05.12.2009, 13:10
langsam rückt Südafrika wieder ins Blickfeld der inernationalen Öffentlichkeit, Zeit, den Strang wieder zu beleben - mit folgendem Bericht:
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Zitat:Vor der Fußball-WM
Hoffnung am Kap
Von Thomas Scheen, Johannesburg
05. Dezember 2009
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Mit der Weltmeisterschaft verknüpft das Land große Hoffnungen. Mit der Ausrichtung des Turniers will Südafrika sich als Urlaubsland empfehlen und die Zahl der Touristen deutlich steigern. Südafrikanische Banken erwarten in den kommenden Jahren ein Wirtschaftswachstum von bis zu 2,7 Prozent.
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Eine Weltmeisterschaft ohne Rendite wäre für Südafrika eine Katastrophe. Das Land erlebt die erste Rezession seit siebzehn Jahren; ihr sind bisher mehr als eine Million Arbeitsplätze zum Opfer gefallen. Vor dem Hintergrund einer Arbeitslosenquote von offiziell 27 Prozent und inoffiziell 43 Prozent ist das verheerend. Die Leitzinsen haben sich in den vergangenen zwei Jahren um nahezu fünfzig Prozent verteuert, und niemandem sitzt mehr der Geldbeutel locker.
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Der Stadtrat von Johannesburg musste seinen Haushalt für das kommende Jahr um 100 Millionen Euro kürzen, um die Fertigstellung des sündhaft teuren Soccer City Stadium zu finanzieren. Gespart wird nun bei den Verwaltungskosten und bei städtischen Wohlfahrtsprogrammen. Mit anderen Worten: bei den Armen.
Dabei gärt es in den Townships landauf, landab. Seit fünfzehn Jahren warten die Menschen dort auf das Einlösen der Versprechen, die ihnen die erste schwarze Regierung nach dem Ende der Apartheid gegeben hat: bessere Häuser und menschenwürdige Arbeit. Davon ist nicht viel zu sehen. Und deshalb vergeht kaum eine Woche ohne gewaltsame Zusammenstöße zwischen frustrierten Slumbewohnern und Sicherheitskräften. Manche prophezeien, die Weltmeisterschaft werde das letzte Aufleuchten Südafrikas sein, bevor das Land endgültig von seinen gewaltigen sozialen Ungerechtigkeiten nach unten gezogen wird.
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