(See) Next Generation Frigate F127 (F124 Nachfolger)
Die Frage ist ob man dem Wahlvolk 2034/35 schon wieder mit einem Milliardenprojekt kommen kann wenn man 2029/30 mit F128 und 2031 mit F126 beginnt . Hier geht’s immerhin bei allen um Milliardenprojekte. Mal ganz außen vor wie das zu dem Zeitpunkt finanziert wird .
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(20.04.2026, 16:57)Broensen schrieb: Natürlich gibt es europäische Alternativen. Eine Flugabwehr-Fregatte für Mitte der 40er-Jahre ist definitiv auch rein europäisch umsetzbar. Die Frage ist nur, wie die Anforderungen umdefiniert werden müssten und welche Konsequenzen das auf die Leistungsfähigkeit und andere Aspekte hätte.

Endlich einmal eine Realistische Zeit Schätzung für eine Euro-F127.Big Grin
Wir sind nunmal leider in der Position, das wir weniger Restzeit haben als die anderen Europäischen Marinen aufgrund von Entscheidungen, die wir vor 20 Jahren getroffen haben, wie nur 3 statt 4 F124 und nur 32 VLS.

Die Niederländer machen ihre LCF für Dienst bis nach 2040 Fit durch eine große MLU, die Spanier planen mit den F105 bis 2045, die Briten sagen jetzt schon hinter vorgehaltener Hand, das die T42 länger als bis 2038 dienen werden. Und auch Franzosen planen noch langfristig mit den Horizons, die Franzosen haben noch gar kein Programm für einen Nachfolger und die italienischen DDX verspäten sich immer weiter.

Kurz zu DDX (Meine Meinung aus den Beobachtungen der Letzten Jahre):
Eigentlich als Ersatz für die Durand de la Penne Klasse geplant, jetzt aber so weit verzögert, das Italien die FREMM EVO als Brückenlösung nutzen wird, die aber nicht zu Brücke sondern Permanenten Lösung mutiert.
DDX wird kommen, aber nicht als Ersatz für die Durand de la Penne Klasse, sondern für die Horizon Klasse.
Es wird 2 Schiffe geben, aber nicht die langfristig überlegten 4, dafür ist einfach das Geld nicht da.

(20.04.2026, 16:57)Broensen schrieb: Selbst falls DDX nicht rechtzeitig fertig werden sollte, könnten wir im Zweifelsfall immer noch FREMM in der "FREDA"-Ausführung kaufen, die wären quasi MOTS-verfügbar. Das will natürlich niemand, aber es beweist, dass es europäische Alternativen gibt, auch wenn die natürlich nicht 1 zu 1 die exakt gleiche Leistung bieten wie die bisher geplante A-400AMD.

Wenn du schon mit solchen optionen Kommst können wir gleich bei der F124 bleiben und diese ab 2030 einer Live-Extenision, inklusive Aster 30 Einrüstung ins Mk41, unterziehen.
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Warum beschafft man aber die 127mm geschütze in den usa , oder ist das schon hinfällig ?
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(20.04.2026, 18:10)roomsim schrieb: Wolltest du dich nicht zurückhalten mit Spekulationen?Angel
Was ein wertvoller Beitrag zu dieser Diskussion. Angel
Ne, ich halte mich zurück wenn es darum geht, den verantwortlichen Stellen konkrete Standpunkte zu unterstellen, was hier so nicht passiert.
Zitat:Die Niederländer machen ihre LCF für Dienst bis nach 2040 Fit durch eine große MLU, die Spanier planen mit den F105 bis 2045, die Briten sagen jetzt schon hinter vorgehaltener Hand, das die T42 länger als bis 2038 dienen werden. Und auch Franzosen planen noch langfristig mit den Horizons, die Franzosen haben noch gar kein Programm für einen Nachfolger und die italienischen DDX verspäten sich immer weiter.
Die LCF werden nicht für einen Dienst bis nach 2040 fit gemacht. Das würde nebenbei bemerkt auch nicht gehen, selbst wenn das gewollt sein würde, da der niederländischen Marine deutlich vorher Ersatzteile und Munition für diese Schiffe ausgehen würde. Für 2x der 4x Einheiten wurde sogar das Sensorikupgrade mit dem APAR b2 gestrichen, da dies nicht mehr vor deren Außerdienststellung passieren würde. Die Schiffe werden ab 2034 sukzessive durch den FuAD ersetzt, der in diesem Zeitraum zulaufen soll.
https://www.navalnews.com/naval-news/202...tead-of-4/

FuAD und F127 waren bis vor etwa 3 Jahren noch das selbe Schiff mit den selben Anforderungen, falls das nochmal erwähnt werden sollte.

Und der Type 42 hält definitiv nicht bis 2038 durch, das letzte Exemplar der Klasse wurde in der Royal Navy 2013 außer Dienst gestellt. Big Grin
Für den Type 45 ist das hingegen durchaus realistisch.
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In Frankreich gibt es soweit ich weiß Diskussion darum, ob man sich den Italienern anschließt. Schwer zu sagen ob das passiert, aber auch da ist der Bedarf an MADs aktuell eher gering. Mit FREMM AAW, FDI und Horizon (die auch noch nicht sonderlich alt sind), ist man da eigentlich relativ gut aufgestellt. Das ist eben der Vorteil wenn man Fähigkeiten in der Flotte disloziert, ein einzelnes Beschaffungsprogramm fällt weniger ins Gewicht.
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Aber da du hier oft von Zeiträumen von 2040+ für eine europäische F127 sprichst, interessiert es mich doch durchaus, warum du dieser Auffassung bist? Am Schiffbau wirds ja nicht liegen, also kann das maximal noch durch die Entwicklung von Systemen begründbar sein, die es aktuell und bis 2035 nicht gibt. Allerdings fällt mein kein solches System ein, dass für den Auftrag der F127 erforderlich wäre. Persönlich halte ich eine Reproduktion des AWS weder für unsere Zwecke erforderlich, noch für sonderlich erstrebenswert im europäischen Kontext.
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alphall3 schrieb:Warum beschafft man aber die 127mm geschütze in den usa , oder ist das schon hinfällig ?
Offizielle Aussagen gibt es nicht, wenn es hier aber wie in Kanada laufen sollte liegt das vermutlich an den Kosten und dem Integrationsaufwand. Die CSC sollten ursprünglich auch mit allerlei Sonderwünschen ausgestattet werden (ermöglicht durch das CMS-330), unter anderem eben mit der 127/64LW. Allerdings scheint diese Kopplung nicht funktioniert zu haben (weshalb man sich bspw auch von CAMM und später von ExLS verabschiedet hat) und eine Integration in AEGIS ist für vieles recht unrealistisch.

Es scheint mit der F127 aufs selbe hinauszulaufen. Nicht nur wurde die 127/64LW durch eine Mk45 ersetzt (die bereits in AEGIS integriert ist), selbes ist mit SeaSnake passiert, da laut der FMS-Mitteilung eine Freigabe für das Mk38 System (das ebenfalls in AEGIS integriert ist) erteilt wurde, ebenso das ursprünglich angedachte FCR und der MU90, alles durch bereits in AEGIS integrierte Produkte ersetzt.
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(20.04.2026, 19:03)DopePopeUrban schrieb: Die Schiffe werden ab 2034 sukzessive durch den FuAD ersetzt, der in diesem Zeitraum zulaufen soll.
https://www.navalnews.com/naval-news/202...tead-of-4/
Ich kann dir jetzt schon sagen, welche Schiffe nicht ab 2034 ersetzt werden.
Bei FuAD ist seit geraumer Zeit Stillstand.
Weder steht fest, welche Lenkflugkörper zum Einsatz kommen sollen noch ob es eine Kooperation geben wird.
Damen ist aktuell auch nicht in der allerbesten Position und aktuell versuchen alle, irgendwie ASWF auf die Reihe zu kriegen.
ASWF soll übrigens erst in den 30ern zulaufen.
Wie wahrscheinlich ist es dann, dass gleichzeitig FuAD zuläuft, wenn noch gar nichts klar ist?
(20.04.2026, 19:03)DopePopeUrban schrieb: In Frankreich gibt es soweit ich weiß Diskussion darum, ob man sich den Italienern anschließt. Schwer zu sagen ob das passiert, aber auch da ist der Bedarf an MADs aktuell eher gering. Mit FREMM AAW, FDI und Horizon (die auch noch nicht sonderlich alt sind), ist man da eigentlich relativ gut aufgestellt. Das ist eben der Vorteil wenn man Fähigkeiten in der Flotte disloziert, ein einzelnes Beschaffungsprogramm fällt weniger ins Gewicht.
Die Franzosen diskutieren eher, ob sie überhaupt einen Zerstörer beschaffen werden.
(20.04.2026, 19:03)DopePopeUrban schrieb: Es scheint mit der F127 aufs selbe hinauszulaufen. Nicht nur wurde die 127/64LW durch eine Mk45 ersetzt (die bereits in AEGIS integriert ist), selbes ist mit SeaSnake passiert, da laut der FMS-Mitteilung eine Freigabe für das Mk38 System (das ebenfalls in AEGIS integriert ist) erteilt wurde, ebenso das ursprünglich angedachte FCR und der MU90, alles durch bereits in AEGIS integrierte Produkte ersetzt.
Ich weiß nicht, warum du jede Möglichkeit einer Navalisierung von deutscher Wehrtechnik dämonisierst und gleichzeitig nicht mit SeaSnake aufhören kannst?
SeaSnake war nie für F127 geplant.
Allenfalls qNFMLG und hier weiß noch niemand, worauf die Wahl fallen wird.
Außerdem ist das britische SeaHawk sowieso die weitaus ansprechendere Lösung.

Wenn du mit FCR ein Fire Control Radar meinst, kann ich dir nicht folgen?
Es wurde hier mit keinem europäischen Feuerleitradar geplant?
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Die Frage ist ob man nur weil die Produkte in den usa angefragt sind, wir mit all diesen auf der der F127 rechnen müssen. Das zweite CMS würde so immer weniger Sinn ergeben. Evtl wurde sich nur die volle Palette angefragt und der Plan sieht nur einen Teil der Positionen vor.

Ich hatte das zweite CMS so verstanden, dass wir hier leichter unsere eigenen Dinge integrieren können und nicht auf die Blackbox angewiesen sind. Hier habe ich auch völlig unterschiedliche Dinge aufgeschnappt, von Aegis ist nur für SM2 und darüber gedacht, die Layer darunter dann 330, bis hin zu AAW ist vollständig Aegis und nur die anderen Dinge 330.

Gibt es hier einen faktischen Stand? Wie gehen die Kanadier damit um? Ist neben dem amerikanischen Radaren auch ein Mittelbereichsradar aus Europa angedacht? Ist es vorstellbar dass die F127 ein paar Jahre nach Indienststellung nur mit 330 läuft (dann natürlich mit stark eingeschränkten Fähigkeiten)?
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(20.04.2026, 19:03)DopePopeUrban schrieb: Und der Type 42 hält definitiv nicht bis 2038 durch, das letzte Exemplar der Klasse wurde in der Royal Navy 2013 außer Dienst gestellt. Big Grin
Für den Type 45 ist das hingegen durchaus realistisch.

Tippfehler. Danke für die Korrektur.

(20.04.2026, 19:03)DopePopeUrban schrieb: Aber da du hier oft von Zeiträumen von 2040+ für eine europäische F127 sprichst, interessiert es mich doch durchaus, warum du dieser Auffassung bist? Am Schiffbau wirds ja nicht liegen, also kann das maximal noch durch die Entwicklung von Systemen begründbar sein, die es aktuell und bis 2035 nicht gibt. Allerdings fällt mein kein solches System ein, dass für den Auftrag der F127 erforderlich wäre. Persönlich halte ich eine Reproduktion des AWS weder für unsere Zwecke erforderlich, noch für sonderlich erstrebenswert im europäischen Kontext.

Weil ich mir die Timelines und den Status der Anderen Europäischen Projekte Anschaue und gleichzeitig mit den Letzten Generationen Schiffen vergleiche, plus die Verfügbaren Werft Kapazitäten.
Andere Länder werden ihre Systeme nicht vor dem geplanten Zeitpunkt fertig haben und sowohl die Briten, als auch Italiener, deren Projekte noch die Konkretesten sind sprechen von schiffen, deren Fähigkeiten mehr oder weniger die Heutigen Schiffe mit doppelter Magazintiefe sind ohne signifikante Verbesserungen in der Zwiebel, die sich AAW nennt.
Beide Planen ohne Long Range BMD, und mit Aster 30 als ihr höchstes Level, zumindest nach aktuellen Infos.

(20.04.2026, 19:22)HeiligerHai schrieb: Ich kann dir jetzt schon sagen, welche Schiffe nicht ab 2034 ersetzt werden.
Bei FuAD ist seit geraumer Zeit Stillstand.
Weder steht fest, welche Lenkflugkörper zum Einsatz kommen sollen noch ob es eine Kooperation geben wird.
Damen ist aktuell auch nicht in der allerbesten Position und aktuell versuchen alle, irgendwie ASWF auf die Reihe zu kriegen.
ASWF soll übrigens erst in den 30ern zulaufen.
Wie wahrscheinlich ist es dann, dass gleichzeitig FuAD zuläuft, wenn noch gar nichts klar ist?

Nur kurz als Ergänzung:
Wenn die ASWF ähnliche Verzögerung hat wie die F126, wovon nach Buschfunkt und Belgischen Statements auszugehen ist dann kommt die erste Ende 2032 oder Anfang 2033 und dann jedes Jahr ein weiteres Schiff (Laut Plan).
Die Aktuelle Minimalverzögerung bei dem Projekt sind 1,5 Jahre da eigentlich erste Hälfte 2025 Kiellegung geplant war, der Brennstart aber bis heute nicht erfolgt ist.

Selbst wenn wir von 1,5 Jahren ausgehen kommt das erste Schiff in Q2 2031 und da davon auszugehen ist, das mindestens 6 gebaut werden wird mindestens bis 2036 Dauern bis die Schiffe fertig sind.
Bei 7 Schiffen und 3 Jahren Verspätung wird es sogar bis 2039.
FUAD kommt also Frühestens Ende 2037 in die Flotte von der Pipeline bei Damen her, wenn es einen nahtlosen Produktionsübergang ohne Retooling gibt (nicht möglich), weshalb ich von 2038-2041 für die Ersten FuAD ausgehe.
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HeiligerHai schrieb:Weder steht fest, welche Lenkflugkörper zum Einsatz kommen sollen noch ob es eine Kooperation geben wird.
[...]
Wie wahrscheinlich ist es dann, dass gleichzeitig FuAD zuläuft, wenn noch gar nichts klar ist?
Wieso soll ein Projekt nicht bis 2034 realisierbar sein, wenn 8-9 Jahre vorher noch nicht feststeht, welche Lfk-Palette man letztendlich verwendet? Das wäre nicht ungewöhnlich schnell, wir sind mit der F127 nur ungewöhnlich langsam. Bzw wir und die Tatsache, dass eine AWS-Beschaffung komplex ist und Zeit braucht bis FMS-Verfahren abgeschlossen und Infrastruktur gebaut ist, was für die NL in diesem ja ohnehin ausfällt.
Zitat:Ich weiß nicht, warum du jede Möglichkeit einer Navalisierung von deutscher Wehrtechnik dämonisierst und gleichzeitig nicht mit SeaSnake aufhören kannst?
Auch wieder so ein wertvoller Beitrag für dieses Diskussionsthema Big Grin
Zitat:SeaSnake war nie für F127 geplant.
Allenfalls qNFMLG und hier weiß noch niemand, worauf die Wahl fallen wird.
Außerdem ist das britische SeaHawk sowieso die weitaus ansprechendere Lösung.
Das stimmt ein Stück weit, qNFMLG spricht nicht explizit dafür, dass SeaSnake hier geplant war. Da hab ich mich ein wenig unpräzise ausgedrückt.
Das war aber nicht die Kernaussage hinter diesem (zugebenermaßen nicht ganz präzisen) Beispiel. Denn wie hoch ist bitte die Wahrscheinlichkeit, dass die Wahl des qNFMLG auf das Mk38WS gefallen wäre oder zukünftig fällt?

Wurde sogar mal witzigerweise ausgerechnet von Hartpunkt angerissen, obgleich es da die Insider regnet.
Hartpunkt schrieb:Auf Höhe des hintern VLS auf Bordhöhe ist ein Kanonensystem zu sehen, das dem gegenwärtig genutzten 27mm-Geschütz ähnelt. Insidern zufolge spricht jedoch einiges dafür, das Mk38-Modell von MSI mit einer 30mm Kanone sowie einem 12,7 mm MG einzurüsten, da es bereits für Aegis in der Abwehr von Luftzielen qualifiziert ist.
https://www.hartpunkt.de/fregatten-der-k...erkennbar/
Zitat:Wenn du mit FCR ein Fire Control Radar meinst, kann ich dir nicht folgen?
Es wurde hier mit keinem europäischen Feuerleitradar geplant?
Das wissen wir bis heute nicht. Es wurde definitiv mit einem FCR geplant, dass nicht das AN/SPG-62G war. Es sei denn ich bin im Bilde über eine Panelversion dieses Systems, was so auf Modellen und Rendern gezeigt wird. Wie gesagt, das bezieht sich nicht auf "europäisch" sondern nur auf "nicht ins AWS integriert".
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Leuco schrieb:Ich hatte das zweite CMS so verstanden, dass wir hier leichter unsere eigenen Dinge integrieren können und nicht auf die Blackbox angewiesen sind. Hier habe ich auch völlig unterschiedliche Dinge aufgeschnappt, von Aegis ist nur für SM2 und darüber gedacht, die Layer darunter dann 330, bis hin zu AAW ist vollständig Aegis und nur die anderen Dinge 330.
Das wurde von einigen Outlets auch teilweise so kommuniziert, aber auch damals hatte man ja schon angezweifelt, wie das überhaupt so möglich sein sollte. Letztendlich müsste das zweite CMS ja auf das selbe zugreifen, auf das AEGIS zugreifen würde, also Radaranlagen, FCR, Starter, Rohrwaffen etc. Wenn das gehen würde, bräuchte man von vornherein keine AEGIS-Software, wäre ja irgendwo witzlos
Zitat:Wie gehen die Kanadier damit um?
Laut der Aussage eines Bekannten wie gesagt gar nicht. Man lässt das CMS-330 als Interface bestehen, alles andere wird über AEGIS geregelt.
https://www.forum-sicherheitspolitik.org...2&page=198 (#2.962)

Auf Seite 16 dieses Dokuments findest du den Ursprünglichen Plan, was in AEGIS und was in CTI ("Canadian Tactical Interface, das CMS-330) integriert werden sollte. Nach meinem letzten Stand ist alles bis auf die ASW-Suite inzwischen im AEGIS-Lager.
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roomsim schrieb:Weil ich mir die Timelines und den Status der Anderen Europäischen Projekte Anschaue und gleichzeitig mit den Letzten Generationen Schiffen vergleiche, plus die Verfügbaren Werft Kapazitäten.
Andere Länder werden ihre Systeme nicht vor dem geplanten Zeitpunkt fertig haben und sowohl die Briten, als auch Italiener, deren Projekte noch die Konkretesten sind sprechen von schiffen, deren Fähigkeiten mehr oder weniger die Heutigen Schiffe mit doppelter Magazintiefe sind ohne signifikante Verbesserungen in der Zwiebel, die sich AAW nennt.
Beide Planen ohne Long Range BMD, und mit Aster 30 als ihr höchstes Level, zumindest nach aktuellen Infos.
Danke erstmal für die Zusammenfassung Smile

Ich verstehe ein Stück weit was du meinst. Aber die Frage für uns wäre doch letztendlich nicht, wie lange die Projekte an sich brauchen, sondern wie lange die erforderlichen Komponenten brauchen, oder? Klar kann sich eine Royal Navy mit sowas Zeit lassen, dessen Schiffe sind ja auch deutlich "jünger" wenn man das so sagen möchte. Für uns gilt das natürlich. Die F124 ist nicht mehr wirklich aktuell, wir haben zu wenige dieser Einheiten, denen die wir haben geht die Munition aus und das Upgradepotenzial ist äußerst begrenzt, sowohl durch die Größe wie auch den Verbund der Bordsysteme.

Aber letztendlich für mich genau das auch der Knackpunkt, warum ich Projekte wie eben bspw den T83 hier nicht als Beispiel nennen würde, einfach weil F127 und T83 in grundverschiedenen Kontexten existieren. Die zeitlichen Unterschiede beziehen sich mEn nicht auf die Schiffe oder dessen Ausstattung (bzw nicht im großteil), sondern vor allem auf das nötige Zulaufdatum sowie die Situation des Bestands.

Und ja, Projekte wie der DDX sind im Grunde nahe an den AAW-Einheiten, die diese Marinen im Bestand haben. Aber das ist für uns doch nicht anders? Zwar ist die F127 definitiv nicht einfach nur eine größere F124, aber der Hauptauftrag bleibt immer noch die Verbandsflugabwehr auf SM-2 Basis? Zwar verfügen bspw der DDX aktuell nicht über ein SM-6 Äquivalent, perspektivisch ist das nach meinem Wissensstand aber mit HYDIS²/HYDEF ebenfalls geplant, anscheinend soll ja sogar extra ein neues Radar für diesen Anwendungsbereich entwickelt werden.

(Maritime Strike Fähigkeiten klammer ich jetzt mal aus. Die sind zwar sowohl für die F127 wie auch den DDX geplant, aber da diese Fähigkeiten nicht MAD-spezifisch sind, ist das hier glaube ich weniger Relevant. Im Zweifel kann man die auch auf Mehrzweckschiffe oder ASW-Fregatten unterbringen)
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Im Großen und Ganzen sehe ich daher eigentlich nur die Entwicklung von HYDIS²/HYDEF als große "Unbekannte" die MAD-Fähigkeiten ab 2035 im Wege stehen könnten. Den Rest haben wir meines Erachtens nach eigentlich schon zusammen. Das wäre zwar definitiv kein AEGIS-Äquivalent, muss es mMn aber auch nicht sein.
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(20.04.2026, 17:36)DopePopeUrban schrieb: Meinst sicher 30er-Jahre? Big Grin
Wer weiß.... Angel
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(20.04.2026, 20:24)DopePopeUrban schrieb: Wieso soll ein Projekt nicht bis 2034 realisierbar sein, wenn 8-9 Jahre vorher noch nicht feststeht, welche Lfk-Palette man letztendlich verwendet? Das wäre nicht ungewöhnlich schnell, wir sind mit der F127 nur ungewöhnlich langsam. Bzw wir und die Tatsache, dass eine AWS-Beschaffung komplex ist und Zeit braucht bis FMS-Verfahren abgeschlossen und Infrastruktur gebaut ist, was für die NL in diesem ja ohnehin ausfällt.
Das hat roomsim soeben vorgerechnet (s. Zulauf ASWF).
Man kann nicht gleichzeitig bei F127 jedes Teufelchen an die Wand malen und bei FuAD dann nach Wunschdenken kalkulieren.
(20.04.2026, 20:24)DopePopeUrban schrieb: Das stimmt ein Stück weit, qNFMLG spricht nicht explizit dafür, dass SeaSnake hier geplant war. Da hab ich mich ein wenig unpräzise ausgedrückt.
Das war aber nicht die Kernaussage hinter diesem (zugebenermaßen nicht ganz präzisen) Beispiel. Denn wie hoch ist bitte die Wahrscheinlichkeit, dass die Wahl des qNFMLG auf das Mk38WS gefallen wäre oder zukünftig fällt?
In meinen Augen ist das sogar ziemlich wahrscheinlich, weil SeaSnake eigentlich nicht die Rahmenbedingungen der Ausschreibung (veröffentlicht auf TED) erfüllt?
(20.04.2026, 20:24)DopePopeUrban schrieb: Wurde sogar mal witzigerweise ausgerechnet von Hartpunkt angerissen, obgleich es da die Insider regnet.
https://www.hartpunkt.de/fregatten-der-k...erkennbar/
In meinen Augen spricht auch nichts dagegen, ein britisches, bereits in AEGIS integriertes und technisch voll befriedigendes MLG einzurüsten.
Das ist ja....pragmatischCry.
(20.04.2026, 20:24)DopePopeUrban schrieb: Das wissen wir bis heute nicht. Es wurde definitiv mit einem FCR geplant, dass nicht das AN/SPG-62G war. Es sei denn ich bin im Bilde über eine Panelversion dieses Systems, was so auf Modellen und Rendern gezeigt wird. Wie gesagt, das bezieht sich nicht auf "europäisch" sondern nur auf "nicht ins AWS integriert".
Bei suv.report wurde explizit auch auf eine FFBNW Auslegung für das FXR hingewiesen.
Ich denke nicht, dass jemals ein europäisches Feuerleitradar zur Debatte stand.
Wer das will, kann sich AEGIS schenken.
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„HeiligerHai“ schrieb:Das hat roomsim soeben vorgerechnet (s. Zulauf ASWF).
Man kann nicht gleichzeitig bei F127 jedes Teufelchen an die Wand malen und bei FuAD dann nach Wunschdenken kalkulieren.
Also hat es nichts damit zu tun, dass das Programm noch in einer frühen Projektphase steht und man sich nicht auf finale Lfk und Sensorik geeignet hat, sondern daran, dass der Schiffbauer keine ausreichenden Baukapazitäten hat da das vorherige Projekt in Verzug geraten ist.
Zitat:In meinen Augen ist das sogar ziemlich wahrscheinlich, weil SeaSnake eigentlich nicht die Rahmenbedingungen der Ausschreibung (veröffentlicht auf TED) erfüllt?
Zitat:In meinen Augen spricht auch nichts dagegen, ein britisches, bereits in AEGIS integriertes und technisch voll befriedigendes MLG einzurüsten.
Das ist ja....pragmatischCry.
Kann ich jetzt ehrlich gesagt so anhand der Quellen nicht erkennen.
https://www.evergabe-online.de/tenderdet...&id=779132
https://esut.de/2025/06/meldungen/60657/...aliber-um/
https://marineforum.online/mehr-wirkung-...geschuetz/

Im übrigen ist das Mk38 kein britisches System. Der Hersteller gehört einem britischen Unternehmen aber das System wird in Rock Hill, South Carolina produziert und ist soweit ich weiß auch nicht ITAR-frei.
https://www.navalnews.com/event-news/sea...s-install/

Generell ist nur wenig was BAE Systems herstellt britisch. Fast 50% des Unternehmenswertes liegt in den Vereinigten Staaten.
https://caat.org.uk/data/companies/bae-systems/
Zitat:Bei suv.report wurde explizit auch auf eine FFBNW Auslegung für das FXR hingewiesen.
Ich denke nicht, dass jemals ein europäisches Feuerleitradar zur Debatte stand.
Soweit ich weiß wird offiziell nicht kommuniziert ob das FXR nur national ausgeschrieben wird, oder ob sich auch internationale Firmen bewerben können. Jedenfalls werden Firmen wie Leonardo und Thales in Presseartikeln als mögliche Kandidaten erwähnt.
https://breakingdefense.com/2025/09/navy...mpetition/
Zitieren
(20.04.2026, 22:16)DopePopeUrban schrieb: Also hat es nichts damit zu tun, dass das Programm noch in einer frühen Projektphase steht und man sich nicht auf finale Lfk und Sensorik geeignet hat, sondern daran, dass der Schiffbauer keine ausreichenden Baukapazitäten hat da das vorherige Projekt in Verzug geraten ist.
Es sind alles valide Begründungen für die Schlussfolgerung, dass FuAD nicht gleichzeitig mit F127 zur Verfügung stehen wird
Das eine schließt das andere nicht aus - im Gegenteil.
(20.04.2026, 22:16)DopePopeUrban schrieb: Kann ich jetzt ehrlich gesagt so anhand der Quellen nicht erkennen.
https://www.evergabe-online.de/tenderdet...&id=779132
https://esut.de/2025/06/meldungen/60657/...aliber-um/
https://marineforum.online/mehr-wirkung-...geschuetz/
Hier wird das für alle potenziellen MLG durchgespielt:
https://suv.report/neue-marineleichtgesc...ie-flotte/
(20.04.2026, 22:16)DopePopeUrban schrieb: Im übrigen ist das Mk38 kein britisches System. Der Hersteller gehört einem britischen Unternehmen aber das System wird in Rock Hill, South Carolina produziert und ist soweit ich weiß auch nicht ITAR-frei.
https://www.navalnews.com/event-news/sea...s-install/

Generell ist nur wenig was BAE Systems herstellt britisch. Fast 50% des Unternehmenswertes liegt in den Vereinigten Staaten.
https://caat.org.uk/data/companies/bae-systems/
Achtung:
Mark 38 ist ein loser Begriff für MLG bei der USN.
Wichtig ist hier, dass es Mod 4 ist.
Früher waren Mark 38 MLG = 25mm Typhon von Rafael, die in Zusammenarbeit mit BAE geliefert wurden.
Das Mark 38 Mod 4 kommt von MSI Defence - aus dem UK.
(20.04.2026, 22:16)DopePopeUrban schrieb: Soweit ich weiß wird offiziell nicht kommuniziert ob das FXR nur national ausgeschrieben wird, oder ob sich auch internationale Firmen bewerben können. Jedenfalls werden Firmen wie Leonardo und Thales in Presseartikeln als mögliche Kandidaten erwähnt.
https://breakingdefense.com/2025/09/navy...mpetition/
Soweit ich weiß, wollte man ursprünglich OTS beschaffen und hat dann festgestellt, dass man mit den dargebotenen Lösungsvorschlägen nicht glücklich ist und entwickelt jetzt selbst.
Der Zeitplan fällt dementsprechend aus...
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(20.04.2026, 22:25)HeiligerHai schrieb: Es sind alles valide Begründungen für die Schlussfolgerung, dass FuAD nicht gleichzeitig mit F127 zur Verfügung stehen wird
Das eine schließt das andere nicht aus - im Gegenteil.
Das ja aber die Kernfrage war ja letztendlich, warum der F127 ähnliche Projekte anderer europäischer Marinen kommen und was für (oder ob) man Schlüsse daraus für eine Neugestaltung der F127 ziehen kann. Das trifft mMn aufgrund der verschiedenen jeweiligen Umstände nicht zu und das direkte Vergleichsprojekt (also der FuAD) der in einem ähnlichen Kontext wie die F127 entsteht, ist trotz seiner non-AEGIS Basis für den Zeitraum 2034/35 angesetzt.

Ist jetzt erstmal egal ob die Schiffe tatsächlich dann kommen, ich gehe da auch nicht von aus wenn es mit den ASWF noch länger dauert. Belgien sieht sich mWn ja schon inoffiziell nach Alternativen um. Aber das hat nichts direkt mit dem FuAD zu tun, sondern eben dem Schiffbauer bzw. dem vorangegangen Projekt. Das ist der Gedankengang dahinter.
Zitat:Hier wird das für alle potenziellen MLG durchgespielt:
https://suv.report/neue-marineleichtgesc...ie-flotte/
Ich will jetzt keine Quelle aufgrund des Autors anzweifeln aber beim Armchair General mache ich ne Ausnahme. Der glänzt auch auf seinen socials immer mit reichlich „Fachkunde“ und überschlägt sich meist vor Lob, sobald „US-Rüstungsindustrie“ und „Bundeswehr“ in einem Satz fällt, vollkommen unabhängig davon um was es eigentlich geht. Die Diskussionen die ich teilweise mit ihm geführt habe waren… abenteuerlich.

Ich halts im Hinterkopf aber diese Information fasse ich doch lieber nur mir Handschuhen an.
Zitat:Achtung:
Mark 38 ist ein loser Begriff für MLG bei der USN.
Wichtig ist hier, dass es Mod 4 ist.
Früher waren Mark 38 MLG = 25mm Typhon von Rafael, die in Zusammenarbeit mit BAE geliefert wurden.
Das Mark 38 Mod 4 kommt von MSI Defence - aus dem UK.
Die Unterschiede in den Versionen hatte ich jetzt so nicht im Kopf, allerdings verliert die Aussage meinerseits dadurch (wenn auch zufällig) nicht ihre Gültigkeit.
„NavalNews“ schrieb:First low-rate initial production contracts for the MK 38 MOD 4 GWS were awarded in September last year. A US$23.5 million contract placed by the NSWC Indian Head Division funded MSI-Defence Systems US LLC (MSI-Defence Systems’ US subsidiary in Rock Hill, South Carolina) for the procurement of 15 MK 88 MOD 4 gun mountings plus associated hardware and spares.
https://www.navalnews.com/event-news/sea...s-install/
Zitat:Soweit ich weiß, wollte man ursprünglich OTS beschaffen und hat dann festgestellt, dass man mit den dargebotenen Lösungsvorschlägen nicht glücklich ist und entwickelt jetzt selbst.
Der Zeitplan fällt dementsprechend aus...
Ah verstehe, Danke für die Information Smile
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