Gestern, 14:04
Erstmal sind Atomwaffen politisch auch Statussymbole. Dies nicht nur weil man über eine so mächtige Waffe verfügt, sondern auch weil man sie selbst einsetzen und auch selbst entwickeln und produzieren kann.
Gerade weil sie auch Statussymbole sind wäre es illusorisch, etwa von Nordkorea zu verlangen seine Atomwaffen aufzugeben - was Trump übrigens verstanden hat.
Weil Atomwaffen Statussymbole sind streben auch in Deutschland Politiker danach dass man sie gerne hätte.
Es ist ganz ähnlich, wie wenn ich Millionär wäre und gerne ein Nobelauto - mein Traum wäre ein Lamborghini
- hätte.
Bei Atomwaffen stellt sich aber, gerade wegen ihrer verheerenden Wirkung, die Frage wie sicher sie sind und wie man sie einsetzt.
Schon in der frühen Neuzeit gab es bei Kanonen einschränkende Regelungen - sie durften nur mit Erlaubnis des Herrschers abgefeuert werden, und ihre Bedienungen mussten die gleiche Konfession haben wie der Landesherr, z.B. katholisch bei Österreich oder Spanien.
Mit Atomwaffen gilt, dass die Einschränkungen noch größer und die Befehle natürlich klar sein müssen. Erinnert sich jemand an den Film "Crimson Tide" - der 1.Offizier war im Recht, gerade weil der Befehl verstümmelt und daher unklar war.
Zudem denke, ich dass selbst wenn man Atomwaffen einsetzen will schon verstehen muss wo und gegen wen.
Aus den Plänen des Warschauer Paktes geht hervor, dass man im Kriegsfall gegen die NATO in Dänemark Atomwaffen auf Kopenhagen, Esbjerg und Roskilde werfen wollte. Bei Kopenhagen mit seiner Funktion als Hauptstadt und Esbjerg mit seinem wichtigen Hafen wäre das noch nachvollziehbar, aber Roskilde mit seinem Dom als Grablegestätte der Könige hat für Dänemark eine wichtige emotionale Bedeutung, dann hätte man quasi Heckenschützen an jeder Ecke.
Die USA haben übrigens Simulationen für den Fall, dass der Kalte Krieg heiß würde durchgeführt - auch unter Berücksichtigung des Einsatzes von Atomwaffen. Bei einem Fall setzte man in der Simulation auch Atomwaffen für einen Schlag gegen die Sowjetunion ein und meinte, das Planspiel sei damit beendet. Doch dagegen erhob das Team, das die Sowjetunion spielte und sich da wohl gut eingearbeitet hatte, Einspruch. Sie würden den Atomschlag als "Angriff auf ihre Ehre, territoriale Integrität und ihre Art zu leben" ansehen und mit einem eigenen Atomschlag antworten. Am Ende der Simulation wären große Teile der Nordhalbkugel nuklear verwüstet gewesen und der US-Präsident, der an der Simulation teilnahm, war so fertig dass alle Termine für den Rest des Tages abgesagt werden mussten.
Jetzt kehren wir mal in die Gegenwart zurück und denken an all jene, die wegen "Putin-Verstehern" herumgeifern. Ganz abgesehen davon, dass man z.B. einen Putin verstehen muss wenn man gegen ihn politisch wie militärisch bestehen will - sind wir da für Atomwaffen und ihren möglichen Einsatz gegen Russland bereit?
Gerade weil sie auch Statussymbole sind wäre es illusorisch, etwa von Nordkorea zu verlangen seine Atomwaffen aufzugeben - was Trump übrigens verstanden hat.
Weil Atomwaffen Statussymbole sind streben auch in Deutschland Politiker danach dass man sie gerne hätte.
Es ist ganz ähnlich, wie wenn ich Millionär wäre und gerne ein Nobelauto - mein Traum wäre ein Lamborghini
- hätte.Bei Atomwaffen stellt sich aber, gerade wegen ihrer verheerenden Wirkung, die Frage wie sicher sie sind und wie man sie einsetzt.
Schon in der frühen Neuzeit gab es bei Kanonen einschränkende Regelungen - sie durften nur mit Erlaubnis des Herrschers abgefeuert werden, und ihre Bedienungen mussten die gleiche Konfession haben wie der Landesherr, z.B. katholisch bei Österreich oder Spanien.
Mit Atomwaffen gilt, dass die Einschränkungen noch größer und die Befehle natürlich klar sein müssen. Erinnert sich jemand an den Film "Crimson Tide" - der 1.Offizier war im Recht, gerade weil der Befehl verstümmelt und daher unklar war.
Zudem denke, ich dass selbst wenn man Atomwaffen einsetzen will schon verstehen muss wo und gegen wen.
Aus den Plänen des Warschauer Paktes geht hervor, dass man im Kriegsfall gegen die NATO in Dänemark Atomwaffen auf Kopenhagen, Esbjerg und Roskilde werfen wollte. Bei Kopenhagen mit seiner Funktion als Hauptstadt und Esbjerg mit seinem wichtigen Hafen wäre das noch nachvollziehbar, aber Roskilde mit seinem Dom als Grablegestätte der Könige hat für Dänemark eine wichtige emotionale Bedeutung, dann hätte man quasi Heckenschützen an jeder Ecke.
Die USA haben übrigens Simulationen für den Fall, dass der Kalte Krieg heiß würde durchgeführt - auch unter Berücksichtigung des Einsatzes von Atomwaffen. Bei einem Fall setzte man in der Simulation auch Atomwaffen für einen Schlag gegen die Sowjetunion ein und meinte, das Planspiel sei damit beendet. Doch dagegen erhob das Team, das die Sowjetunion spielte und sich da wohl gut eingearbeitet hatte, Einspruch. Sie würden den Atomschlag als "Angriff auf ihre Ehre, territoriale Integrität und ihre Art zu leben" ansehen und mit einem eigenen Atomschlag antworten. Am Ende der Simulation wären große Teile der Nordhalbkugel nuklear verwüstet gewesen und der US-Präsident, der an der Simulation teilnahm, war so fertig dass alle Termine für den Rest des Tages abgesagt werden mussten.
Jetzt kehren wir mal in die Gegenwart zurück und denken an all jene, die wegen "Putin-Verstehern" herumgeifern. Ganz abgesehen davon, dass man z.B. einen Putin verstehen muss wenn man gegen ihn politisch wie militärisch bestehen will - sind wir da für Atomwaffen und ihren möglichen Einsatz gegen Russland bereit?
