US-Wirtschaftskrise
Die EU sollte keine Gegenzölle diskutieren, egal wie hoch die Trumpschen Importzölle ausfallen.

Hohe Importzölle schwächen den inländischen Wettbewerb, weil die inländischen Produzenten ihre Preise anheben können, da die ausländische Konkurrenz künstlich hohe Preise anbieten muss. Entsprechend schaden großflächige Importzölle der Binnenwirtschaft, weil die Konsumenten doppelt bestraft werden, was die Inflation treibt: 1. die ausländischen Produkte sind aufgrund der Zölle teurer 2. Die inländischen Produkte folgen dem Preisanstieg der ausländischen Produkte, da der Konkurrenzdruck wegfällt 3. Die Mehrausgaben der Konsumenten werden durch Steuern abgeschöpft, aber Steuern sind kein Teil des kapitalistischen Wettbewerbs und schwächen daher den Markt strukturell. Konkret führt die Importsteuer weder zu einer Verbesserung der Dienstleistung oder des Produkts, welche den höheren Preis rechtfertigen würde, noch zu unternehmensinternen Effizienzsteigerungen (wie Investitionen usw., um konkurrenzfähiger zu werden). Im Gegenteil schwächt sie die Konkurrenzfähigkeit, insbesondere wenn ein heimischen Produkt Teile ausländischer Produktion enthält, die nicht einfach ersetzt werden können (wie z.B. Elektronik- oder Stahlimporte).

Mit dem "Tit-for-that" der EU mit ihren angekündigten Gegenzöllen lässt man sich auf das Trumpsche Kindergartenniveau herab.

Wenn Trump aufgrund fehlendem ökonomischen Verständnis die US-Wirtschaft weiter beschädigen möchte, sollte die EU ihn nicht daran hindern und sich dadurch ebenfalls selbst beschädigen.

Im Gegensatz zu China ist die EU kein Billigproduktionsland. D.h. das Argument, die USA könnte sonst aufgrund der Arbeitsmarktbedingungen grundsätzlich nicht mithalten, sticht nicht.
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