US-Wirtschaftskrise
Zardo schrieb:Wen interessiert der Mittelwert? Bei einer schiefen Einkommensverteilung wie in den USA (das Durchschnittseinkommen wird aufgrund der kleinen Zahl extrem reicher Milliardäre nach oben "gerissen") ist der Median viel aussagekräftiger, wenn man Bevölkerungen vergleichen will, ohne von Verzerrungen durch Ausreisser (Superreiche) ein falsches Bild zu bekommen.
Ja, deswegen schrieb ich ja durschnittliche und mittlere Einkommen. Beides ist in den USA höher als in der EU. Insofern weiß ich nicht worauf Erich anspielen wollte.

Broensen schrieb:Welche Gruppen betrifft das denn? Natives und illegale Einwanderer, nehme ich mal an? Oder noch wen? Generell POC?
Indigene und Afroamerikaner haben drastisch niedrigere Lebenserwartungen als weiße Amerikaner. Die liegen in etwa auf (niedrigen) europäischen Niveau. Asiatische Amerikaner haben nochmal eine höhere Lebenserwartung.

Zitat:Und in der Folge könnte man dann auch noch hinterfragen, ob es überhaupt angebracht ist, diese Gruppen für den Vergleich herauszurechnen oder ob das nicht genau das Problem aufzeigt.
Die Amerikaner haben in ihrer Gesellschaft nun mal ethnisch und kulturelle recht klar abgrenzbare Subgruppen, die wir uin Europa nicht haben und eine drastisch niedrigere Lebenserwartung aufweißen. Das ist eine Festellung die nicht wegzudisktuieren ist und noch garnichts über die Ursachen dieses Zustandes aussagt.

Wir könnten das genauer betrachten, aber worauf ich damit hinauswollte ist schlicht folgendes: Es liegt nicht bloß an fehlenden sozialen Sicherungssystemen das bei denen die Lebenserwartung niedriger ist. Wäre dem so müsste die Lebenserwartung viel nivellierter niedriger sein als sie tatäschlich ist.
Tatsächlich aber verhält es sich so, dass spezifische sozioökonomische und kulturelle Probleme der besagten Subgruppen gepaart mit dem Fehlen sozialer Sicherungssysteme zu einer drastisch niedrigeren Lebenserwartung führen, nicht das Fehlen sozialer Sicherungssysteme an sich.
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