19.01.2026, 22:12
(16.01.2026, 21:55)Kongo Erich schrieb: ...etwas mehr wird hier berichtet
+++ 15:46 Tschechien liefert der Ukraine Kampfflugzeuge +++
Die Ukraine erhält von Tschechien in Kürze Kampfflugzeuge zur Drohnenabwehr. Dies kündigt der tschechische Präsident Petr Pavel bei einem Besuch in Kiew an. Zudem stellt Tschechien die Lieferung von Frühwarnsystemen in Aussicht.
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Zitat:„Als geeignet beworben“
Schnäppchenjäger: Deutsches Nachbarland rüstet Ukraine gegen Putins Shahed-Drohnen auf
Kleiner Kampfjet, große Hoffnung. Russlands Drohnen-Armada schrumpft stark und bekommt auch einen neuen Gegner – aber ist das eine geeignete Waffe?
Prag – „Die Tschechische Republik kann in relativ kurzer Zeit mehrere mittlere Kampfflugzeuge bereitstellen, die im Kampf gegen Drohnen sehr effektiv sind, und ich glaube, dass es uns gelingen wird, dieses Problem schnell und erfolgreich zu lösen“, zitiert Reuters Petr Pavel – die Nachrichtenagentur berichtet, dass der Präsident des NATO-Landes die Ukraine weiter aufmunitionieren wolle: gegen Wladimir Putins Shahed-Drohnen. Pavel schürt Hoffnung – auch weil Putin seine Drohnen auszugehen drohen. Scheinbar hat es sich für ihn demnächst „ausgeschwärmt“.
Allerdings ist die Ukraine über das Versuchsstadium gegen Russlands Drohnen-Armada kaum hinausgekommen. Der Aggressor verfolgt weiterhin das Prinzip Masse statt Klasse, um die Luftverteidigung der Ukraine zu erschöpfen. Wissenschaftler fordern seit Beginn des Drohnenkrieges einen Mix aus verschiedenen Waffen, die vor allem eines zu bieten haben sollen: den Schnäppchenpreis. „Der intensive Einsatz dieser kostengünstigen Drohnen unterstreicht die Notwendigkeit, die Ukraine bei der Entwicklung weiterer kostengünstiger Gegenmaßnahmen zu unterstützen, die die Wirksamkeit der russischen Vergeltungskampagne einschränken“, schreiben Benjamin Jensen und Yasir Atalan. In ihrer Studie für den US-Thinktank Center for Strategic and International Studies (CSIS) stellen sie klar, dass Russlands Gefahr über den Preis kommt.
Schnäppchen-Jäger gegen Putin:
Die Lösung aus Tschechien hat in diesem Punkt das Zeug zum großen Wurf – auf Stückkosten von 800.000 Dollar taxiert Forces News die Maschinen. Wie das Magazin Militarnyj berichtet, sei sie dennoch von zweifelhaftem Wert. Pavel hat damit eine Aussage von vor zwei Jahren untermauert: Demnach plane Tschechien, im eigenen Land hergestellte Unterschall-Kampfjets vom Typ L-159 abzugeben. Menge und Zeitpunkt bleiben ungewiss. Nach dem „World Forces Index“ verfügt Tschechien über 24 Maschinen dieses Typs in unterschiedlicher Ausführung. Allerdings scheinen die Maschinen auch kein Geschenk zu sein – im Gegenteil, wie Militarnyj behauptet.
„Doch selbst mit zusätzlicher Ausrüstung bleiben die Luftverteidigungsfähigkeiten der L-159 begrenzt. Ihre Effektivität gegen Drohnen des Typs Shahed hängt von externer Lenkung, bodengestützter Radarunterstützung und erheblichen Investitionen ab“, schreibt das Magazin. Andere Kommentatoren sehen in der Allzweckwaffe eine wichtige Ergänzung der ukrainischen Fähigkeiten – quasi wie zugeschnitten auf die zur Improvisation gezwungenen Verteidiger: „Ein Pilot der L-159 kann dieses benutzerfreundliche Flugzeug ohne Unterstützung am Boden selbst vorbereiten und fliegen. Die L-159 kann von jeder vorbereiteten oder unbefestigten Landebahn, bei Tag und Nacht und bei jedem Wetter starten, egal ob nass oder trocken, heiß oder kalt, windig oder windstill“, schreibt Defense Industry Daily.
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Dem Magazin The National Interest zufolge soll die Tschechische Republik die Maschine „als geeignet beworben“ haben, die Ukraine in der Abwehr der Invasoren zu unterstützen – dafür soll die Maschine mit westlichen Waffensystemen wie der AIM-9 und der AMRAAM (Advanced Medium-Range Air-to-Air Missile)) als bestückbar bezeichnet worden sein.
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