26.07.2013, 17:51
Keine Ahnung wie das im Detail aussehen muss, aber gegen eine Rohrwaffe die aufgrund der Munition nicht die Absitzstärke einschränkt, kann man nicht wirklich was einwenden.
Man könnte dann auch problemlos größere Kaliber andenken, die rückstoßfreie Munition bzw PALR aus ein und demselben Rohr verschießen. Nehmen wir mal die israelische LAHAT.
<!-- m --><a class="postlink" href="http://en.wikipedia.org/wiki/LAHAT">http://en.wikipedia.org/wiki/LAHAT</a><!-- m -->
Die kann man aus Kanonen verschießen, aber auch aus anderen Systemen. Und eine rückstoßfreie 105mm Kanone könnte dann sowohl Kanonenmunition verschießen als auch die LAHAT. Du brauchst dann eben keinen eigenen Starter für deine PALR mehr. Das müsste deiner Doktrin der möglichst weitgehenden Vereinfachung und Zusammenlegung entsprechen, oder?!
Der Schützenpanzer hätte dann einfach nur eine Kanone und die PALR werden ebenfalls mit dieser verschossen. Als Koaxialwaffe ein SMG im Kaliber 12,7mm und ein weiteres solches SMG auf einer davon unabhängigen Waffenstation (12,7mm bieten einfach immens viel mehr Möglichkeiten als ein 7,62mm MG, ohne so viel Platz/Gewicht/Mungewicht einzunehmen wie eine MK). Der BMP-3 und der BMD-4 der Russen gehen bereits in diese Richtung.
Da die Infanteristen sich bei meinem Konzept von A nach B nicht in Panzern bewegen, spielt das gar keine Rolle. Darüber hinaus könnte ein KPz sogar Infanteristen transportieren, indem diese einfach auf ihm aufsitzen.
Genau genommen nicht. Man braucht schon sehr starke Minen um einen Kampfpanzer sicher auszuschalten. Was einen Kampfpanzer zerstört, zerstört auch jedes andere Fahrzeug, jeden anderen Panzertyp. Im Libanonkrieg wurde nur ein einziger Merkava durch eine Mine zerstört, und die war so stark, dass sie jedes existierende Fahrzeug zerfetzt hätte.
Ein CH-53 könnte diese Aufgabe auch übernehmen und zwar besser als der NH90, und der CH-53 ist bereits im Bestand. Gebirgsjäger gelangen von A (Flugplatz) nach B (Gebirge) entweder zur Fuß, oder per Helikopter, oder per Wiesel 2 / BV206S.
BV206S (werden bei den Gebirgsjägern bereits eingesetzt, wenn auch in geringer Zahl) sind extrem viel geländeglängiger als ein Boxer. Während der Boxer am Rande des Gebirge stehen bleiben muss, kann der BV206S noch weite Strecken mitziehen. Er ist so leicht, dass er mit CH-53 Luftverlastet werden kann (was Minen, Gebirgsflüsse und unpassierbares Terrain umgeht). Und die Absitzstärke ist größer. Ein BV206 hat eine Absitzstärke von 12 Mann, man könnte aber zur Not sogar bis zu 16 Mann in ein Fahrzeug quetschen.
Die Kanadier haben BV206S in Afghanistan bei Gebirgsjägereinsätzen sehr erfolgreich eingesetzt. Mit CH-47 luftverlastet. Die Fahrzeuge fuhren ohne Probleme weiter, als die LAV III der Kanadier schon lange fest steckten! Und wo sie nicht weiter fahren konnten, wurden sie luftverlastet.
Der LAVIII ist aber noch deutlich leichter und geländegängiger als ein Boxer (geringerer Bodendruck). Ein LAVIII wiegt gerade mal 17 Tonnen, ein GTK Boxer demgegenüber 33 Tonnen. Und trotzdem hakten die LAVIII bereits am Rand des Gebirgszuges aus. Der Bodendruck eines BV206 ist übrigens so gering (geringer als der eines Fußgängers) dass oft nicht mal Anti-Personen-Minen von ihm ausgelöst wurden.
Gebirsgjäger an Boxer zu binden, dass ist der größte Schwachsinn den die BW zur Zeit überhaupt macht.
Dem kann für den assymetrischen Krieg wie er sich zur Zeit darstellt zustimmen. Aber sollten wir uns wirklich auf diese Art von Kriegsführung überspezialisieren? Und der Boxer ist genau so eine Überspezialisierung auf genau diese Art von Kriegsführung. Das Fahrzeug zielt vom ganzen Konzept her nicht mal auf einen Sieg ab, sondern nur auf eine möglichst verlustfreie vorübergehende Präsenz ohne Sinn und ohne Zweck.
So langsam sind Kampfpanzer nicht. Und selbst in Afghanistan, gegen einen vergleichsweise schwachen Feind hat sich regelmäßig, als Regel also bewiesen: dass die Luftwaffe allein nicht in der Lage ist, den Feind sicher zu zerstören. In Afghanistan war die Luftwaffe natürlich fast immer zuerst da. Und trotzdem gingen die Kämpfe weiter. Du überschätzt daher meiner Ansicht nach einfach die Wirkung von Luftschlägen in der jetzigen Zeit, mit der jetzigen Technologie.
Dem kann ich zustimmen. Und um die Mittel dafür frei zu kriegen, wäre es sinnvoll, Systeme wie den Boxer zu streichen, und mit den freiwerdenden Geldern dann eben solche Drohnen zu beschaffen. Wie ich es schon geschrieben habe, muß jedes System zuerst mal primär aufs Kämpfen ausgerichtet sein. Drohnen die zugleich Aufklären und sofort Bekämpfen, erfüllen daher diese Anforderung, weshalb ich sie uneingeschränkt befürworte.
Man könnte dann auch problemlos größere Kaliber andenken, die rückstoßfreie Munition bzw PALR aus ein und demselben Rohr verschießen. Nehmen wir mal die israelische LAHAT.
<!-- m --><a class="postlink" href="http://en.wikipedia.org/wiki/LAHAT">http://en.wikipedia.org/wiki/LAHAT</a><!-- m -->
Die kann man aus Kanonen verschießen, aber auch aus anderen Systemen. Und eine rückstoßfreie 105mm Kanone könnte dann sowohl Kanonenmunition verschießen als auch die LAHAT. Du brauchst dann eben keinen eigenen Starter für deine PALR mehr. Das müsste deiner Doktrin der möglichst weitgehenden Vereinfachung und Zusammenlegung entsprechen, oder?!
Der Schützenpanzer hätte dann einfach nur eine Kanone und die PALR werden ebenfalls mit dieser verschossen. Als Koaxialwaffe ein SMG im Kaliber 12,7mm und ein weiteres solches SMG auf einer davon unabhängigen Waffenstation (12,7mm bieten einfach immens viel mehr Möglichkeiten als ein 7,62mm MG, ohne so viel Platz/Gewicht/Mungewicht einzunehmen wie eine MK). Der BMP-3 und der BMD-4 der Russen gehen bereits in diese Richtung.
Zitat: leider bringt der KPz die 8 Infanteristen nicht von A nach B ... also taugt er nichts für diese Aufgabe
Da die Infanteristen sich bei meinem Konzept von A nach B nicht in Panzern bewegen, spielt das gar keine Rolle. Darüber hinaus könnte ein KPz sogar Infanteristen transportieren, indem diese einfach auf ihm aufsitzen.
Zitat:dein Kampfpanzer ist ein ziemlich unsicheres Gefährt was Minen betrifft.
Genau genommen nicht. Man braucht schon sehr starke Minen um einen Kampfpanzer sicher auszuschalten. Was einen Kampfpanzer zerstört, zerstört auch jedes andere Fahrzeug, jeden anderen Panzertyp. Im Libanonkrieg wurde nur ein einziger Merkava durch eine Mine zerstört, und die war so stark, dass sie jedes existierende Fahrzeug zerfetzt hätte.
Zitat:Wieso nicht, die müssen auch von A (Flugplatz) zu ihrem Einsatzort B(Gebirge) gelangen. Fliegen wäre sicher besser aber da wartet man halt auch aufs Gerät (NH90) von EADS
Ein CH-53 könnte diese Aufgabe auch übernehmen und zwar besser als der NH90, und der CH-53 ist bereits im Bestand. Gebirgsjäger gelangen von A (Flugplatz) nach B (Gebirge) entweder zur Fuß, oder per Helikopter, oder per Wiesel 2 / BV206S.
BV206S (werden bei den Gebirgsjägern bereits eingesetzt, wenn auch in geringer Zahl) sind extrem viel geländeglängiger als ein Boxer. Während der Boxer am Rande des Gebirge stehen bleiben muss, kann der BV206S noch weite Strecken mitziehen. Er ist so leicht, dass er mit CH-53 Luftverlastet werden kann (was Minen, Gebirgsflüsse und unpassierbares Terrain umgeht). Und die Absitzstärke ist größer. Ein BV206 hat eine Absitzstärke von 12 Mann, man könnte aber zur Not sogar bis zu 16 Mann in ein Fahrzeug quetschen.
Die Kanadier haben BV206S in Afghanistan bei Gebirgsjägereinsätzen sehr erfolgreich eingesetzt. Mit CH-47 luftverlastet. Die Fahrzeuge fuhren ohne Probleme weiter, als die LAV III der Kanadier schon lange fest steckten! Und wo sie nicht weiter fahren konnten, wurden sie luftverlastet.
Der LAVIII ist aber noch deutlich leichter und geländegängiger als ein Boxer (geringerer Bodendruck). Ein LAVIII wiegt gerade mal 17 Tonnen, ein GTK Boxer demgegenüber 33 Tonnen. Und trotzdem hakten die LAVIII bereits am Rand des Gebirgszuges aus. Der Bodendruck eines BV206 ist übrigens so gering (geringer als der eines Fußgängers) dass oft nicht mal Anti-Personen-Minen von ihm ausgelöst wurden.
Gebirsgjäger an Boxer zu binden, dass ist der größte Schwachsinn den die BW zur Zeit überhaupt macht.
Zitat:Der Kampfpanzer ist allenfalls eine Ergänzung für die Drohne in einem asymmetrischen Krieg,
Dem kann für den assymetrischen Krieg wie er sich zur Zeit darstellt zustimmen. Aber sollten wir uns wirklich auf diese Art von Kriegsführung überspezialisieren? Und der Boxer ist genau so eine Überspezialisierung auf genau diese Art von Kriegsführung. Das Fahrzeug zielt vom ganzen Konzept her nicht mal auf einen Sieg ab, sondern nur auf eine möglichst verlustfreie vorübergehende Präsenz ohne Sinn und ohne Zweck.
Zitat:Das Geld kannst du dir sparen, bis die Riesenkiste vor Ort ist, ist die Luftwaffe 10x dort.
So langsam sind Kampfpanzer nicht. Und selbst in Afghanistan, gegen einen vergleichsweise schwachen Feind hat sich regelmäßig, als Regel also bewiesen: dass die Luftwaffe allein nicht in der Lage ist, den Feind sicher zu zerstören. In Afghanistan war die Luftwaffe natürlich fast immer zuerst da. Und trotzdem gingen die Kämpfe weiter. Du überschätzt daher meiner Ansicht nach einfach die Wirkung von Luftschlägen in der jetzigen Zeit, mit der jetzigen Technologie.
Zitat:Man hat einfach viel zu wenig Drohnen von diesem Typ / die Abdeckung ist minimal, im Vergleich zu dem was man haben müsste.
Dem kann ich zustimmen. Und um die Mittel dafür frei zu kriegen, wäre es sinnvoll, Systeme wie den Boxer zu streichen, und mit den freiwerdenden Geldern dann eben solche Drohnen zu beschaffen. Wie ich es schon geschrieben habe, muß jedes System zuerst mal primär aufs Kämpfen ausgerichtet sein. Drohnen die zugleich Aufklären und sofort Bekämpfen, erfüllen daher diese Anforderung, weshalb ich sie uneingeschränkt befürworte.