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Helios
Der Punkt mit den unterschiedlichen Anforderungen stimmt, genau das bremst Projekte wie FCAS, aber die sogenannte Fragmentierung ist nicht nur Ineffizienz, sondern auch ein bewusster Trade-off für Souveränität, Industrie und politische Handlungsfähigkeit. Europa ist kein Staat, damit sind wir zwangsläufig schlechter aufgestellt als die USA oder China.
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Die Fragmentierung insgesamt findet aber nicht bewusst statt und ist damit kein Ziel, sondern ein Resultat der Umstände. Und in der tatsächlichen Form stärkt sie auch nicht die Souveränität oder die politische Handlungsfähigkeit. Die einzige Ausnahme davon ist Frankreich, was wiederum auch ein Grund für die ganzen Probleme ist. Es ist dahingehend ein Treppenwitz, dass alle eine Stärkung der Europäischen Souveränität wollen, und sie von allen auch noch aus unterschiedlichen Gründen verhindert wird.
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(26.04.2026, 18:08)Broensen schrieb: Welche Vorteile versprichst du dir davon? Einsparungen von Zeit, Geld und Personal.
Mein Gedanke:
Stealth und Fluzeug passen zusammen und ich vertsehe nicht warum man die Bereiche trennt.
Cloud = Software, Simulation = Software > es ergibt in meinen Augen Sinn beide Kompenten von einem Hauptauftragnehmer entwickeln zu lassen.
Es ist aber möglich das ich etwas übersehe und es nicht so einfach ist wie ich denke.
(26.04.2026, 18:08)Broensen schrieb: Wie lässt sich dieser Zwischenschritt A1 finanziell begründen? Es wäre ein 5th-gen-Fighter, dessen Fähigkeiten sich vmtl. weitestgehend mit der Kombination aus F-35, Rafale F5 und EF LTE decken würden, die in Europa hinreichend vorhanden sein wird.
Ich denke, dass sich hinsichtlich der "Hardware" und Flugleistungen 6th und 5th Gen Jet kaum unterscheiden werden. Der Unterschied wird in der Netzwerkfähigkeit, dem Zusammenwirken mit UAV und dem ACE liegen
Die Netzwerkfähigkeit lässt sich per Sotfware und ggfs. leistungstärkeren Rechnern nachrüsten.
Zum Triebwerk: Seit viele Jahrzehnten werden Jets so gebaut, das sich neue Triebwerke relativ einfach nachrüsten lassen.
Ein 5th Gen Jet ist also ein gute Basis für ein 6th Gen Upgrade.
(26.04.2026, 18:08)Broensen schrieb: Die später erforderlichen Anpassungen zur Realisierung von A2 wären wohl nicht unerheblich. Also warum sollten große Mengen von Geld ausgegeben werden, um ein Produkt zu entwickeln, dass keinen relevanten Vorteil gegenüber der Bestandsflotte mit sich bringt?
Ich denke, falls man über einen abgestuften NGF nachdenken will, dann müsste das auch perspektivisch Vorteile mit sich bringen, bspw. durch eine Export-optimierte Variante oder unterschiedliche Einsatzprofile wie bei den F-35-Varianten. Wir haben keinen so hohen Zeitdruck, dass wir unbedingt schnell in die Serienproduktion eines neuen Musters gehen müssten.
Mein Gedanke:
Aktuell produziert die Nato nur einen 5th Gen Jet: Die F35.
Das bringt viel Nachteile mit sich, welche ich an dieser Stelle nicht alle aufzähle. Unsere Gegner sind da deutlich weiter.
Ein europäischer 5th Gen Jet mit Option auf ein 6th Gen Upgrade ist ein realitischer Kompromiss, mit überschaubaren Risiken.
Im Prinzip sind Rafale/EF Typhoon hochmoderne Flugeuge. Die einzelnen Komponenten (Radar, Triebwerk, Eloka, Cockpit) sind konkurrenzfähig. Die großen Schwächen sind die Zellen (Stealth, interne Waffenschäche, in die Zellen integrierte EOTS, ELOKA, größerer interne Tanks) und der Preis (100-120 Millonen).
Durch einen Stealth Rafale/Typhoon Mischling (Ich taufe ihn RACOON) schließen wir technologischen Lücken ohne direkt nach den Sternen zu greifen.
Ich erhoffe mir ein deutlich günstigeres Flugzeug (durch modernere Fertigung und höhere Stückzahlen), welche im Gegensatz zu Rafale/EF auch in feindlichen bzw. bedrohten Lufträumen operieren kann.
Gegenfrage:
Das ECRS Mk1 ist brandneu und wird gerade in Dienst gestellt. AREXIS und M88 T-REX sind ebenfall Neuentwicklungen. Warum sollten wir nicht auf bestehende Komponenten zurückgreifen?
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(27.04.2026, 14:24)Helios schrieb: Die Fragmentierung insgesamt findet aber nicht bewusst statt und ist damit kein Ziel, sondern ein Resultat der Umstände. Und in der tatsächlichen Form stärkt sie auch nicht die Souveränität oder die politische Handlungsfähigkeit. Die einzige Ausnahme davon ist Frankreich, was wiederum auch ein Grund für die ganzen Probleme ist. Es ist dahingehend ein Treppenwitz, dass alle eine Stärkung der Europäischen Souveränität wollen, und sie von allen auch noch aus unterschiedlichen Gründen verhindert wird.
Off Topic:
Der europäische Eingungsprozess ist langwierig, bisweilend frustrierend und alles müsste eigentlich viel schneller gehen.
Politik, richtig gemacht, ist ein Marathon der tausend kleine Schritte.
Aber: Manchmal braucht es die großen Entscheidungen, großer Politiker.
1998 entschieden die Staats- und Regierungschef der EU die Einführung des Euros. Gegen den Willen der Bevölkerung. (Zitat Kohl: "Bei der Euro-Einführung war ich ein Diktator"). Gegen den Rat vieler Experten. Gegen Stimmen aus den eigenen Parteien.
Der Euro hat sich als beispielose Erfolgsgeschichte erwiesen, zu einer Zeit als die Arbeitslosenquote in Deutschland bei > 11% lag.
Die Aufgabe der nationale Streitkräfte, bzw. die Aufstellung eines europäischen Verteidigungsministeriums wäre ähnlich unpopulär und dennoch führt langfristig kein Weg daran vorbei, falls die EU weiter zusammen wachsen will.
Der aktuellen Politiker Generation traue ich solch mutigen Entscheidungen nicht zu. Das kann sich ändern.
Stirbt FCAS, stirbt damit ein wichtiger Baustein europäischer Sicherheitspolitik. Ohne FCAS auch keine (noch sehr theoretische) europäische nukleare Abschreckung.
Das beide Regierungen das Programm nicht einfach aufgeben wollen, interpretiere ich vorsichtig optimistisch.
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(27.04.2026, 18:06)Feyerabend schrieb: Der europäische Eingungsprozess ist langwierig, bisweilend frustrierend und alles müsste eigentlich viel schneller gehen.
Politik, richtig gemacht, ist ein Marathon der tausend kleine Schritte.
Aber: Manchmal braucht es die großen Entscheidungen, großer Politiker.
1998 entschieden die Staats- und Regierungschef der EU die Einführung des Euros. Gegen den Willen der Bevölkerung. (Zitat Kohl: "Bei der Euro-Einführung war ich ein Diktator"). Gegen den Rat vieler Experten. Gegen Stimmen aus den eigenen Parteien.
Der Euro hat sich als beispielose Erfolgsgeschichte erwiesen, zu einer Zeit als die Arbeitslosenquote in Deutschland bei > 11% lag. Hat er halt nicht. Der Euro hat Deutschland klar geschadet, und der Ausbau der EU zum Nationalstaat wäre eine Katastrophe.
Zitat: Die Aufgabe der nationale Streitkräfte, bzw. die Aufstellung eines europäischen Verteidigungsministeriums wäre ähnlich unpopulär und dennoch führt langfristig kein Weg daran vorbei, falls die EU weiter zusammen wachsen will.
Der aktuellen Politiker Generation traue ich solch mutigen Entscheidungen nicht zu. Das kann sich ändern.
Eine Eu Armee wäre das Ende unserer Souveränität und die Vernichtung unserer Demokratie, daran würde kein Weg vorbei führen.
Zitat: Stirbt FCAS, stirbt damit ein wichtiger Baustein europäischer Sicherheitspolitik. Ohne FCAS auch keine (noch sehr theoretische) europäische nukleare Abschreckung.
Das beide Regierungen das Programm nicht einfach aufgeben wollen, interpretiere ich vorsichtig optimistisch.
Es gibt keile europäische nukleare Abschreckung und es wird auch auf absehbare Zeit keine geben. Flugzeuge sind auch schon seit +40 Jahren nicht das relevante Verbringunsmittel von Nuklearsprengköpfen. FCAS ist tod, egal ob Macron und Merz zu feige sind es öffentlich zu sagen oder nicht. Selbst wenn wir weiter mit Frankreich bei diesem Thema weiter zusammen arbeiten wollen, braucht das Program ganz klar neue Verhandlungen die das gesamte Projekt umfassen. Man muss das Projekt ins hier und jetzt führen und das geht einfach nicht mit den alten Verträgen.
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(27.04.2026, 18:06)Feyerabend schrieb: Off Topic:
Der europäische Eingungsprozess ist langwierig, bisweilend frustrierend und alles müsste eigentlich viel schneller gehen.
Politik, richtig gemacht, ist ein Marathon der tausend kleine Schritte.
Aber: Manchmal braucht es die großen Entscheidungen, großer Politiker.
1998 entschieden die Staats- und Regierungschef der EU die Einführung des Euros. Gegen den Willen der Bevölkerung. (Zitat Kohl: "Bei der Euro-Einführung war ich ein Diktator"). Gegen den Rat vieler Experten. Gegen Stimmen aus den eigenen Parteien.
Der Euro hat sich als beispielose Erfolgsgeschichte erwiesen, zu einer Zeit als die Arbeitslosenquote in Deutschland bei > 11% lag.
Die Aufgabe der nationale Streitkräfte, bzw. die Aufstellung eines europäischen Verteidigungsministeriums wäre ähnlich unpopulär und dennoch führt langfristig kein Weg daran vorbei, falls die EU weiter zusammen wachsen will.
Der aktuellen Politiker Generation traue ich solch mutigen Entscheidungen nicht zu. Das kann sich ändern.
Stirbt FCAS, stirbt damit ein wichtiger Baustein europäischer Sicherheitspolitik. Ohne FCAS auch keine (noch sehr theoretische) europäische nukleare Abschreckung.
Das beide Regierungen das Programm nicht einfach aufgeben wollen, interpretiere ich vorsichtig optimistisch.
Es geht nicht um FCAS als Ganzes...Es geht primär um den bemannten Fighter im Kern...
...Sekundär um den loyal wingman
...Tertiär um die combat cloud...da lassen sich noch am besten gemeinsame Schnittstellen definieren.
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@ Aegrotare
Sie scheinen ja gegen den Euro, gegen eine EU-Armee und gegen eine europäische Souveränität zu sein.
Können Sie denn auch erklären, wie wir ohne diese Punkte in Zukunft unsere Interessen gegenüber China, Russland, Indien und auch den USA unter republikanischer Regierung durchsetzen sollen?
Wir sind ein Zwerg ohne die EU-Partner.
Darum freue ich mich über jedes Land, was der EU beitritt oder wieder beitritt...
Und zum Thema zurück:
Alle neuen Kampfflugzeuge werden in Zukunft hauptsächlich CCAs steuern.
Von daher verschwimmen die unterschiedlichen Anforderungen immer mehr und Europa könnte am Ende gut mit zwei Kampfflugzeugen auskommen. Aber mehr brauchen wir nicht.
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(27.04.2026, 16:39)Feyerabend schrieb: Stealth und Fluzeug passen zusammen und ich vertsehe nicht warum man die Bereiche trennt. Ich weiß zwar nicht, was man bei FCAS alles in dieser Säule zusammenfasst, aber die entsprechenden Technologien sind z.B. auch für die CCA relevant und nicht nur für den NGF.
Zitat:Cloud = Software, Simulation = Software > es ergibt in meinen Augen Sinn beide Kompenten von einem Hauptauftragnehmer entwickeln zu lassen.
Es lässt sich aber eben auch problemlos trennen. Und für multinationale Gemeinschaftsprojekte sind mehrere voneinander abgegrenzte Teilprojekte ein Vorteil, weil innerhalb der Teilprojekte weniger Akteure koordiniert und berücksichtigt werden müssen.
Zitat:Ich denke, dass sich hinsichtlich der "Hardware" und Flugleistungen 6th und 5th Gen Jet kaum unterscheiden werden. Der Unterschied wird in der Netzwerkfähigkeit, dem Zusammenwirken mit UAV und dem ACE liegen
Joa, im Allgemeinen wird das als der entscheidende Unterschied angesehen.
Wobei die Vernetzung auch soweit gehen kann, dass der Jet ohne sie gar nicht mehr funktionieren würde, weil Sensoren und Effektoren allesamt auf CCA ausgegliedert wurden. Aber soweit wird FCAS nicht gehen, zumindest nicht mit Frankreich.
Zitat:Ein 5th Gen Jet ist also ein gute Basis für ein 6th Gen Upgrade.
Das mag sein, aber er wird dafür nicht als Zwischenstufe benötigt.
Zitat:Aktuell produziert die Nato nur einen 5th Gen Jet: Die F35.
...
Ein europäischer 5th Gen Jet mit Option auf ein 6th Gen Upgrade ist ein realitischer Kompromiss, mit überschaubaren Risiken.
Mit GCAP kommt bereits ein zweites Muster hinzu, zeitlich deutlich vor einem FCAS-NGF. Während fast alle potentiellen europäischen Abnehmer sich bis dahin mit F-35 ausgestattet haben werden. Es wird schlicht keinen Markt für einen weiteren 5th-Gen-Jet geben.
Zitat:Im Prinzip sind Rafale/EF Typhoon hochmoderne Flugeuge. Die einzelnen Komponenten (Radar, Triebwerk, Eloka, Cockpit) sind konkurrenzfähig. Die großen Schwächen sind die Zellen (Stealth, interne Waffenschäche, in die Zellen integrierte EOTS, ELOKA, größerer interne Tanks) und der Preis (100-120 Millonen).
Der Preis fällt als Argument für einen zusätzlichen 5th-Gen-Jet aus, denn dessen erforderliche Neuentwicklung macht ihn insgesamt sicher nicht günstiger als EF/Rafale.
Und Eloka kommt beim EF ja demnächst einiges.
Für mich ist lediglich Stealth ein relevanter Punkt. Und da muss man dann einfach abwägen, ob es sich angesichts der realen Bedrohungslage lohnt, eine neue Zelle aufzulegen, für die man aufgrund der F-35 kaum Abnehmer finden wird.
Zitat:Durch einen Stealth Rafale/Typhoon Mischling (Ich taufe ihn RACOON) schließen wir technologischen Lücken ohne direkt nach den Sternen zu greifen.
Ich bin dem Gedenken gegenüber nicht ganz abgeneigt, aber nicht als D/F-Fusionsflieger oder halbfertigen NGF, sondern im Sinne eines EF2.
Dann können wir (DE&ES) dem EF ein großes Upgrade inkl. neuer Zelle verpassen, das es ermöglicht, ihn noch viele Jahrzehnte als bemannte Komponente von FCAS einzusetzen. Dann brauchen wir gar keinen NGF und können uns auf den Rest konzentrieren.
Zitat:Ich erhoffe mir ein deutlich günstigeres Flugzeug (durch modernere Fertigung und höhere Stückzahlen), welche im Gegensatz zu Rafale/EF auch in feindlichen bzw. bedrohten Lufträumen operieren kann.
Wieso sollte ein Stealth-Rafale/EF-Mix günstig werden?
Weder spricht das industrielle Umfeld für eine kostengünstige Entwicklung, noch sind hohe Stückzahlen zu erwarten, da eben ein Flugzeug ähnlicher Leistung bereist überall in großen Zahlen zuläuft.
Es macht schon Sinn, dass man die 5.Generation mit FCAS überspringen will. Für die käme man nämlich in jedem Fall zu spät. (Außer vielleicht bei denjenigen Exportkunden, die kein F-35 kaufen können/wollen.)
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F 22 ist auch 5. Generation, wenn ich nicht etwas verpasst habe.
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(28.04.2026, 07:38)Frank353 schrieb: F 22 ist auch 5. Generation, wenn ich nicht etwas verpasst habe. Ja, die gibt es, sie wurde jedoch nicht exportiert und wird auch nicht mehr gebaut, weshalb sie in diesem Zusammenhang weitestgehend irrelevant ist.
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Für Frankreich sollte FCAS letztendlich eigentlich auch nur ein binationales Projekt zwischen Frankreich und Deutschland sein, die Spanier wurden auf Drängen der deutschen Seite eingeladen. Die Belgier hat man dann auch die Tür gezeigt mit der unmöglichen Forderung keine F-35 zu kaufen.
FCAS irgendwie als großes europäisches Projekt zu sterilisieren verkennt halt die Realität dieses Projektes und den Stakeholders.
Auch braucht weder Deutschland noch Frankreich irgendeine 5. Generation Frankenstein Lösung, da ist vor allem Deutschland mit der F-35 und der kommenden Tranche 5 bereits gut aufgestellt.
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(27.04.2026, 21:35)Broensen schrieb: Ich weiß zwar nicht, was man bei FCAS alles in dieser Säule zusammenfasst, aber die entsprechenden Technologien sind z.B. auch für die CCA relevant und nicht nur für den NGF.
Es lässt sich aber eben auch problemlos trennen. Und für multinationale Gemeinschaftsprojekte sind mehrere voneinander abgegrenzte Teilprojekte ein Vorteil, weil innerhalb der Teilprojekte weniger Akteure koordiniert und berücksichtigt werden müssen. Für Stealth und Aircraft sind Dasault und Airbus zuständig. Dassault als Projektleiter NGF, Aribus als Projketleiter Stealth. Ich sehe keinen Vorteil in der Trennung, wenn ohnehin dieselben Firmen beteiligt sind.
Bei Simualtion und Claoud verhält es sich ähnlich.
Ein Überblick:
[Bild: https://www.swp-berlin.org/publications/...em_001.png]
(27.04.2026, 21:35)Broensen schrieb: Joa, im Allgemeinen wird das als der entscheidende Unterschied angesehen.
Wobei die Vernetzung auch soweit gehen kann, dass der Jet ohne sie gar nicht mehr funktionieren würde, weil Sensoren und Effektoren allesamt auf CCA ausgegliedert wurden. Aber soweit wird FCAS nicht gehen, zumindest nicht mit Frankreich.
Das wäre 7th Gen.
(27.04.2026, 21:35)Broensen schrieb: Mit GCAP kommt bereits ein zweites Muster hinzu, zeitlich deutlich vor einem FCAS-NGF. Während fast alle potentiellen europäischen Abnehmer sich bis dahin mit F-35 ausgestattet haben werden. Es wird schlicht keinen Markt für einen weiteren 5th-Gen-Jet geben.
GCAP liegt aktuell auf Eis. Japan befürchtet, das sich das Programm verzögert. In Italien ist man unzufrieden mit steigenenden Entwickilungkosten (20 Milliarden € ital. Anteil) und dem zögerlichen Technologietransfer seitens GB.
(27.04.2026, 21:35)Broensen schrieb: Der Preis fällt als Argument für einen zusätzlichen 5th-Gen-Jet aus, denn dessen erforderliche Neuentwicklung macht ihn insgesamt sicher nicht günstiger als EF/Rafale.
Und Eloka kommt beim EF ja demnächst einiges.
Für mich ist lediglich Stealth ein relevanter Punkt. Und da muss man dann einfach abwägen, ob es sich angesichts der realen Bedrohungslage lohnt, eine neue Zelle aufzulegen, für die man aufgrund der F-35 kaum Abnehmer finden wird.
Der Preis fällt als Argument nicht aus. EF TF5 wird teuer weil die Stückzahlen viel zu klein sind und sich die Versionen der Partnernationen stark unterscheiden. GB/I wählte ein anderes Radar, nur die deutschen integrieren AREXIS...
Wie bereits erwähnt: der Großteil der Kompnenten ist bereits entwickelt.
(27.04.2026, 21:35)Broensen schrieb: Ich bin dem Gedenken gegenüber nicht ganz abgeneigt, aber nicht als D/F-Fusionsflieger oder halbfertigen NGF, sondern im Sinne eines EF2.
Dann können wir (DE&ES) dem EF ein großes Upgrade inkl. neuer Zelle verpassen, das es ermöglicht, ihn noch viele Jahrzehnte als bemannte Komponente von FCAS einzusetzen. Dann brauchen wir gar keinen NGF und können uns auf den Rest konzentrieren. Was ist mit Frankreich? Wir brauchen ein starkes Frankreich, da es das alleinige EU Mitglied mit Nuklearwaffen ist. Die ASN4G ist die einzige europäische Möglichkeit einer abgestuften nuklearen Reaktion. Auch eine eventuelle nukleare, europäische Teilhabe wird nur über franzsösiche Flugzeuge realisierbar sein.
Natürlich können wir mehr F35 und EF TF5 kaufen. Das habe ich schon erwähnt. Damit verabschieden wir uns aber für lange Zeit aus der militärischen Flugzeugentwicklung.
(27.04.2026, 21:35)Broensen schrieb: Es macht schon Sinn, dass man die 5.Generation mit FCAS überspringen will. Für die käme man nämlich in jedem Fall zu spät. (Außer vielleicht bei denjenigen Exportkunden, die kein F-35 kaufen können/wollen.)
Die F35 basiert auf dem JSF Programm aus dem Jahr 1993. Die X-35 flog zum ersten Mal vor 26 Jahren. Ich traue Dassault und Airbus zu, ein deutlich liestungsfähigeres Flugzeug zu entwickeln, mit besseren Stealth und Flugeigenschaften.
Mein Vorschlag ist ein Kompromiss und wenn man den Gerüchten glaubt, nicht weit enfernt von den französischen Vorstellungen eines NGF entfernt. Bezahlbar, Übernahme von Komponenten aus dem Rafale F5 Programm und zeitnach umsetzbar.
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(28.04.2026, 17:36)Feyerabend schrieb: Das wäre 7th Gen. Definitionsfrage. Ich würde einen Kampfjet auf F-35-Niveau, der mit CCA im Sinne eines M/UM-T vernetzt ist, noch nicht als Gen6 sehen, weil die Vernetzung in dem Fall noch nicht das Design-bestimmende Element für den Kampfjet darstellt. Aber da gibt es afaik keine eindeutige Definition.
Zitat:GCAP liegt aktuell auf Eis.
Ein Ausfall von GCAP würde die Chancen eines Gen5-NGF-Ablegers nur dann verbessern, wenn Italien und Großbritannien den dann auch kaufen würden. Dann hätten wir aber ganz andere Ausgangsvoraussetzungen, weil sie das sicher nur tun würden, wenn sie selbst auch Projektteilnehmer werden würden. Und dann wiederum wäre vmtl. Dassault wieder raus und wir hätten einen EF 2.0 ....
Zitat:Der Preis fällt als Argument nicht aus. EF TF5 wird teuer weil die Stückzahlen viel zu klein sind und sich die Versionen der Partnernationen stark unterscheiden.
Und wieso sollten die Stückzahlen eines solchen Zwischengenerationsmusters so erheblich höher ausfallen, dass es die zusätzlichen Entwicklungskosten ausgleicht?
Zitat:Was ist mit Frankreich?
Was soll mit ihnen sein? Die haben ihre Rafale, die sie ständig weiterentwickeln.
Zitat:Auch eine eventuelle nukleare, europäische Teilhabe wird nur über franzsösiche Flugzeuge realisierbar sein.
Diese theoretische Option sollte kein Kriterium sein. Wir haben jetzt auch F-35 gekauft, um die aktuelle nT zu gewährleisten, da könnten wir auch Rafale kaufen oder leasen, wenn erforderlich.
Zitat:Natürlich können wir mehr F35 und EF TF5 kaufen. Das habe ich schon erwähnt. Damit verabschieden wir uns aber für lange Zeit aus der militärischen Flugzeugentwicklung.
Durch eine erhebliche Weiterentwicklung des EF, ggf. sogar mit einer neuen Zelle, wäre das nicht der Fall. Mit mehr F-35 schon, da bin ich auch absolut dagegen.
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Zitat:Wobei die Vernetzung auch soweit gehen kann, dass der Jet ohne sie gar nicht mehr funktionieren würde, weil Sensoren und Effektoren allesamt auf CCA ausgegliedert
Wie ist das den jetzt bei F35 ohne die Missions Dateien ? Ein effektiver Einsatz ist ohne diese doch auch nicht wirklich möglich? Ist es sinnvoll die einsatzfähigkeit von Sachen abhängig zu machen die mal ganz schnell unterdrückt oder unterbunden werden können.
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(28.04.2026, 20:14)alphall31 schrieb: Wie ist das den jetzt bei F35 ohne die Missions Dateien ? Ein effektiver Einsatz ist ohne diese doch auch nicht wirklich möglich? Missionsdaten sind aber nochmal was anderes als grundlegend erforderliche Sensorik und Effektoren, die nur über die Vernetzung zur Verfügung stehen.
Beispielsweise wäre es doch undenkbar, einen aktuellen Gen5-Kampfjet ohne eigenes Radar zu entwerfen. In der Gen6 könnte das Radar jedoch theoretisch auf eine oder mehrere Begleitdrohne(n) ausgelagert werden, um die Auffindbarkeit des Kampfjets zu minimieren und die Sensorabdeckung redundant zu dislozieren.
Zitat:Ist es sinnvoll die einsatzfähigkeit von Sachen abhängig zu machen die mal ganz schnell unterdrückt oder unterbunden werden können.
Das ist eine grundsätzliche Problematik von jedem vernetzten (Luft-)Kampfsystem.
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