(See) Next Generation Frigate F127 (F124 Nachfolger)
(03.05.2026, 18:18)Milspec_1967 schrieb: Da sind klar erkennbar etliche Türen nach außen zum Deck... Da ist also definitiv lviel uft... Und vermutlich nur ein sinnloser Gang, um trocken zur VLS Wartung und halbwegs trocken zu MASS und 12,7 bzw MLG zu gelangen.
Jaja, wer kennt ihn nicht, all den sinnlos vorgehaltenen Luftraum auf Kriegsschiffen? Dodgy
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(03.05.2026, 18:52)Broensen schrieb: Jaja, wer kennt ihn nicht, all den sinnlos vorgehaltenen Luftraum auf Kriegsschiffen? Dodgy

Ich frsg mal nach wen ich in WHV bin Cool
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(03.05.2026, 13:37)Ottone schrieb: "Versschenkt" ist der Raum ganz bestimmt nicht, wir wissen nur nicht was da alles drin ist. Mit 3x8 wäre die F126 übrigens genau im Bereich der anderen ähnlichen Projekt.
Genau das! Vergleicht man diesen Aspekt mit anderen als ASW geplanten Fregatten wie Type 26, dem niederländischen noch namenlosen Pendant oder auch der Admiral Ronarc'h Klasse ist die F126 hinsichtlich der VLS-Anzahl nicht wesentlich schlechter aufgestellt. Die 42 RAM darf man nicht vergessen!
Hatten wir hier aber auch alles schon.
In wie fern das für Schiffe dieser Größe perspektivisch zu wenig ist (und was überhaupt für die Aufgabe benötigt wird) darf trotzdem diskutiert werden. Ist aber kein reines F126 Problem.
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(04.05.2026, 10:54)C-152 schrieb: Vergleicht man diesen Aspekt mit anderen als ASW geplanten Fregatten wie Type 26, dem niederländischen noch namenlosen Pendant oder auch der Admiral Ronarc'h Klasse ist die F126 hinsichtlich der VLS-Anzahl nicht wesentlich schlechter aufgestellt.
Es ging in dem Fall allerdings (offtopic) nicht um die F126 als ASW-, sondern als AAW-Einheit im Sinne des Strang-Untertitels "F124-Nachfolger".
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(04.05.2026, 11:20)Broensen schrieb: Es ging in dem Fall allerdings (offtopic) nicht um die F126 als ASW-, sondern als AAW-Einheit im Sinne des Strang-Untertitels "F124-Nachfolger".

Korrekt.... Es geht darum ob F-126 durch verzicht auf ASW Flex, Container Flex an Deck und Nutzung jeglichen "verdchenkten" Raums irgendwie 64 VLS als AAW tragen kann (weniger als 64 ist keine Resilienz im Kampf)
32 vorne und 32 Mittschiffs sollten ohne massive (ich betone massiv...für leichte bis nittlere Konstruktions Änderung haben wir ja 2 Jahre Zeit... Zulauf wäre real erst 2033 aufwärts...
Konstruktion Änderungen möglich sein... Und der Bau soll ja laut Rheinmetall inzwischen mit Wegfall unnützer Vorschriften nur 3-4 Jahre dauern.

Füf alles AAW ohne BMD reicht sogsr das jetzige Radar (TRS 4D Fixed und APAR Bl2) durchaus aus.
Ggf sollte man die Einrüstung von TRS4D LR ROT statt TRS 4D oder APAR prüfen... Dann hätte man auch BMD.

Einzig die jetzt von der Blonden beleifigten Leberwurst in Washington verweigerten SM6 bedeuten Neudenken bei den LfK/VLS.
Hydef muss massiv bedchleunigt werden (sofern es in MK41 passt)... Oder in SYLVE integriert werden
Ggf muss SYLVER mit Aster BMD eben statt 32 MK 41 eingrebaut werden.
Dem Radar sollte der LfK egal sein.
Problem idt dann das CMS... Aster geht nur mit Frankreich CMS, aber nicht mit CMS330.

Beste Lösung :
DEUTSCHES VLS entwickeln von DIEHL, LM CDN etc ASAP bis 2030 für
- CMS330
- IRIS T SLM und SLX.
- HYDEF
Damit wäre AAW nkl BMD rein deutsch auf einer F-126AA ,oder F-127 abgedeckt.
Plus:
- Integration von Long range naval Land Attack (mit UK zusammen ja als Land System geplant.) forcieren.
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Kann mir eigentlich mal irgendjemand verraten, was hier alle mit dem CMS-330 haben? Dafür, dass sich hier regelmäßig über Tacticos, Setis und ANCS echauffiert wird, wie ungeeignet diese Systeme doch für einen MAD sind, ist das CMS-330 eine ausgesprochen merkwürdige Alternative. Denn von den genannten Systemen ist das CMS-330 wohl das mit Abstand am wenigsten darauf Zugeschnittene. Spock

PAAMS ok, SADOC 4 meinetwegen, aber warum das CMS-330? Da können wir genauso gut bei ANCS bleiben.
Wir beschaffen das System nicht weil es so leistungsstark ist, sondern weil wir den Kanadiern U-Boote verkaufen wollen und es sonst keine kanadischen Rüstungsgüter gab, die sich irgendwie in unsere Streitkräfte integrieren ließen. Und vermutlich weil man sich die Integration von Fremdkörpern hat aufschwatzen lassen...
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(04.05.2026, 16:29)DopePopeUrban schrieb: Kann mir eigentlich mal irgendjemand verraten, was hier alle mit dem CMS-330 haben? Dafür, dass sich hier regelmäßig über Tacticos, Setis und ANCS echauffiert wird, wie ungeeignet diese Systeme doch für einen MAD sind, ist das CMS-330 eine ausgesprochen merkwürdige Alternative. Denn von den genannten Systemen ist das CMS-330 wohl das mit Abstand am wenigsten darauf Zugeschnittene. Spock

PAAMS ok, SADOC 4 meinetwegen, aber warum das CMS-330? Da können wir genauso gut bei ANCS bleiben.
Wir beschaffen das System nicht weil es so leistungsstark ist, sondern weil wir den Kanadiern U-Boote verkaufen wollen und es sonst keine kanadischen Rüstungsgüter gab, die sich irgendwie in unsere Streitkräfte integrieren ließen. Und vermutlich weil man sich die Integration von Fremdkörpern hat aufschwatzen lassen...

CMS330 ist wenig verbreitet... Aber mit QUELLOFFENEN Schnittstellen versehen.
Waffen und sensoren Hersteller können modular ihre "internen" black box systeme frei Algorithmus programmiert, verschlüsselt berrchbrt, "anflanschen." .. Nur die Daten zur Schnittstelle ("ZIEL UND WAFFEN PARAMETER) müssen open sorce sei und an CMS330 angedockt werden über due erwähnten quelloffenen Schnittstellen
Diese, (Ziel8 daten sind aber oft eh flüchtig und keine geheimen Algorithmen mehr.

So verstehe ich CMS330.

Bislang gibt es aber kaum angebundene Systeme, wekl kriner das hst bzw den potentiellen Kunden der Aufwand zu hoch wsr, ds selbst zu programmieren.
(ne 100% Blackbox von ASTER/Thales oder AEGIS zu kaufen ist sinpler, gell...)

Mit der deutschen Marine kann sich das ändern... Ob mit oder ohne AEGIS als Übdrang CMS in F-127.
CMS330 ist keine kurzfristige taktische Not Entscheidung, sondern eine strategische Zusammenarbeit mit Kanada auf Regierungs Ebene... Das ist was für 2045 (F-129...F-130...Nachrüstung F-126/F-125)
Es idt eben weltweit das einzige Waffen CMS mit quelloffenen Schnittstellen.
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(04.05.2026, 17:04)Milspec_1967 schrieb: [...]

So verstehe ich CMS330.
Das, mein Lieber, trifft auf so ziemlich jedes Export-orientierte CMS dieser Welt zu. Systemoffenheit findest du auch im Saab 9LV, die findest du in ANCS, die findest du in Tacticos, in INTeACT, in Athena, selbst SEWACO hatte das schon.

Das ist kein Argument für das CMS-330, lediglich gegen kontextual geschlossenere Systeme wie SETIS, SADOC, SCOMBA oder AEGIS.

Was im übrigen auch nur dann zutrifft, wenn man regelmäßigen Zufluss an neuen Komponenten hat. Bzw etwas fieser Formuliert, wenn man die Bestände ums verrecken nicht vereinheitlicht. Ansonsten nützt einem Systemoffenheit wenig. Systemgeschlossenheit bedeutet in den meisten Fällen einfach nur, dass Integrationsarbeiten länger dauern und mehr kosten. Technische "Unintegrierbarkeit" gibt es zwar, ist aber äußerst selten und braucht eigentlich einen gesamten geschlossenen Systemkomplex, nicht bloß eine fokussierte Software.
Zitat:(ne 100% Blackbox von ASTER/Thales oder AEGIS zu kaufen ist sinpler, gell...)
Moment mal, gehst du davon aus, dass deutsche Rüstungsprodukte die durch die private Wirtschaft entstehen, für die Bundeswehr vollständig einsehbar sind? Denn falls ja, ist das absolut, endgültig und zu 100% nicht der Fall. Es geht nicht darum, ob es Blackboxen gibt sondern durch wen sie entstehen und welche Bereiche sie betreffen.
Zitat:Mit der deutschen Marine kann sich das ändern... Ob mit oder ohne AEGIS als Übdrang CMS in F-127.
CMS330 ist keine kurzfristige taktische Not Entscheidung, sondern eine strategische Zusammenarbeit mit Kanada auf Regierungs Ebene... Das ist was für 2045 (F-129...F-130...Nachrüstung F-126/F-125)
Mit anderen Worten wir europäisieren/verdeutschen die DM auf der Effektor- und Sensorikseite um von den Vereinigten Staaten unabhängiger zu werden, aber halten an der Abhängigkeit durch das CMS, durch das uns die Vereinigten Staaten im Zweifel immer noch den Saft abdrehen könnten weil wir auch da, wie bei jedem CMS üblich, nur einen Teil des Quellcodes erhalten, fest, damit die Kanadier unsere U-Boote kaufen?

Gott segne die heimische Rüstungsindustrie? Wir können doch nicht unsere strategische Autonomie verkaufen, nur damit TKMS 6-12x Boote an Kanada abdrücken kann. Mir doch egal was TKMS davon hält, ich bin Deutscher, kein Aktionär. Im Zweifel gehen sie halt Pleite (was nicht passiert aber ich würde mich scheckig lachen) und man macht einen Staatskonzern daraus. Das wäre strategisch gesehen sowieso recht sinnvoll Big Grin
Zitat:Es idt eben weltweit das einzige Waffen CMS mit quelloffenen Schnittstellen.
Quelloffene Schnittstellen gibts soweit ich das verstehe nicht, es gibt Quelloffenheit (also die Möglichkeit tief (aber meist nicht zu 100%) in einen Code einsehen und darin Änderungen vornehmen zu können) und es gibt Schnittstellen, was einfach nur die Gestaltung der Systemarchitektur betrifft.
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Die Kanadier nutzen CMS 330 für die River Klasse in Kombination mit AEGIS.

Wir nutzen CMS 330 für die F127 in Kombination mit AEGIS.

In dieser Kombination gibt es international keine Alternative.
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(04.05.2026, 15:14)Milspec_1967 schrieb: Aster geht nur mit Frankreich CMS, aber nicht mit CMS330.
Aster sind nicht an ein französisches CMS gebunden, sondern an PAAMS, das trinational (FR,GB,IT) ist und sowohl mit SETIS, als auch mit SADOC-4 und dem BAE CMS eingesetzt wird, jeweils in Kombination mit unterschiedlichen Radaren.
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(04.05.2026, 17:46)DopePopeUrban schrieb: Mit anderen Worten wir europäisieren/verdeutschen die DM auf der Effektor- und Sensorikseite um von den Vereinigten Staaten unabhängiger zu werden, aber halten an der Abhängigkeit durch das CMS, durch das uns die Vereinigten Staaten im Zweifel immer noch den Saft abdrehen könnten weil wir auch da, wie bei jedem CMS üblich, nur einen Teil des Quellcodes erhalten, fest, damit die Kanadier unsere U-Boote kaufen?

Gott segne die heimische Rüstungsindustrie? Wir können doch nicht unsere strategische Autonomie verkaufen, nur damit TKMS 6-12x Boote an Kanada abdrücken kann. Mir doch egal was TKMS davon hält, ich bin Deutscher, kein Aktionär. Im Zweifel gehen sie halt Pleite (was nicht passiert aber ich würde mich scheckig lachen) und man macht einen Staatskonzern daraus. Das wäre strategisch gesehen sowieso recht sinnvoll Big Grin
Quelloffene Schnittstellen gibts soweit ich das verstehe nicht, es gibt Quelloffenheit (also die Möglichkeit tief (aber meist nicht zu 100%) in einen Code einsehen und darin Änderungen vornehmen zu können) und es gibt Schnittstellen, was einfach nur die Gestaltung der Systemarchitektur betrifft.

CMS 330 ist NICHT 100% USA.!

Es untersteht kanadischen Rechten, wurde dort entwickelt. .
Zudem wurde AEGIS durch LM an das kanadische Ursprungs System angebaut, nicht umgekehrt!
https://ottawacitizen.com/news/national/...-war-ships
Idt auch in CDN nicht unumstritten... Aber nur do gibt es JJETZT BMD auf kanadischen Schiffen
(und komm mir bitte keiner damit Frankreich hätte was gleichwertiges)

Befeutet, die AEGIS Komponrnte von CMS330 kann bei NICHT AEGIS Schiffen voll weg bleiben... Abrr mit AEGIS / SPY geht eben nur das, Original.. Mkt voller US Kontrolle... Oder dss Tochter Derivat, zumi fedt mit erheblicher kanhadischer Kontrolle
Wenn die USA...oder besser deren gestörte Präsidenten, wie Trump, den Zugriff auf AEGIS verweigern , fkt zumindest alles andere.

Und das heißt ggf auch : Mit dem EU Sekundär Radsr (was immer das auch ist, wircwisden es nicht) kann möglicherweise zukünftig alles außer BMD gesteuert werden.wenn dafür von D/CDN für CMS330 programmiert wird.

Bleibt immer noch die Frage wie bei F-35, ob es einen kill switch des US Präsidenten gibt.
(Das das gesamte Parlament der USA Europa den Russen ausliefert will ich sehen... )
Nun... Gibt es ihn... und nutzen die USA diesen gegen ihre Kunden, WIRD NIEMAND MRHR WELTWEIT JEMALS WAFFEN IN DEN USA KAUFEN... So viel steht wohl fest... ohne Prophet zu sein.

Warten wir ab, ob der Irre in Washington und deine Perverse Clique nicht nach den mids und zur nächsten Präsidenten Wahl so richtig einen in die Fresse bekommt.
Stärke der EU im Zoll und Handels krieg kann auch den US Bürgern zeigen, wie abhängig sie von uns sind.
Und wenn gar nix hilft... Trupoen Statut kündigen, Ramstein, gräfenwöhr etc den Strom und Wasser abschalten... Landerechte ubd überglugrechte entziehen, wie Spanien.
Wer kein Freund mehr ist, muss seinen Diktatur Arsch eben aus Europa raus bewegen.
Und ich hoffe, dass es in Washington noch ein paar Vernünftige gibt, die das begreifen und den von Putin erpressten US Adolf stürzen....
Ich glaube dss allerdings nicht... Ich denke Amerikaner sind nach meiner beruflichen Erfahrung im Allgemeinen, arrogante dumme, ungebildete Menschen, oft religiöse Fanatiker.wie Vance und Hegseth.. Darin den Den iranern gar nicht unähnlich.
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(04.05.2026, 20:54)Milspec_1967 schrieb: CMS 330 ist NICHT 100% USA.!

Es untersteht kanadischen Rechten, wurde dort entwickelt. .
Zudem wurde AEGIS durch LM an das kanadische Ursprungs System angebaut, nicht umgekehrt!
https://ottawacitizen.com/news/national/...-war-ships
Ich versuchs mal nach bestem Gewissen zu erklären.
Auch um eine Grundlage für den zukünftigen Diskurs rund um das CMS-330 zu schaffen.
——

Warum bringt uns das CMS-330 in das selbe (politische) Abhängigkeitsverhältnis, wie AEGIS?

Vereinfacht gesagt liegt das an der Herkunft des Systems, denn der definierende Faktor in diesem Sachverhalt ist nicht die AEGIS-„Anbindung“ (die keine Anbindung ist da das CMS lediglich als Interface Anwendung findet aber das sind jetzt Details), sondern der Hersteller.

Das CMS-330 ist ein von Lockheed Martin Canada entwickeltes Combat Management System, soweit so gut.
Was ist Lockheed Martin Canada?

Lockheed Martin Canada (fortwährend LMC) ist eines von insgesamt 3x „International Units“ des US-Konzerns Lockheed Martin (fortwährend LM), ansässig in Ottawa und geführt von Kristen Leroux in der Rolle des CEO. LMC ist eine unter kanadisches Recht fallende Tochterfirma LMs und befindet zu 100% in dessen Besitz. In Kanada ist es verantwortlich für den Vertrieb und den Unterhalt von Produkten des Mutterkonzerns an und in den kanadischen Streitkräften, sowie (teilweise) außerhalb Kanadas.
——

Jetzt zu dem Punkt, den du (und auch andere hier) glaube ich nicht verstehen.

Nehmen wir mal folgenden Fall an:
Im Status Quo sind X-Einheiten der deutschen Marine mit dem CMS-330 ausgerüstet, andere mit AEGIS und dem CMS-330 Interface. Die Marine ist (wie beim Export eines CMS üblich) mit einigen grundlegenden Fähigkeiten für den Unterhalt ausgestattet worden und kooperiert mit LMC der als Support-Dienstleister agiert (was ebenfalls üblich ist). Eine 100%-ige Öffnung des Quellcodes findet nicht statt, was in 100% der Fälle auch üblich ist, damit das System vom Kunden nicht reproduziert oder geschäftsschädigend analysiert werden kann.

Nach Monaten des Streits zerwerfen sich Washington und Berlin endgültig. Von amerikanischer Seite aus wird, vielleicht als Druckmittel, vielleicht als Kurzschlussreaktion, vielleicht auch aus Laune, die Unterstützung der Bundeswehr von politischer und wirtschaftlicher Seite eingestellt. Bestellungen werden gestrichen, Verträge laufen aus, lokale Dienstleister geben ihre Standorte in Deutschland auf.

Lockheed Martin erhält ebenfalls diese Anweisung und leistet dem Folge. Die Bestellungen für weitere F-35 gestrichen, der Lockheed Martin Workshop in Wilhelmshaven stellt die Wartungs- und Unterhaltsarbeiten an Schiffen der Marine ein. Und das schließt das CMS-330 mit ein.

Warum ist das so, schließlich ist das doch ein „kanadisches“ CMS?
Rein rechtlich stimmt das auch, Washington hat auf der rechtlichen Ebene keine Möglichkeit, die Supportleistungen für das CMS-330 zu unterbinden… aber Lockheed Martin kann das.
Denn obgleich sie rechtlich gesehen zu nichts gezwungen sind, steht es dem Lockheed Martin Konzern völlig frei, im Rahmen einer Firmeninternen Entscheidung die Dienstleistungen für den Kunden Deutschland einzustellen. Exit-Klausel in Anspruch nehmen und auf nimmer Wiedersehen. Und dabei ist vollkommen egal, ob LMC das will oder nicht, da es sich in 100%igen Besitz LMs befindet. Wenn das lokale Management nicht so will wie der Mutterkonzern, geht der Vorstand am nächsten Tag völlig unerwartet in den Frühruhestand und wird durch „geeignetere“ (linientreue) Alternativen ersetzt, denn LMC ist nicht Kanada gegenüber sondern nur LM gegenüber verpflichtet. Das gilt im übrigen für so gut wie jedes Mutterkonzern-Tochterfirma-Gefüge, willkommen im Grundkurs Kapitalismus und Unternehmensstruktur.

Und Lockheed Martin hat in diesem Szenario jeden Grund, diesen Schritt zu gehen, denn sonst ist Washington böse mit ihnen. Und man will nicht, dass Washington böse auf Lockheed Martin ist denn Washington, präziser das MoW, verantwortet über 75% des Unternehemnsumsatzes.

Deswegen ist das CMS-330 in unserem Kontext kein kanadisches CMS.
Es ist das CMS einer in Kanada ansässigen Tochterfirma eines amerikanischen Unternehmens.
Großer Unterschied.
——

Soweit einleuchtend?
——
Zitat:Idt auch in CDN nicht unumstritten... Aber nur do gibt es JJETZT BMD auf kanadischen Schiffen
(und komm mir bitte keiner damit Frankreich hätte was gleichwertiges)
In Anbetracht dessen, dass das CMS-330 auf den CSC lediglich als Interface Anwendung findet, dass wie das Saab 9LV in Australien einfach nur Optik und Bedienung des AWS ändert, verstehe ich diesen Punkt nicht.
Zitat:Und das heißt ggf auch : Mit dem EU Sekundär Radsr (was immer das auch ist, wircwisden es nicht) kann möglicherweise zukünftig alles außer BMD gesteuert werden.wenn dafür von D/CDN für CMS330 programmiert wird.
Ich glaube es bis kein einziges Schiff auf dieser Welt, dass verschiedene Sensorik über zwei verschiedene aber paralle arbeitende CMS verwendet. Sowas dürfte technisch defacto unmöglich sein, alleine schon weil es keine Grenze zwischen „Alles außer BMD“ und BMD gibt,
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(04.05.2026, 22:36)DopePopeUrban schrieb: Ich versuchs mal nach bestem Gewissen zu erklären.
Auch um eine Grundlage für den zukünftigen Diskurs rund um das CMS-330 zu schaffen.
——

Warum bringt uns das CMS-330 in das selbe (politische) Abhängigkeitsverhältnis, wie AEGIS?

Vereinfacht gesagt liegt das an der Herkunft des Systems, denn der definierende Faktor in diesem Sachverhalt ist nicht die AEGIS-„Anbindung“ (die keine Anbindung ist da das CMS lediglich als Interface Anwendung findet aber das sind jetzt Details), sondern der Hersteller.

Das CMS-330 ist ein von Lockheed Martin Canada entwickeltes Combat Management System, soweit so gut.
Was ist Lockheed Martin Canada?

Lockheed Martin Canada (fortwährend LMC) ist eines von insgesamt 3x „International Units“ des US-Konzerns Lockheed Martin (fortwährend LM), ansässig in Ottawa und geführt von Kristen Leroux in der Rolle des CEO. LMC ist eine unter kanadisches Recht fallende Tochterfirma LMs und befindet zu 100% in dessen Besitz. In Kanada ist es verantwortlich für den Vertrieb und den Unterhalt von Produkten des Mutterkonzerns an und in den kanadischen Streitkräften, sowie (teilweise) außerhalb Kanadas.
——

Jetzt zu dem Punkt, den du (und auch andere hier) glaube ich nicht verstehen.

Nehmen wir mal folgenden Fall an:
Im Status Quo sind X-Einheiten der deutschen Marine mit dem CMS-330 ausgerüstet, andere mit AEGIS und dem CMS-330 Interface. Die Marine ist (wie beim Export eines CMS üblich) mit einigen grundlegenden Fähigkeiten für den Unterhalt ausgestattet worden und kooperiert mit LMC der als Support-Dienstleister agiert (was ebenfalls üblich ist). Eine 100%-ige Öffnung des Quellcodes findet nicht statt, was in 100% der Fälle auch üblich ist, damit das System vom Kunden nicht reproduziert oder geschäftsschädigend analysiert werden kann.

Nach Monaten des Streits zerwerfen sich Washington und Berlin endgültig. Von amerikanischer Seite aus wird, vielleicht als Druckmittel, vielleicht als Kurzschlussreaktion, vielleicht auch aus Laune, die Unterstützung der Bundeswehr von politischer und wirtschaftlicher Seite eingestellt. Bestellungen werden gestrichen, Verträge laufen aus, lokale Dienstleister geben ihre Standorte in Deutschland auf.

Lockheed Martin erhält ebenfalls diese Anweisung und leistet dem Folge. Die Bestellungen für weitere F-35 gestrichen, der Lockheed Martin Workshop in Wilhelmshaven stellt die Wartungs- und Unterhaltsarbeiten an Schiffen der Marine ein. Und das schließt das CMS-330 mit ein.

Warum ist das so, schließlich ist das doch ein „kanadisches“ CMS?
Rein rechtlich stimmt das auch, Washington hat auf der rechtlichen Ebene keine Möglichkeit, die Supportleistungen für das CMS-330 zu unterbinden… aber Lockheed Martin kann das.
Denn obgleich sie rechtlich gesehen zu nichts gezwungen sind, steht es dem Lockheed Martin Konzern völlig frei, im Rahmen einer Firmeninternen Entscheidung die Dienstleistungen für den Kunden Deutschland einzustellen. Exit-Klausel in Anspruch nehmen und auf nimmer Wiedersehen. Und dabei ist vollkommen egal, ob LMC das will oder nicht, da es sich in 100%igen Besitz LMs befindet. Wenn das lokale Management nicht so will wie der Mutterkonzern, geht der Vorstand am nächsten Tag völlig unerwartet in den Frühruhestand und wird durch „geeignetere“ (linientreue) Alternativen ersetzt, denn LMC ist nicht Kanada gegenüber sondern nur LM gegenüber verpflichtet. Das gilt im übrigen für so gut wie jedes Mutterkonzern-Tochterfirma-Gefüge, willkommen im Grundkurs Kapitalismus und Unternehmensstruktur.

Und Lockheed Martin hat in diesem Szenario jeden Grund, diesen Schritt zu gehen, denn sonst ist Washington böse mit ihnen. Und man will nicht, dass Washington böse auf Lockheed Martin ist denn Washington, präziser das MoW, verantwortet über 75% des Unternehemnsumsatzes.

Deswegen ist das CMS-330 in unserem Kontext kein kanadisches CMS.
Es ist das CMS einer in Kanada ansässigen Tochterfirma eines amerikanischen Unternehmens.
Großer Unterschied.
——

Soweit einleuchtend?
——
In Anbetracht dessen, dass das CMS-330 auf den CSC lediglich als Interface Anwendung findet, dass wie das Saab 9LV in Australien einfach nur Optik und Bedienung des AWS ändert, verstehe ich diesen Punkt nicht.
Ich glaube es bis kein einziges Schiff auf dieser Welt, dass verschiedene Sensorik über zwei verschiedene aber paralle arbeitende CMS verwendet. Sowas dürfte technisch defacto unmöglich sein, alleine schon weil es keine Grenze zwischen „Alles außer BMD“ und BMD gibt,

Die Wartung von in Dienst stehenden waffen Systemem wird also ohne jegliche Dokumentation und Streitkräfte Wartung irgendwelchen kanadischen LM Mitarbeitrrn überlassen, diesomit im Krieg mit einschiffen mit 30 anderen von Hendsoldt, Leonardoo, Thales etc... Pro schiff wohlgemerkt.. AngelBig Grin
(Nach pearl harbour gab es das mal wegen der Dringlichkeit... Sondt nie wieder abseits der werft Inbetriebnahme Fahrten)

Du merkst hoffentlich schon, wie weltfremd dss von dir geschildertec Szenario auf See ist.
Die USA haben uns nicht mehr lieb und selbst ohne kill switch geht keine ESSM mehr raus?

Software Updates könnte USA ggf verweigern...
Wenn der kill switch nicht existiert aber nicht die bereits eingebaute Funktion.
Alles steht und fällt somit mit den vertraglich eingekauften Hardware Komponenten... Denn die können ausfallen.
Bei Software in einem geschlossenen System eher weniger... Da gibt es bugs, keine frage, aber immer mitgelieferte entstör routinen....dss ist teil des Pakets, dsss man kauft.

Ein Kriegsschiff ist im krieg wochenlang autark.
Die Wartungshotline für waffen wird im Einsatz dann zumindest nach parow ins assessment center eröffnet... nicht in die USA.
(wurde mir in parow explizit bestätigt)

Aber auch das, werde ich explizit nachfragen, wenn ich in WHV Gelegenheit dazu habe.
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(04.05.2026, 22:55)Milspec_1967 schrieb: Die Wartung von in Dienst stehenden waffen Systemem wird also ohne jegliche Dokumentation und Streitkräfte Wartung irgendwelchen kanadischen LM Mitarbeitrrn überlassen, diesomit im Krieg mit einschiffen mit 30 anderen von Hendsoldt, Leonardoo, Thales etc... Pro schiff wohlgemerkt.. AngelBig Grin
Solche Aussagen kannst du dir sparen. Du weißt was in-Service Support ist und wenn nicht, google es, sowas setze ich für eine Diskussion einfach mal voraus. Wink
Zitat:Du merkst hoffentlich schon, wie weltfremd dss von dir geschildertec Szenario auf See ist.
Die USA haben uns nicht mehr lieb und selbst ohne kill switch geht keine ESSM mehr raus?

Software Updates könnte USA ggf verweigern...
Wenn der kill switch nicht existiert aber nicht die bereits eingebaute Funktion.
Alles steht und fällt somit mit den vertraglich eingekauften Hardware Komponenten... Denn die können ausfallen.
Bei Software in einem geschlossenen System eher weniger... Da gibt es bugs, keine frage, aber immer mitgelieferte entstör routinen....dss ist teil des Pakets, dsss man kauft.
Es geht, nach wie vor, nicht um irgendwelche kill switches. Komplexe Software wie ein Betriebssystem (ein CMS ist nichts anderes) existiert im default Zustand als funktionsuntüchtig. Diese Technik braucht regelmäßig viel Liebe, sonst hört sie auf zu funktionieren. Ja nachdem von welcher Art Software wir hier reden sprechen wir dabei von Monaten oder Wochen.

„Entstör Routinen“ kannst du dabei vollkommen vergessen, da wir hier von Millionen oder potenziell Milliarden möglichen Störungsursachen sprechen, die im Gefüge innerhalb des CMS oder zwischen CMS und Komponente auftreten können. So funktioniert das nicht, ein Kriegsschiff ist kein Thermomix.

Es ist faktisch unmöglich, ein CMS ohne Herstellersupport auf dauer zu betreiben. Weiterentwicklung, Aktualisierung und Integration schon gar nicht.
Ich verlink dir hier mal die ANCS Broschüre von AE, die diese ganzen Dienstleistungen für das CMS relativ umfassend auflistet. Darunter nochmal das selbe für Tacticos und das Saab 9LV.
https://de.scribd.com/document/968269160/153-ANCS
https://www.thalesdsi.com/wp-content/upl...cticos.pdf
https://www.saab.com/globalassets/produc...e-2025.pdf

Diese Information findest du sogar ausformuliert auf der Website des CMS-330.
„Lockheed Martin“ schrieb:05 EINE LEBENSLANGE PARTNERSCHAFT ___

Es ist unsere Mission, Ihre CMS-Anforderungen jetzt und in Zukunft zu erfüllen.

Wir kultivieren dauerhafte, vertrauenswürdige Partnerschaften, um Ihre einzigartigen Bedürfnisse zu erfüllen. Wir arbeiten vom Design und der Entwicklung über die Lieferung und Installation bis hin zum Betrieb und der Instandhaltung Ihrer maßgeschneiderten Lösungen mit Ihnen zusammen, um Ihren aktuellen und zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden.

Unsere Ausbildungslösungen sind individuell auf Sie zugeschnitten. Teilen Sie uns Ihre Ziele mit, und wir werden eine Lösung für Sie entwickeln, die genau zu Ihnen passt. Wir beschleunigen den Entwicklungsprozess, indem wir unsere Experten direkt mit Ihren Fachleuten in Verbindung setzen. Dann liefern wir Ihnen die maßgeschneiderte Lösung mit den modernen Methoden und Technologien, die Sie benötigen.

Wir sind Ihr vertrauenswürdiger Partner für kontinuierliche Funktionserweiterung und Ausbildungsmöglichkeiten – und setzen damit einen neuen Standard für beziehungsbasierte Zusammenarbeit.
https://www.lockheedmartin.com/de-de/index/cms330.html

Diese Diskussion müssen wir nun wirklich nicht führen-
Zitat:Die Wartungshotline für waffen wird im Einsatz dann zumindest nach parow ins assessment center eröffnet... nicht in die USA.
(wurde mir in parow explizit bestätigt)
Marine-interne technisch Supportleistungen gehen nicht über die MTS in Parow, sondern über das MUKdo in Roffhausen.
—————

Um also wieder auf die F127 zurückzukommen. Das CMS-330 ist damit wie gesagt keine Option, sofern man hier Souveränität oder zumindest Krisenfestigkeit anstrebt.
Zitieren
Der Dienstweg über das UKdo mag korrekt sein... Techniker, die neue Systeme zuerst bekommen und daran dann Besatzungen ausbilden, sitzen da aber nicht... Die ditzen de facto de jure in Parow... Und dort wird im Zweifel technisch angefragt, weil dort parallel Störung und Beseitigung auch mal simuliert werden kann.

Wenn es also mit KEINEM CMS Souveränität gibt, wer schützt uns dann vor schweden oder Franzosen, die uns mal nicht mehr lieb haben?

Letztlich läuft es darauf hinaus, soweit wie möglich national autark zu sein.
Deutschland verweigert sich dem wegen dummen Beharren auf "Europa" Solidarität.
Machen wir uns nix vor... Die existiert nicht.

CMS 330 ist eine AEGIS zwangs Geburt.
Wenn AEGIS politisch fällt, sollte man F-127 um 3-4 Jahre verschieben und 3 F-126 AAW mit nicht USA CMSc, TRS4D LRxRot und ggf mit ASTER BMD kaufen (sofern letzteres bicht nur ne WerbexBlsse ist... Leistung wie SM6 oder Patriot idt Voraussetzung!
(und das kann ich nicht beurteilen)
Oder halt ein deutsches VLS und CMS entwickeln... ASAP.
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