18.01.2026, 23:13
War zu erwarten, Handelsabkommen erstmal gestoppt, Vergeltungszölle und ggf. weitere Maßnahmen geplant. Ich bin ganz ehrlich, dass das Handelsabkommen erstmal vom Tisch ist, macht mich nicht sonderlich traurig, so einseitig wie das war. Aber mich beschleicht auch das Gefühl langsam, das ein Hintergrund dieses ganzen Säbelrasselns von US-Seite war den Deal doch noch mal zu torpedieren um noch mehr Einseitigkeit für sich zu erzielen.
https://www.spiegel.de/politik/groenland...9e8ca37cf9
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Zitat:EU plant Gegenzölle im Wert von 93 Milliarden Euro
Europa reagiert auf Trumps Grönland-Drohungen: Die EU-Staaten wollen sich gegen US-Zölle mit eigenen Importabgaben für amerikanische Waren wehren. Das wurde dem SPIEGEL aus EU-Kommissionskreisen bestätigt.
Die Europäische Union prüft Vergeltungsmaßnahmen gegen die USA. Geplant sind Strafzölle in Höhe von 93 Milliarden Euro oder Einschränkungen für amerikanische Unternehmen auf dem europäischen Markt. Zuerst berichtete die »Financial Times«. Die Krise gilt als die schwerste in den transatlantischen Beziehungen seit Jahrzehnten.
Hintergrund ist die Drohung von US-Präsident Donald Trump, zusätzliche Zölle gegen Dänemark, Deutschland, Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland zu verhängen, falls die USA Grönland nicht kaufen können.
EU-Sondergipfel geplant
Der EU-Ratspräsident António Costa will in den kommenden Tagen einen Sonder-Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs einberufen. Dabei solle die Reaktion der EU auf die Zoll-Androhung von US-Präsident Donald Trump erörtert werden, schreibt Costa in einem Eintrag auf der Plattform X. Seine Konsultationen mit den EU-Mitgliedern hätten gezeigt, dass diese sich stark für Dänemark und Grönland einsetzten und bereit seien, sich gegen jede Form von Zwang zu wehren. Dabei seien sie weiterhin bereit, konstruktiv mit den USA zusammenzuarbeiten. Ein EU-Insider sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, der Gipfel werde wahrscheinlich am Donnerstag stattfinden. Es sei ein persönliches Treffen geplant.
Die EU-Botschafter hatten sich einem Insider zufolge am Sonntagabend noch nicht auf die Verhängung neuer Gegenzölle für die USA geeinigt. Wenn es keine Einigung mit den USA in der neuesten Runde des Zollstreits wegen Grönland geben sollte, würden die bereits im Juli designierten Gegen-Strafzölle im Volumen von 93 Milliarden Euro etwa für US-Bourbon, Flugzeugteile, Sojabohnen und Geflügel automatisch am 6. Februar in Kraft treten, sagte ein EU-Diplomat der Nachrichtenagentur Reuters.
Handelsabkommen auf unbestimmte Zeit verschoben
Die EU hatte die Verhängung dieser Zölle nur ausgesetzt, nachdem sie sich mit den USA auf ein Handelsabkommen geeinigt hatte. Dieses sah eigentlich Zollfreiheit für US-Waren und einen 15-Prozent-Zoll auf EU-Waren in den USA vor. Das Europäische Parlament hat nach Angaben von EVP-Chef Manfred Weber aber jetzt die nötige und für Mittwoch vorgesehene Verabschiedung dieses Abkommens auf unbestimmte Zeit verschoben.
Auslöser ist die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, ab dem 1. Februar einen zusätzlichen 10-prozentigen Zoll auf Waren aus bestimmten EU-Ländern zu erheben, wenn sich die EU gegen einen US-Kauf des zu Dänemark gehörenden Grönlands wehrt. Betroffen von der Zoll-Androhung sind acht europäische Nato-Länder, die jüngst Soldaten zu einer Erkundungsmission auf die Insel geschickt haben, darunter Deutschland.
