23.09.2007, 16:58
ein ausführlicher Bericht im MF
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Zitat:Zu einem in der Geschichte der südafrikanischen Marine bisher einmaligen Triumph gestaltete sich die Teilnahme des U-Bootes MANTHAHISI an einer Übung mit einem NATO-Einsatzverband.(ganzer Text, da MF und nur kurz im Netz)
Als die SNMG-1 im Rahmen ihrer Afrikaumrundung Anfang September Südafrika besuchte, bot dies Anlass, auch eine gemeinsame Übung durchzuführen. Die mehrtägige Übung Amazolo ging inhaltlich weit über die sonst üblichen Passexe hinaus, bei denen man sich meist auf Formationsfahren, SAR und Fernmeldeaspekte beschränkt. In taktisch anspruchsvollen Szenarien führte man gemeinsam u.a. U-Jagdübungen und Schießabschnitte durch.
In einem Übungsabschnitt sollten Überwasserschiffe (neben fünf Kampfschiffen des NATO-Verbandes die südafrikanischen MEKO-Fregatten AMATOLA und ISANDLWANA) gemeinsam ein „High Value Target“ (dargestellt durch den deutschen Tanker SPESSART) gegen U-Boote sichern. Angreifer war das erst im vergangenen Jahr in Dienst gestellte U-Boot MANTHATISI. Das in Deutschland gebaute S-101 ist das erste von drei Neubauten, die im Rahmen eines umfassenden Programms zur Modernisierung der südafrikanischen Marine die aus den 60-er Jahren stammenden, inzwischen ausgemusterten U-Boote der DAPHNE-Klasse ersetzen.
Die getaucht 1.450 ts verdrängenden drei U-Boote sind die derzeit modernste Version der diesel-elektrischen Klasse 209/1400 mod. Mit modernster Sensorik und einem integrierten Waffeneinsatz- und Führungssystem ausgerüstet sowie extrem leise, sind sie vor allem für Aufklärungs- und Überwachungsaufgaben optimiert.
Dass dies keine bloßen Behauptungen aus einer Hochglanz-Werbebroschüre sind, stellte die MANTHATISI nun nachdrücklich unter Beweis. Wie der südafrikanische Verteidigungsminister Mosiuoa Lekota nach der Übung stolz vor der Presse berichtete, habe das südafrikanische U-Boot unerkannt den Sicherungsring der Fregatten und Zerstörer durchbrochen, mit simulierten Torpedoschüssen das „High Value Target“ vernichtet und danach der Reihe nach auch alle anderen Schiffe versenkt. Informationen zufolge soll die MANTHATISI von den Sonargeräten der Schiffe erst in einer Entfernung von 700 yards geortet worden sein.
Trotz schwieriger hydrographischer Bedingungen, schwerer See im Übungsgebiet und Übungskünstlichkeiten muss dieser Erfolg beeindrucken, und nicht nur bei der südafrikanischen Marine dürfte man sich darüber freuen. Zum einen hat die intensive Ausbildung der Besatzung beim deutschen AZU wohl ihren Teil dazu beigetragen. Zum anderen aber kann sich auch U-Boothersteller TKMS (bzw. HDW) keine bessere Werbung für sein Exportdesign wünschen. Die MANTHATISI hat eindrucksvoll die besonderen Fähigkeiten und die Überlegenheit kleiner, nicht-nukleargetriebener U-Boote in einem küstennahen Einsatzumfeld (Littoral Warfare) unterstrichen. Auf dem Flaggschiff der SNMG-1, dem auch an der Übung beteiligten US-Kreuzer NORMANDY, dürfte das Ergebnis von Amazolo allerdings eher nachdenklich stimmen.