(Amerika) Alba, CELAC, Mercosur, UNASUR, Telesur (u. a.)
Das seit - gefühlt Jahrhunderten - verhandelte Freihandelsabkommen zwischen der EU und Mercosur steht aktuell "auf der Kippe". Die folgende Analyse erscheint mir lesenswert:
Warum mehr Handel mit Südamerika für Europa auch Chancen bietet
Zitat:Seit 25 Jahren verhandelt die EU mit südamerikanischen Staaten über eine Freihandelszone. Dieser Tage entscheidet sich, ob das Mercosur-Abkommen doch noch kommt – oder endgültig begraben wird. Aus der europäischen Landwirtschaft kommen massive Proteste. Eine Expertin erklärt, woher der Unmut rührt und welches Argument in die Irre führt.

Eigentlich sollte es schon vor Weihnachten unterzeichnet werden – nach 25 Jahren Verhandlungen: Es würde die größte Freihandelszone der Welt mit mehr als 700 Millionen Einwohnern schaffen. Die Rede ist vom Abkommen zwischen der Europäischen Union und dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur. Dazu gehören Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay und demnächst noch Bolivien.

Doch die EU hat noch nicht die nötige Mehrheit für das Abkommen zusammen, unter anderem Frankreich, Österreich und Polen haben Ablehnung signalisiert. Italien ist damit das Zünglein an der Waage und hat um Aufschub gebeten.

Die EU-Kommission versucht nun, den Deal in letzter Minute zu retten – mit Zugeständnissen an die Landwirte: Am Dienstag hat sie Bauern einen früheren Zugriff auf Mittel im nächsten mehrjährigen Finanzrahmen angeboten. Dass Italien vor der Abstimmung am Freitag einlenkt, gilt nun als wahrscheinlich.

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Mercosur und assoziierten Staaten umfassen faktisch ab Panama nach Süden alle südamerikanischen Staaten. Das ist auch ein Riesenmarkt für Europas Wirtschaft, und eine Chance, China als wichtigsten Handelspartner der Südamerikaner zu überflügeln.
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