15.01.2026, 23:04
(12.01.2026, 21:20)alphall31 schrieb: Grönland ist allerdings seit 1982 nicht mehr Teil der EU . Da legt man dort auch Wert drauf .die EU ist doch erst 1993 durch den Vertrag von Maastricht gegründet worden. Das "nicht mehr" stimmt also nicht, Grönland war noch nie Teil der EU.
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(12.01.2026, 21:20)alphall31 schrieb: ...Das ist richtig. Und Grönland ist als autonomes Überseegebiet, das zum Königreich Dänemark gehört (Dänemark war 1973 der EWG beigetreten), auch seit der Gründung der EU mit dieser assoziiert - wie vorher schon der EWG.
Auch wenn es den Status eines autonomen Territoriums Dänemark hat.
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Grönland ist also nicht Teil der EU, aber die Bürger Grönlands sind dänische Staatsbürger. Seine Bürger sind also auch EU-Bürger.
Zitat:Die USA halten an ihrem Anspruch auf Grönland fest, eine diplomatische Einigung ist nicht in Sicht. Europa verstärkt seine militärische Präsenz am Polarkreis. Antworten auf zentrale Fragen ...... liefert das Handelsblatt (Kopie hier)
Und damit komme ich zurück zum Strangtitel: Europäische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik
Zitat:EU kündigt „europäische Sicherheitsstrategie“ anwas im Übrigen schon seit dem russischen Angriff auf die Ukraine und spätestens mit Amtsantritt des aktuellen GröPaZ dringend angezeigt gewesen wäre ... aber die EU ist immer erst mit bzw in Folge von Krisen gestärkt worden.
Kommissionschefin von der Leyen will die EU angesichts aktueller Bedrohungen widerstandsfähiger machen. Dazu dient eine neue Strategie. Grönland sicherte sie europäische Unterstützung zu.
Limassol. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will bis Ende Juni eine Strategie ausarbeiten, damit sich der Staatenverbund besser verteidigen kann. In Anlehnung an die Nationale Sicherheitsstrategie der USA kündigte von der Leyen am Donnerstag einen europäischen Gegenentwurf an.
Im Dezember hatte die US-Regierung mit ihrer neuen Sicherheitsstrategie für Aufsehen gesorgt. Das Dokument beschreibt die EU als Gefahr, die es zu bekämpfen gelte.
„Es ist Zeit für einen neuen europäischen Ansatz angesichts der aktuellen Lage in Sicherheit und Verteidigung“, sagte die Kommissionspräsidentin. Deshalb werde die EU noch während der zyprischen Ratspräsidentschaft, also vor dem Sommer, „eine neue europäische Sicherheitsstrategie entwickeln“.
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Klausel im Fokus
Zitat: EU macht im Grönland-Streit brisante Ansage
Aktualisiert am 15.01.2026, 21:28 Uhr
Donald Trump will das zu Dänemark gehörende Grönland unter US-Kontrolle bringen – möglicherweise auch gegen den Willen der Dänen. Nun stellt die EU etwas klar.
Im Fall eines gewaltsamen Konflikts um Grönland könnten Deutschland und die anderen EU-Staaten auf Antrag Dänemarks hin Beistand leisten müssen. Das stellte eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas jetzt nach den ergebnislos verlaufenen Gesprächen über die aus europäischer Sicht ungerechtfertigten US-Besitzansprüche auf die Arktisinsel in Washington klar.
Grönland sei Teil des Hoheitsgebiets des Königreichs Dänemark und fiele daher grundsätzlich unter die gegenseitige Solidaritätsklausel in Artikel 42 Absatz 7 des EU-Vertrags, sagte die Sprecherin gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Zugleich betonte sie, dass sich die Frage einer Anwendung derzeit nicht stelle. Grundsätzlich gilt eine militärische Konfrontation als sehr unwahrscheinlich, weil sich vermutlich niemand mit der mächtigsten Militärmacht der Welt anlegen würde
EU macht im Grönland-Streit deutliche Ansage
Brisant ist die öffentliche Festlegung dennoch.
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In ihr (der Solidaritätsklausel) heißt es konkret: "Im Falle eines bewaffneten Angriffs auf das Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats schulden die anderen Mitgliedstaaten ihm alle in ihrer Macht stehende Hilfe und Unterstützung (...)."
Auf Nato kann Dänemark im Streit nicht zählen
Artikel 42 Absatz 7 ist damit noch schärfer formuliert als Artikel 5 der Nato. Nach diesem liegt es im Ermessensspielraum der Bündnisstaaten, wie sie im Fall eines Angriffs Alliierten zu Hilfe kommen.
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