03.10.2013, 12:44
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.nzz.ch/aktuell/international/auslandnachrichten/brasiliens-digitale-abnabelung-1.18157763">http://www.nzz.ch/aktuell/international ... 1.18157763</a><!-- m -->
Zitat:Mit eigenen Kanälen und lokaler Datenspeicherung will Brasilien sich im digitalen Datenverkehr von den USA loslösen. Experten stehen dem Vorgehen mit Vorbehalten gegenüber.
Brasilien will mehr Kontrolle im Internet. Nach der Vorstellung der Regierung in Brasilia soll das Land so rasch wie möglich eine eigene Infrastruktur aufbauen, um den digitalen Datenverkehr möglichst unabhängig von amerikanischer Infrastruktur abzuwickeln. Heute läuft der interkontinentale Datenverkehr von und nach Brasilien grösstenteils über Nordamerika.
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nachdem in den vergangenen Wochen bekanntgeworden ist, dass der amerikanische Geheimdienst nicht nur Millionen von brasilianischen Bürgern ausspioniert hat, sondern auch die Kommunikation von Präsidentin Rousseff sowie des staatlich kontrollierten Erdölkonzerns Petrobras überwacht haben soll, ist die Situation eine andere. Brasilia ist derart empört, dass Präsidentin Rousseff gar einen für Oktober vorgesehenen Staatsbesuch in Washington verschoben hat. Vor der Uno-Generalversammlung verurteilte Rousseff die amerikanischen Spionageaktivitäten abermals als Verletzung der Menschenrechte und Missachtung der Souveränität ihres Landes. Brasilien verlangt eine multilaterale über das Internet, um Grundrechte zu schützen sowie die Neutralität des Internets zu sichern.
Die Regierung glaubt, dass sie diesem Ziel mit geeigneten Massnahmen näher kommen kann.
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