27.12.2025, 17:47
(27.12.2025, 16:43)Broensen schrieb: Die Ort- und Sichtbarkeit des Überwasserteils lässt sich dadurch in den Griff bekommen, dass diese XLUUV von der fliegenden Komponente des Verbunds vor Überwassereinheiten gewarnt werden können, so dass sie entweder ihren Kurs anpassen oder abtauchen. Unter Wasser agieren sie dann autonom bis zu einem vorab gesetzten Auftauchpunkt, an dem die Verbindung wieder hergestellt wird.
Damit hast du das Kernproblem selber erfasst:
Das ideale Wirkmittel gegen so ein XLUUV wäre ein HARM Flugkörper. Diesen kann man nur mit Radar erfassen, sprich deine XLUUV könnten nur dort auftauchen, wo du auch eine entsprechende Radarabdeckung sicherstellen kannst. TKMS und Atlas haben ja selbst im Internet öffentlich gezeigt, über welche Staffelung die bei MEKO S-X sprechen, effektiv 10 bis 20 nm vor dem Screen des Verbandes. Ein XLUUV könnte einfach abtauchen, damit hat der Gegner aber sein Ziel erreicht, man ist wieder blind.
Alternativ kommt halt keine HARM, sondern eine 91RE (81RU Otwet) als Beispiel. Diese trägt einen Torpedo und damit ist es dann egal, ob das XLUUV abgetaucht ist oder nicht.
Ansonsten "drückt" der Gegner durch permanente Bedrohung deine XLUUV unter Wasser und du kommst nur mit einer Verzögerung an die Daten, die sie faktisch unbrauchbar macht, da veraltet.
Was man theoretisch machen könnte, wäre eine auf Laser basierende Datenkommunikation aufzubauen, z.B. mit einem LAC-12 zwischen einem XLUUV und einer MQ-9B.
Wäre ein Workaround, aber massiv vom Wetter abhängig und macht natürlich die MQ-9B zum Primärziel.
Ein XLUUV macht außer für verdeckte Aufklärung vor Operationen nur dann Sinn, wenn die Daten schnell an die Empfänger kommen.
Da kommt aber das nächste Problem: Eigentlich brauchst du immer zwei XLUUV im Team, denn wenn eines ein Ziel trackt und verfolgt, aber auftauchen muss um die Daten zu senden, verliert es den Kontakt und findet ihn evtl. nicht wieder. Also bräuchte man ein zweites als Shadow.
Oder man baut das XLUUV so groß, dass es VLF-Schleppantennen als Sender/Empfänger tragen kann, wie ein U-Boot auch, aber dann wird das Ding echt groß
