21.01.2026, 22:51
(18.01.2026, 06:56)muck schrieb: Marco Seliger sieht in der 'NZZ' den Zweibrücken-Fall als Beispiel eines Konflikts zwischen Gesellschaft und militärischer Realitäter Kommentar ist meiner Meinung nach unpassend, weil die korrekte Problemanalyse wenig bis nichts mit dem gewählten Beispiel zu tun hat.
Der Kommentar von Marco Seliger ist selbst für Menschen mit militärischen Denkweisen und Weltbild schwer einzuordnen. Was soll dann erst die Quintessenz für den ungedienten, zivilen Leser sein?
Eine Relativierung der Straftaten kann ich in dem Kommentar nicht erkennen. Vielmehr scheint er die Systematiken der militärischen Gedankenwelt an Außenstehende erläutern zu wollen. Hierbei mangelt es ihm jedoch am didaktischen Talent eines Sönke Neitzels.
Weiterhin vermisse ich persönlich eine eindeutigere Positionierung seinerseits, insbesondere da der nachgewiesene, strafbare Drogenkonsum eine eindeutige Gefährdung der militärischen Sicherheit darstellt. In dem Kommentar geht er auf diesen – in meinen Augen schwersten aller Verstöße- quasi nicht ein.
Dennoch bringt es den abschließende Satz treffend auf den Punkt:
„Eine Armee ohne innere Ordnung kann nicht kriegsfähig sein“
@muck @ Quintus Fabius
Vollste Zustimmung!
(18.01.2026, 08:46)Quintus Fabius schrieb: Das kann man nur betonen. Die ganze Idee von "Elite"-Einheiten an sich ist unfug. Auch ein Luftwaffenversorgungs-Regiment muss ganz genau so darauf abzielen in dem was es tut die absolute Höchstleistung zu erbringen und ist damit ganz genau so "Elite"" wie eine Fallschirmjägereinheit. Es muss mehr Gleichheit her. Stattdessen zerteilt sich die Bundeswehr immer mehr und fördert Diversität und Unterschiedlichkeit. Stattdessen müsste man eine grundsätzliche Kultur der Gleichheit fördern.Das hast du ausgezeichnet beschrieben. Gleichheit und Bescheidenheit bei gleichzeitiger Pflichterfüllung sollten Kern eines elitären, soldatischen Selbstverständnis sein. Ein elitäres Gehabe und Individualismus sind jedoch keine Säulen einer funktionierenden Armee.

er Kommentar ist meiner Meinung nach unpassend, weil die korrekte Problemanalyse wenig bis nichts mit dem gewählten Beispiel zu tun hat.