Gestern, 00:39
(07.01.2026, 12:18)Schneemann schrieb: @Broensen
Das hört sich durchaus vernünftig an. Und wenn man zwischen den Zeilen etwas liest, mal abseits von der wirren Tonalität in der deutschen Journaille, so zeichnet sich auf dieser Grundlage vielleicht eine Lösung ab.
Rubio hat derweilen durchsickern lassen, dass man nicht an eine Invasion denken solle - vermutlich will er damit auch das Gerumpel seines Chef etwas entschärfen -, sondern dass man in Washington an einen Kauf denkt. Wenn das zutrifft, könnte man da sicherlich einen Deal machen dahingehend, dass sich einfach Amerikaner wie Europäer stärker einbringen und Grönland wieder zu einer wichtigen Basis machen - wie es im Kalten Krieg ja schon einmal der Fall war. Zumal eine "Übernahme" Grönlands nicht ganz so einfach ist, gerade auch topographisch-klimatisch.
Schneemann
Eine solche Vernunftslösung dürfte so ziemlich das letzte sein, was die Gegenseite anstrebt. Du unterstellst Rationalität. Dabei beruht vieles auf Impulshandlungen. Namhafte Psychologen attestieren malignen Narzissmus in Endstufe. Weißt Du, was das bedeutet? Es ist eine schwere, unheilbare psychologische Störung, die immerfort Rache, Demütigung, maximalen Gewinn sucht. Boren, stieren, bis man die Gegenseite zumindest erkennbar übers Ohr gehauen hat.
Ich denke, am Ende steht irgendein Deal, bei dem die USA bei kommenden Rohstoffprojekten in Grönland vertraglich einen hohen prozentualen Anteil garantiert bekommen, damit sie Ruhe geben. Und was Rubio betrifft: Er weiß wohl manchmal selbst nicht, was er zwischen all den Millers und Hegseths soll. Er ist der erkennbare Fremdkörper im Kabinett. Ein Wunder, dass er so lange dabei ist (aber er macht sich immer besser).
