(See) Nordkorea: Atom-U-Boot?
#11
(31.12.2025, 16:26)lime schrieb: Hätte es nicht direktere Wege gegeben das nach Nordkorea zu liefern?
für große, nicht über Land transportierbare Lasten, kommt eigentlich nur der Schifftransport in Frage.

Zur Reiseroute der Ursa Major:
Am 2. November vor Petersburg in der Ostsee dokumentiert (Vesselfinder)
Zitat:Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Interfax verließ die Ursa Major zwölf Tage vor ihrem Untergang den Hafen von Sankt Petersburg.
(Wikipedia)
Zitat:Das russische Handelsschiff »Ursa Major« war von Sankt Petersburg nach Wladiwostok unterwegs.
...
Demnach sank das Schiff in internationalen Gewässern zwischen der spanischen Hafenstadt Águilas an der Costa Cálida und dem algerischen Oran.
(Spiegel)

Zwischen dem europäischen und dem asiatischen Teil Russlands wäre lediglich der Seeweg über die Arktis eine Alternative - aber das mitten im Winter? Aus dem Link:
Zitat:Die spanischen See-Behörden reagierten am 23. Dezember 2024 auf den Notruf der Ursa Major und trafen das Schiff stark über die Seite geneigt rund 70 Meilen südlich von Cartagena in Spanien an.
Demnach ist das Schiff von Anfang November bis um den 10. Dezember 2024 in Petersburg beladen worden. Das scheint wegen der Dauer ein eher komplexerer Vorgang gewesen zu sein.
Danach - also ab ~ Mitte Dezember - war das Schiff beladen und wohl zum Auslaufen fertig.

Auf welchem Weg?
Trotz Klimawandel - die Route über die Arktis bietet zumindest derzeit jahreszeitlich bedingt noch Schwierigkeiten.
Da scheint mir der gewählte Weg über das Mittelmeer der schnellste und auch sicherste Weg zu sein.

Weiteres zum Untergang:
Die ZEIT: Eigentümerfirma von gesunkenem Frachter spricht von Terror
Zitat:...
Das russische Unternehmen Oboronlogistika erklärte nach Angaben staatlicher russischer Nachrichtenagenturen, es gehe davon aus, "dass am 23. Dezember ein gezielter terroristischer Angriff auf das Schiff Ursa Major verübt wurde".

Es habe nacheinander drei Explosionen auf dem Schiff gegeben, bevor Wasser in dieses eingedrungen sei, teilte das Unternehmen mit. Es wurde jedoch nicht näher ausgeführt, warum die Explosionen als möglicher Anschlag eingestuft werden.

Die Ursa Major war in internationalen Gewässern im Mittelmeer zwischen Spanien und Algerien gesunken. An Bord befanden sich 16 Besatzungsmitglieder, alle von ihnen Russen.
...
Das Schiff hatte sich nach Angaben von Oboronlogistika auf dem Weg von St. Petersburg nach Wladiwostok im Fernen Osten Russlands befunden. Es hatte demnach Hafenkräne und Lukendeckel für Eisbrecher geladen. Oboronlogistika untersteht dem russischen Verteidigungsministerium, bietet aber auch zivile Dienstleistungen für Transport und Logistik an.

=> Zumindest Stoff für einen Roman, mit Russland und Nordkorea auf der einen Seite, einem undurchsichtigen China, sowie der Ukraine, Südkorea, den USA, Japan und möglicherweise auch noch den Israeli auf der anderen Seite ...
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