07.01.2026, 17:38
Depperte Verschwörungstheorie. Was korrekt ist, ist, dass - folgt man gerade wichtigen Beratern in der US-Politik nach 1945 - eine wachsende Sorge vor der stalinistischen Sowjetunion vorlag. Das war geradezu eine Paranoia vor "den Kommies", wobei da auch die Atomspionage der Russen (durch Klaus Fuchs, Rosenberg, Hall u. a.) und die gutmütige Saumseligkeit Roosevelts (die Churchill zur Verzweiflung trieb) ggü. Stalin eine gewichtige Rolle spielten. Auswüchse wie McCarthy et. al. waren darauf zurückzuführen. Und der Gegensatz zwischen den marktwirtschaftlich-kapitalistischen und demokratischen USA und der stalinistisch-totalitären Regierungsform sowie der bolschewistischen Planwirtschaft in der UdSSR war einfach unüberbrückbar.
Im Falle Deutschlands schwangen in der ersten Zeit zwei Faktoren mit, einerseits hieß es da noch to prevent Germany from starting World War III (grob in den ersten Jahren bzw. bis zum Ende der Entnazifizierung bzw. bis zum Koreakrieg), und andererseits (nach 1950) war das Ziel die Einbindung des Westteils Deutschlands in die westliche Staatensphäre, nachdem ersichtlich wurde, welches Problem Sowjetrussland darstellte. Selbst in Frankreich - dem sogenannten "Erbfeind" - erkannte dies de Gaulle und sagte klar, dass das Ziel irgendwann (genau konnte er es zeitlich ja nicht wissen) ein vereinigtes, souveränes und mit Frankreich verbrüdertes Deutschland sein müsse. In London war man übrigens ähnlich gepolt, aber man sah sich derart massiven anderen Problemen gegenüber (Wirtschaftskrise nach dem Krieg, Schulden bei den USA, Zerfall des Empires etc.), dass man alles mögliche im Kopf hatte, aber keine Kleinhaltung der Deutschen.
Und nur noch mal zur Erinnerung: Es waren federführend Vater Bush und James Baker, die die deutsche Wiedervereinigung forderten und auch forcierten (auch gegen das Zögern und den Widerwillen von Thatcher und Mitterrand übrigens). Die einzige Forderung, die Washington hatte, war, dass Gesamtdeutschland Teil der NATO wird. Das wollte Kohl selbst auch, und er hat Gorbatschow das dann auch abgerungen mit gewissen Hilfszusagen an die darbende Sowjetunion, als sie sich 1990 im Kaukasus trafen.
Schneemann
Im Falle Deutschlands schwangen in der ersten Zeit zwei Faktoren mit, einerseits hieß es da noch to prevent Germany from starting World War III (grob in den ersten Jahren bzw. bis zum Ende der Entnazifizierung bzw. bis zum Koreakrieg), und andererseits (nach 1950) war das Ziel die Einbindung des Westteils Deutschlands in die westliche Staatensphäre, nachdem ersichtlich wurde, welches Problem Sowjetrussland darstellte. Selbst in Frankreich - dem sogenannten "Erbfeind" - erkannte dies de Gaulle und sagte klar, dass das Ziel irgendwann (genau konnte er es zeitlich ja nicht wissen) ein vereinigtes, souveränes und mit Frankreich verbrüdertes Deutschland sein müsse. In London war man übrigens ähnlich gepolt, aber man sah sich derart massiven anderen Problemen gegenüber (Wirtschaftskrise nach dem Krieg, Schulden bei den USA, Zerfall des Empires etc.), dass man alles mögliche im Kopf hatte, aber keine Kleinhaltung der Deutschen.
Und nur noch mal zur Erinnerung: Es waren federführend Vater Bush und James Baker, die die deutsche Wiedervereinigung forderten und auch forcierten (auch gegen das Zögern und den Widerwillen von Thatcher und Mitterrand übrigens). Die einzige Forderung, die Washington hatte, war, dass Gesamtdeutschland Teil der NATO wird. Das wollte Kohl selbst auch, und er hat Gorbatschow das dann auch abgerungen mit gewissen Hilfszusagen an die darbende Sowjetunion, als sie sich 1990 im Kaukasus trafen.
Schneemann
