Gestern, 17:53
Aus dem Artikel ein paar Auszüge:
Beispiellos. Und selbst dann beispiellos, wenn nur ein Teil davon stimmen würde.
Ein solcher Mangel an soldatischer Ehre ist unerträglich.
Zitat:»Wie fühlt es sich eigentlich an zu wissen, dass dich jeder hier vergewaltigen könnte?«
Die Vorwürfe waren seit mehr als einem Jahr bekannt.
»Beweg jetzt deinen geilen Arsch raus, ich will dich endlich ficken!«
Wo ein Hitlergruß als gelungener Spaß unter Kameraden gilt und ein Zugführer seine Untergebenen mit der Parole »Ficken Sie, solange der Schwanz hart ist«
Den Schilderungen nach sollen teils ranghöhere Soldaten in Duschräume und Toiletten von Frauen eingedrungen sein, manche von ihnen in betrunkenem Zustand. Einige Soldatinnen sollen Panikattacken erlitten haben, wohl auch aus Angst, vergewaltigt zu werden.
»Mal so theoretisch: Wenn du an der Front fallen würdest, fändest du es arg schlimm, wenn wir alle über deine Leiche mal drüberrutschen würden, solange sie noch warm ist? Ich mein, dann hast du wenigstens eine gute Sache für die Kompanie getan.«
in der Mehrzahl geht es um Drogen, vor allem Kokain.
Bei einem Soldaten wurden Darstellungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Tieren gefunden, ein weiterer steht unter Verdacht.
es sei offenbar gang und gäbe, dass Mannschaftssoldaten beim Betreten einer Stube »Sierra« riefen – und der Rest dann »Hotel!« zurückbrülle. Sierra und Hotel sind Buchstaben aus dem Nato-Alphabet, sie stehen für S und H. Jeder habe gewusst, heißt es in der Eingabe, dass damit »Sieg Heil!« gemeint gewesen sei.
In einem anderen Zug, so ist es in einer weiteren Eingabe zu lesen, sei der Hitlergruß die »gängige Begrüßung« beim Betreten einer Stube gewesen. Im Sachstandsbericht des Heeres werden beide Vorgänge als »bestätigt« aufgeführt.
Ein anderer, heißt es in einer Eingabe, habe Kameraden mit »du Jude« angesprochen oder als »Judensau«.
Auch der Holocaust sei geleugnet worden
ls die Ermittler das Handy des Soldaten durchsuchten, fanden sie schnell Hunderte rechtsextreme Bilder, entsprechende Chats und Fotos von Kameraden, die in der Kaserne Kokain konsumierten.
Gegen den Chef einer anderen Kompanie wird ermittelt, weil er eine teilgeladene Pistole aus drei Meter Entfernung auf die Gesichter zweier Soldaten gerichtet habe.
Insgesamt führt die Bundeswehr derzeit 55 Beschuldigte, es gab mehr als 260 Vernehmungen.
Beispiellos. Und selbst dann beispiellos, wenn nur ein Teil davon stimmen würde.
Ein solcher Mangel an soldatischer Ehre ist unerträglich.
