Umfrage: Wohin wird Grönland künftig gehören?
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Wie bisher - zu Dänemark und damit zur EU
82.35%
14 82.35%
Grönland wird sich mehr nach Nordamerika orientieren
5.88%
1 5.88%
Grönland wird eine Position zwischen den Kontinenten einnehmen
11.76%
2 11.76%
Gesamt 17 Stimme(n) 100%
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Dänemark - Grönland
#99
Im US Kongress regt sich langsam Widerstand.
Zitat:US-Senatorinnen wollen Grönland-Annexion verbieten

Ein Gesetzentwurf im US-Senat würde es Präsident Donald Trumps Regierung verbieten, das Gebiet eines Nato-Staats ohne die Zustimmung des betroffenen Bündnispartners zu annektieren, zu besetzen oder anderweitig zu kontrollieren. Das Gesetz wurde angesichts des US-Anspruchs auf die zu Dänemark gehörende Arktisinsel Grönland von der republikanischen Senatorin Lisa Murkowski und der Demokratin Jeanne Shaheen eingebracht.

Es ist noch unklar, ob der Entwurf eine realistische Chance hat, von einer Mehrheit des Senats und anschließend auch im Repräsentantenhaus verabschiedet zu werden. Mit Blick auf Trumps Ansinnen, sich Grönland einzuverleiben, erklärten die Senatorinnen: "Solch ein Vorgehen würde dem Nordatlantikvertrag widersprechen, den Zusammenhalt der Nato schwächen und die bestehenden Bemühungen des Bündnisses untergraben, der Bedrohung durch Gegner wie Russland und China entgegenzutreten."
https://www.n-tv.de/politik/US-Senatorin...37897.html

Bleibt abzuwarten ob sich für einen solchen Gesetzesentwurf belastbare Mehrheiten finden lassen. Die Republikanische Partei ist in der Frage Trump mWn in zwei Lager gespalten.

Hoffen wir nur, dass der Wahnsinnige sich von der Idee nicht in die Ecke gedrängt fühlt. Senile Despoten neigen nicht dazu, in kritischen Situationen überlegt zu handeln. Wenn die Idee nach hinten losgeht, befiehlt der sonst den Angriff Steiner…
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Parallel dazu betreibt die AfD, wie hätte es auch anders sein können, mal wieder moralischen Landesverrat auf Basis von "ja ist schlecht, aber...".
Zitat:Vor Grönland-Treffen: AfD attackiert Trump – „Wildwest-Methoden“

Berlin – Die Spitze der AfD geht vor dem für den heutigen Mittwoch (14. Januar) geplanten Grönland-Treffen auf Distanz zur Außenpolitik von US-Präsident Donald Trump. Am Dienstag kritisierten die Partei- und Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla die aggressive Außenpolitik der USA. „Donald Trump hat gegen ein elementares Wahlversprechen verstoßen – nämlich, sich nicht in andere Staaten einzumischen“, sagte Weidel in Berlin mit Blick auf Venezuela und Grönland. Chrupalla schlug in dieselbe Kerbe: „Klar ist, dass Wildwest-Methoden abzulehnen sind und das Recht natürlich auch nicht immer die Mittel rechtfertigt.“

[...]

Noch sieht die AfD-Fraktion im Bundestag hinsichtlich der Gebietsansprüche der USA auf Grönland allerdings keine Eskalationsgefahr. „Unsere Antwort ist: Das ist eine Frage der Grönländer, die das zu entscheiden haben“, sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion, Bernd Baumann. Mitzureden habe auch Dänemark. Das werde zwischen Grönland, Dänemark und den USA jetzt seinen Verhandlungsgang gehen, sagte er weiter. Bei Grönland gehe es nicht nur um Rohstoffe, es handele sich um einen in der Geopolitik wichtigen Ort, fügte er hinzu.
https://www.merkur.de/politik/vor-groenl...21864.html

Interessante Formulierung "und das Recht natürlich auch nicht immer die Mittel rechtfertigt". Trump hat also ein Recht an Grönland? Nett.
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Unser guter Freund Krah ist hingegen schon einen Schritt weiter. Statt an die Verteidigung der europäischen Souveränität, scheint er die Situation eher als Chance zu sehen, Deutschland als Hintertür für amerikanische Interessen in Europa zu installieren. Der oberste Stiefellecker sozusagen.
Zitat:Krah sieht in Grönland-Konflikt „einmalige Chance“

Der verteidigungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion und ehemalige Bundeswehroffizier, Rüdiger Lucassen, sagte dem Nachrichtenportal „T-Online“, die territoriale Zugehörigkeit Grönlands sei von nachrangiger, die Handlungsfähigkeit der Nato jedoch von elementarer Bedeutung. Der Dissens um Grönland dürfe nicht zu einem Bruch des Verteidigungsbündnisses führen.

Der Bundestagsabgeordnete Maximilian Krah sieht in dem Konflikt eine günstige Gelegenheit für Deutschland. „Wir haben jetzt eine einmalige Chance: Deutschland als best friend Amerikas in Europa“, sagte Krah. „Raushalten“ solle sich die Bundesregierung aus dem Konflikt und sich stattdessen umgehend als erster Ansprechpartner der USA in Europa „bewerben“.
https://www.welt.de/politik/deutschland/...hance.html

Wahre Patrioten.
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Des weiteren:
Zitat:Militärmanöver "Arctic Endurance"
Deutschland schickt Soldaten nach Grönland


Um die militärische Präsenz in Grönland zu erhöhen, startet Dänemark eine Nato-Übung in der Region. Jetzt ist klar: Auch Deutschland beteiligt sich mit mehreren Soldaten daran.

Deutschland schickt schon morgen Soldaten der Bundeswehr nach Grönland. In Regierungskreisen wurde t-online ein entsprechender Bericht der "Bild"-Zeitung bestätigt. "Wir beteiligen uns an einer von Nato-Staaten geführten Übung Arctic Endurance", hieß es.

Die "Bild"-Zeitung hatte berichtet, dass ein "Vorabtrupp" der Bundeswehr bereits am morgigen Donnerstag aufbrechen könnte. Nach t-online-Informationen soll es sich um nur einige wenige Soldaten handeln. Ein Regierungssprecher sagte der Nachrichtenagentur Reuters: "Deutschland wird morgen ein gutes Dutzend Soldaten als Erkunder nach Grönland schicken."

[...]

Ziel sei es, die Fähigkeit zum Einsatz unter den besonderen Bedingungen in der Arktis zu trainieren und die Präsenz des Verteidigungsbündnisses zu stärken. Bei den Übungsaktivitäten könne es sich laut der Mitteilung unter anderem um die Unterstützung grönländischer Behörden wie der Polizei, die Überwachung systemrelevanter Anlagen, den Einsatz von Kampfflugzeugen in und um Grönland, die Lösung von Marineaufgaben sowie die Entgegennahme alliierter Truppen handeln. Grund dafür sei, dass sich "die sicherheitspolitischen Spannungen bis in die Arktis" ausgedehnt haben.
https://www.t-online.de/nachrichten/deut...nland.html

Das NATO-Manöver läuft unter dänischer Führung und wird von lokalen grönländischen Behörden unterstützt. Genauere Details sind nicht bekannt, aber es soll sich wohl um eine Übung in allen drei Dimensionen (Land, Luft, Wasser) handeln. Ebenfalls daran beteiligt sind bislang Schweden und Norwegen, weitere werden erwartet.
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