01.10.2010, 13:48
Quintus Fabius schrieb:Wo betreibt die Afghanische Armee IT Lastige Kriegsführung?!
Gerade der Krieg in Afghanistan ist ein Kampf in dem die moderne IT Technologie bei den Afghanen gar nicht eingesetzt und bei uns nur wenig zum zur Wirkung kommt und gerade deshalb weil wir uns zu abhängig gemacht haben davon scheitern wir dort so oft. Der Partisanenkrieg in Afghanistan ist eine Arbeit der Infanterie auf niedrigem technologischem Niveau. Und gerade weil wir das Kämpfen auf diesem Niveau nicht mehr beherrschen versagen wir dort so extrem.
Irgendwie reden wir gerade konsequent aneinander vorbei. Ich bin getrennt auf die allgemeine Situation, jene in einigen islamisch geprägten Ländern und die Situation in Afghanistan eingegangen. Jedenfalls wollte ich mich so verstanden wissen. In Afghanistan sehe ich, wie in jedem anderen Land, eine potentiell sehr bedeutende Rolle für Frauen bei der Polizei. Beispielsweise für Hausdurchsuchungen, Personenkontrollen oder generell für den Zutritt in Bereiche, die Frauen vorbehalten sind.
Zitat:In diesem Strang geht es aber nicht um Polizeikräfte sondern um die Afghanische Armee. Über Polizei habe ich mich nirgends geäußert.
Das ergänzt sich in solchen Ländern aber. Bei der regulären Infanterie braucht es keine Frauen, weder hier noch dort.
Zitat:Die Afghanische Armee hätte eigentlich kein Problem, qualifzierte gute junge Männer zuhauf zu rekrutieren, wenn sie denn gut bezahlen würde. Das primäre Problem der Afghanischen Streitkräfte ist es, daß die Offiziere völlig korrupt sind und selbst noch die geringen Löhne unterschlagen die gezahlt werden.
Das ist mEn nicht ursächlich auf die Korruption der Offiziere zurück zu führen. Der bewaffnete Konflikt wurde dort zum Business (so viele andere Wirtschaftszweige gibts ja nicht) und beruht nicht auf einer moralischen Aufgabe. Die Besatzungstruppen bezahlen nicht-afghanischem Personal horrende Summen und die Afghanen im Verhältnis zu anderweitig verfügbaren zivilen Tätigkeiten gut, die Warlords zahlen teilweise noch sehr viel mehr. Wo jetzt wer für wen und warum gegen wen kämpft ist sicherlich nicht für jeden in jedem Gefecht besonders wichtig. Insofern ist es völlig klar, dass sich nicht jeder gleich ein Bein raus reisst. Aufgrund der unklaren Verhältnisse, geht all den nicht-Überzeugungstätern vieles wohl schlicht und ergreifend am Arsch vorbei. Wirklich gefährlich sind für die eine oder andere Seite als jene die aus voller Überzeugung agieren. Das sind i.d.R. keine Afghanen.
Zitat:Ad extremum: Die Soldaten müssen beispielsweise ihre Offiziere regelmäßig bestechen um nicht in Kampfeinsätze geschickt zu werden die von denselben Offizieren so angelegt werden das die eigenen Soldaten dann dort umkommen.
Letzteres kann ich mir nur schwerlich vorstellen, wobei der westlich geführte Afghanistaneinsatz als Solches einem ähnlichen Konzept zu unterliegen scheint.
Zitat:Was also dient in der Afghanischen Armee?! Grob vereinfach gesagt der letzte Abschaum. Kiffer und Drogensüchtige deren Kampfwert gegen Null tendiert.
Drogensüchtig sind wahrscheinlich 2/3 der afghanischen Bevölkerung. Man kann es ihnen auch nur schwer verübeln, dass viele Soldaten der afghanischen Armee ein Desinteresse an diesem sinnbefreiten Konflikt zeigen.
Zitat:In keinem militärischen Geschehen in Afghanistan machen Frauen als Kämpfer irgendeinen Sinn.
s.o.