19.01.2026, 17:32
(19.01.2026, 15:18)DeltaR95 schrieb: Allerdings stellt sich mir in der Folge dann direkt die Frage, warum scheinbar einige Nationen um uns herum releativ dynamisch und agil in der Erprobung von UAV-Mustern voranschreiten und bei unserer Marine gefühlt "nur" Stillstand herrscht, nachdem das letzte Projekt auch abgebrochen wurde.
Scheinbar ist richtig, wirklich dynamisch und agil läuft es doch nirgendwo, schon gar nicht zielgerichtet für explizit militärische Kampfaufgaben (bzw. zur Unterstützung dieser). Diese leichten Drohnen sind überall nur für Überwachungsaufgaben auf dem Niveau einer Küstenwache im Einsatz, bei uns macht das halt das BSH statt die Marine. Abgebrochen wurde die Beschaffung allerdings, weil die vereinbarten Meilensteine nicht eingehalten wurden, in einem Maße, dass da nicht mit einer schnellen Lösung zu rechnen war. Kritisiert wurden zudem die realen Leistungen der Drohne (ich lasse das mal so unspezifiziert stehen).
Die Erkenntnisse der Erprobungen sind meines Erachtens (persönliche Meinung) eindeutig, zu klein und leistungsschwach mit zu eingeschränktem Fähigkeitsprofil, um militärisch nützlich zu sein. Um eine Größenordnung anzusetzen, realistisch sind wir etwa bei Hubschraubern der 1-Tonnen-Klasse, die auf der Korvette untergebracht werden können (natürlich ist das ganze nicht Gewichts- sondern Größenbeschränkt, aber es soll nur der groben Einordnung dienen). Das ist ein deutlicher Unterschied zu den bisher erprobten Mustern, geht eher in Richtung VSR700 oder noch etwas größer (ideal wäre natürlich aus Platzgründen wieder eine Koaxialauslegung) und könnte dann auch hinsichtlich der Leistung zielführender sein.
Zitat:Man kann natürlich geteilter Meinung über den operativen Nutzen der derzeit verfügbaren einsatzreifen UAV-Muster sein, dennoch würde mich interessieren, ob es irgendeine Roadmap für unsere Marine gibt, bei den UAV die nächsten Schritte zu unternehmen und seien es nur Erprobungen?
Darauf habe ich gestern folgendes geschrieben:
So wie ich das sehe gibt es aktuell zwei Entwicklungen, zum einen geht es um die Bewertung des Systems K130 und der notwendigen Ausstattung, zum anderen und damit zusammenhängend um die Aufstellung kurz- und langfristiger Planungen hinsichtlich Aufgaben und Möglichkeiten. Oder einfach gesagt, das, wofür die Drohne ursprünglich gedacht war funktioniert aktuell schlicht nicht (und nein, das funktioniert auch anderswo nicht), es wird aber geprüft, in welcher Form das geplante in Zukunft gebracht wird.
Also im Endeffekt das, was andere auch machen, nur ohne parallel Pressebilder bei schönem Wetter von um das Schiff kreisenden Drohnen zu erzeugen.
