(See) Fregatte F126 (ex MKS 180)
(14.03.2026, 10:48)ObiBiber schrieb: Aber wieso sollte Rheinmetall hier unnötig ins Risiko gehen?!

Die Antwort steht im Artikel:

Zitat:Rheinmetall-CEO Armin Papperger hatte vor wenigen Tagen bei einer Telefonkonferenz mit Analysten gesagt, dass er hoffe, in den kommenden zwei oder drei Monaten eine finale Entscheidung zur F126 zu haben, damit Rheinmetall den Auftrag buchen könne.

Es gab in den letzten Tagen schon vereinzelte Artikel in der Presse, ob Rheinmetall sich in seinem Wachstum nicht verzettelt und am Ende einfach alles kollabiert, weil man seine eigene Ressourcen überstreckt. Die Börse liebt solche Geschichten und wenn man mal sieht, welche Dividende und Marge Rheinmetall derzeit fährt, warte ich gespannt auf das Preisschild, dass am Übergang der GU-Rolle an Rheinmetall hängt. Angel

Irgendwer muss das ganze Geld ja auch in Leistung umwandeln und eine "Einstellungswelle" bei Rheinmetall habe zumindest ich nicht wahrgenommen.
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(14.03.2026, 10:43)DeltaR95 schrieb: Derjenige, der diesen Ablieferungstermin jetzt verspricht, hat nicht mal den MBV 707 termingerecht abgeliefert bekommen!
Was aber doch wohl auch in nicht unerheblichem Maße mit Meyer als Unterauftragnehmer zusammenhing.

Können wir eigentlich ausschließen, dass Rheinmetall NVL kurzfristig mit eigenen Kräften für die Projektleitung u.ä. verstärkt hat? Ich denke, jeder von uns hier hätte an deren Stelle genau das als erstes gemacht. Also warum sollten sie das nicht auch getan haben?
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Zitat: Es gab in den letzten Tagen schon vereinzelte Artikel in der Presse, ob Rheinmetall sich in seinem Wachstum nicht verzettelt und am Ende einfach alles kollabiert, weil man seine eigene Ressourcen überstreckt. Die Börse liebt solche Geschichten und wenn man mal sieht, welche Dividende und Marge Rheinmetall derzeit fährt, warte ich gespannt auf das Preisschild, dass am Übergang der GU-Rolle an Rheinmetall hängt. Angel

Da brauch bloß zeitnah Frieden einkehren in der Ukraine da wird der Umsatz schon sinken .
Oder China verhängt wieder mal ein Lieferstopp für Rohstoffe wie 2024. Gerade China hat Rheinmetall komplett in der Hand. Wenn man dann noch dazu nimmt was sie letztendlich abliefern , da sind schon einige Lücken.
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(14.03.2026, 13:20)alphall31 schrieb: Gerade China hat Rheinmetall komplett in der Hand.
Really, komplett? Confused
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(14.03.2026, 12:46)Broensen schrieb: Können wir eigentlich ausschließen, dass Rheinmetall NVL kurzfristig mit eigenen Kräften für die Projektleitung u.ä. verstärkt hat? Ich denke, jeder von uns hier hätte an deren Stelle genau das als erstes gemacht. Also warum sollten sie das nicht auch getan haben?

Ganz einfach, weil du Leute mit Erfahrung in der Marinewaffentechnik sowie der Schiffstechnik brauchst. Die hat Rheinmetall nicht, so eine Expertise wird über Jahre erworben. Vor allem brauchst du Leute, die den Gesamtüberblick auf das System Schiff haben und nicht nur ihre eigene kleine Wohlfühlzone.

Was das "Springertum" an Fachwissen vernichtet bzw. Projekte gegen die Wand fährt kann man doch am BAAINBw am Besten sehen und auch gleichermaßen an den meisten großen Rüstungskonzernen.

Da wechseln Leute munter durch die Projekte, weil das Management selber keine Ahnung hat, wo die Unterschiede zwischen den Produkten sind.

Ein Schiff ist ein unglaublich komplexes System, daher neigen die meisten Kunden dazu, ihre Projektteams nach Fachgebieten zu trennen, z.B. Plattformtechnik und Einsatzsystem. Dies kann man so machen, sofern darüber eine Stelle sitzt, die den Überblick über die unterstellten Fachbereiche hat und Abhängigkeiten bzw. Konflikte rechtzeitig erkennt. Dummerweise sitzen an dieser Schaltstelle meistens Leute, die aus Gründen der Förderung ihrer Karriere dort sitzen und sich einfach nur in der "Linie" von unten berichten lassen, um dann ein Ergebnis nach oben weiter zu reichen. Nach meiner Erfahrung sind gut 70 % der Projekthavarien genau auf so eine Konstellation zurück zu führen. In der jeweiligen Fachtechnik wurde da nie ein Fehler begangen, man wusste halt nur nicht, was außerhalb des eigenen Bereichs benötigt bzw. fabriziert wurde.
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(14.03.2026, 20:40)DeltaR95 schrieb: Nach meiner Erfahrung sind gut 70 % der Projekthavarien genau auf so eine Konstellation zurück zu führen. In der jeweiligen Fachtechnik wurde da nie ein Fehler begangen, man wusste halt nur nicht, was außerhalb des eigenen Bereichs benötigt bzw. fabriziert wurde.

Zustimmung, was die Thematik des komplexen Systems Schiff betrifft.
Ursachen für Projekthavarien? Nun, da wird jeder so seine eigenen Erfahrungen machen.
Aus meiner Sicht wären vor allem zu nennen:
  • Bescheidene Qualität der Anforderungen
  • Ungenügend Zeit und Wille zur Anforderungsklärung
  • Fehleinschätzungen zur Wiederverwendbarkeit
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