18.01.2026, 17:18
Ich würde nicht einfach alle US-Narrative übernehmen. Die USA wollten jahrzehntelang bewusst militärisch so dominant sein wie der „Rest der Welt zusammen“, damit sie von niemandem – auch nicht von Verbündeten – ernsthaft herausgefordert werden können. Dieses Modell funktioniert wegen China und wegen eigener struktureller Schwächen inzwischen nicht mehr.
Wenn man nun Schutz relativiert oder zurückzieht und zugleich Europas militärische Schwäche betont, muss man die Konsequenzen akzeptieren: Deutschland und andere werden massiv aufrüsten – im Extremfall auch nuklear. Genau das wollten die USA früher ausdrücklich verhindern.
Ja, Europa muss sich einigen und eigene Fehler eingestehen. Aber ohne massiven externen Druck wird das politisch kaum gehen – zu viele Machtzentren, Partikularinteressen und Opportunismus.
Der eigentliche Brocken wird der Emanzipationsprozess: industrielle, militärische und strategische Eigenständigkeit. Das wird teuer, konfliktreich und dauert Jahre.
Und ganz konkret: Wenn wir es ernst meinen, können wir uns perspektivisch nicht leisten, bei kritischen Waffensystemen weiter in zentraler Abhängigkeit von den USA zu bleiben.
Wenn man nun Schutz relativiert oder zurückzieht und zugleich Europas militärische Schwäche betont, muss man die Konsequenzen akzeptieren: Deutschland und andere werden massiv aufrüsten – im Extremfall auch nuklear. Genau das wollten die USA früher ausdrücklich verhindern.
Ja, Europa muss sich einigen und eigene Fehler eingestehen. Aber ohne massiven externen Druck wird das politisch kaum gehen – zu viele Machtzentren, Partikularinteressen und Opportunismus.
Der eigentliche Brocken wird der Emanzipationsprozess: industrielle, militärische und strategische Eigenständigkeit. Das wird teuer, konfliktreich und dauert Jahre.
Und ganz konkret: Wenn wir es ernst meinen, können wir uns perspektivisch nicht leisten, bei kritischen Waffensystemen weiter in zentraler Abhängigkeit von den USA zu bleiben.
