10:04
Zitat:Hier sollen bald deutsche Kriegsschiffe liegenhttps://bremen.t-online.de/region/bremen...ooten.html
Von t-online, jon
22.01.2026 - 01:56 Uhr
[Bild: https://s1.directupload.eu/images/260122/ufi5bus5.webp]
Die Marine will sechs Minenjagdboote in Bremerhaven stationieren. Schon 2029 könnte es so weit sein. Doch das ist nur eines von zwei Militärprojekten.
Zusammengefasst:
- Auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes ist am Fischereihafen die Anlegung eines neuen Marinestandortes geplant. Dias Baurecht liegt laut T-Online bereits vor, 2029 soll das Projekt abgeschlossen sein.
- Dort plant die Marine die Stationierung von 6x Minenjagdbooten, die die Hafenzufahrt Bremerhaven vor Minen schützen sollen. Dabei handelt es sich zunächst um ertüchtigte Boote, also vermutlich Klasse 352 und/oder 332.
- Ein weiteres Projekt, ein größerer Militärhafen im Blexer Bogen mit schleusenfreiem Zugang zum Wasser, befinde sich derzeit in der Prüfung. Da diese Projekt aber im Gegensatz zu Beanspruchung des Fischereihafens das aus des Energy Ports nach sich ziehen würde, regt sich politische Opposition.
Ich muss sagen, dass ich den Ansatz für falsch halte. 6x Minenjagdboote sind 50% unserer gesamten MCM-Fähigkeiten, die überall dringender gebraucht werden als in der Nordsee. Wenn russische U-Boote im V-Fall in der Lage sind, es lebendig durch die norwegische See und die Nordsee zu schaffen um Minen vor Bremerhaven zu legen, haben wir a) richtig Mist gebaut und b) ein ganz anderes Problem als mangelnde MCM-Fähigkeiten. Das erscheint mir doktrinal vollkommen aus der Zeit gefallen zu sein, so als wäre es nicht 2026 sondern 1986.
In Bezug auf den Energy Port bin ich mir unsicher, weshalb ich deshalb noch nicht urteilen will.
Auf der einen Seite braucht es mehr militärische Standorte und Bremerhaven ist aufgrund seiner Bedeutung natürlich ein idealer Standort. Auch die Nähe zu Wilhelmshaven könnte sich hier als vorteilhaft erweisen und Alternative Standorte wären vermutlich nur mit großem Kostenaufwand nutzbar.
Auf der anderen Seite brauchen wir aber auch den Energy Port, da der Energiesektor einer der wenigen deutschen Wirtschaftssektoren ist, der sich die letzten 20 Jahre nicht auf seinen Lorbeeren ausgeruht und technologischen Fortschritt verschlafen hat, entsprechend noch global konkurrenzfähig ist. Soft Power durch die Abhängigkeit eines ausländischen Energiesektors von uns ist nicht zu unterschätzen, von solchen Hebeln haben wir sowieso schon viel zu wenig.
Mal gucken.
