20.01.2026, 08:06
Ich muss gestehen, ich stehe gerade auf dem Schlauch: Warum sprichst Du hier von einem "Verweigern"?
Stellen wir uns eine Welt vor, in der der afrikanische Kontinent funktional eine Insel wäre, die kein Ausländer betreten hat. Warum sollte man dort heute eine höhere technologische Entwicklungsstufe vorfinden als die, die die Europäer z.B. in Polynesien vorfanden, als sie es zuerst betraten? Dass dieses Beispiel auch auf Afrika übertragbar ist, beweisen die Zustände, die dokumentiert wurden, als Ausländer erstmals das afrikanische Inland (etwa am Oberen Kongo) betraten, und die sich technologisch etwa auf dem Niveau der frühen Eisenzeit in Europa bewegten.
Fortschritt entsteht entweder durch Austausch (der durchaus von Hierarchien geprägt sein kann!), oder organisch, durch eine Entdeckung, die zur nächsten führt. Es erscheint mir offenkundig ausgeschlossen, dass die Kulturen Afrikas den Entwicklungsrückstand, den sie zur Hochzeit des Imperialismus besaßen, aus eigener Kraft bis heute hätten aufholen können.
Wie hätte das gehen sollen? Selbst deutlich höher entwickelte Kulturen, die mit der europäischen im offenen Austausch standen, gerieten spätestens ab dem 18. Jahrhundert gegenüber Europa technologisch ins Hintertreffen, siehe etwa das Beispiel des Osmanischen Reiches, wo der Buchdruck erst 1729 Einzug hielt.
Stellen wir uns eine Welt vor, in der der afrikanische Kontinent funktional eine Insel wäre, die kein Ausländer betreten hat. Warum sollte man dort heute eine höhere technologische Entwicklungsstufe vorfinden als die, die die Europäer z.B. in Polynesien vorfanden, als sie es zuerst betraten? Dass dieses Beispiel auch auf Afrika übertragbar ist, beweisen die Zustände, die dokumentiert wurden, als Ausländer erstmals das afrikanische Inland (etwa am Oberen Kongo) betraten, und die sich technologisch etwa auf dem Niveau der frühen Eisenzeit in Europa bewegten.
Fortschritt entsteht entweder durch Austausch (der durchaus von Hierarchien geprägt sein kann!), oder organisch, durch eine Entdeckung, die zur nächsten führt. Es erscheint mir offenkundig ausgeschlossen, dass die Kulturen Afrikas den Entwicklungsrückstand, den sie zur Hochzeit des Imperialismus besaßen, aus eigener Kraft bis heute hätten aufholen können.
Wie hätte das gehen sollen? Selbst deutlich höher entwickelte Kulturen, die mit der europäischen im offenen Austausch standen, gerieten spätestens ab dem 18. Jahrhundert gegenüber Europa technologisch ins Hintertreffen, siehe etwa das Beispiel des Osmanischen Reiches, wo der Buchdruck erst 1729 Einzug hielt.
