03.01.2026, 17:32
Zitat:Einheitliche EDV bis 2027https://www.tageblatt.de/Nachrichten/Mey...09571.html
Meyer-Werft-Sanierer kämpfen gegen „Zettelwirtschaft“
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Den Bau von zwei neuen Betriebsstoffversorgern in Rostock hätte die Meyer-Werft-Gruppe nicht annehmen sollen, sagen die Sanierer - der Auftrag sei „hochdefizitär“. (Archivbild) Foto: Bernd Wüstneck/dpa
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Die Kosten laufen davon
Kurz vor Fertigstellung der Schiffe entstehe immer eine große Hektik, um den Zeitplan einzuhalten, sagte Schmitz. Viele Beschäftigte seien sogar nach der Ablieferung des Schiffes während der Überführungsfahrt noch an Bord geblieben, um letzte Arbeiten durchzuführen. Er habe das immer als die „Phase der gelben Zettel“ bezeichnet.
„Wenn Sie unter großem Zeitdruck stehen und letztlich sagen: alles egal, Hauptsache das Schiff wird fertig, entstehen diese Probleme und es laufen einem die Kosten weg“, sagte Schmitz. Daher müssten diese Prozesse digitalisiert werden. Bei den jüngsten Ablieferungen sei es schon „atemberaubend viel besser“ geworden: „Man muss ja keinen Hehl daraus machen: Hier sind Riesenverluste gemacht worden.“
Offshore-Plattformen und Marinetanker „hochdefizitäre“ Aufträge
Die Werft habe in der Vergangenheit auch Aufträge angenommen, die hochdefizitär seien, sagte Schmitz in dem Gespräch mit der Zeitung. So gebe es für den Bau von Offshore-Plattformen keine adäquaten Maschinen. Diese Aufträge müssten von Hand in riesigen Zelten abgearbeitet werden. Zu den Geldvernichtern gehöre auch der Bau von Marinetankschiffen, der in Rostock im Auftrag der federführenden NVL-Group aus Bremen erfolgt. „Dadurch häufen sich beachtliche Verluste an“, sagte Schmitz.
