24.12.2009, 13:39
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Zitat:Nach dem Tod von Großajatollah Montaseridie Kritik des Klerus ist gerade für die Regierung eines Staates, der sich als theologische Republik begreift, vernichtend.
Proteste im Iran weiten sich aus
Nach dem Tod von Großajatollah Montaseri reißen die Proteste gegen die iranische Regierung nicht ab. In mehreren Städten kam es nach Angaben der Opposition zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Anhänger der Regierung griffen das Haus von Großajatollah Sanei an.
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Sanei hatte wiederholt Position gegen den erzkonservativen Staatspräsidenten bezogen und zusammen mit drei weiteren Großajatollahs - unter ihnen auch Montaseri - die umstrittenen Präsidentenwahlen im Juni kritisiert. Im Iran gibt es derzeit etwa zehn anerkannte Großajatollahs. Sie nehmen den höchsten Rang in der schiitischen Klerikerhierarchie ein.
Sanei als möglicher Nachfolger Montaseris
Der 1937 in Isfahan geborene Sanei gilt als möglicher Nachfolger von Montaseri, der als der anerkannteste Theologe Irans galt.
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Die Ausschreitungen gegen Großajatollah Sanei unterstreichen die politische Entwicklung der letzten Monate, wonach die Regierung von Präsident Mahmud Ahmadinedschad militarististische Züge annimmt und zu großen Teilen der Theologenschaft auf Distanz geht.
Stand: 23.12.2009 15:12 Uhr