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Kuba übt den „Volkskrieg“
Zitat:Kuba stellt sich im Konflikt mit den USA auf den Verteidigungsfall ein
Kuba überarbeitet nach US-Intervention in Venezuela seine Verteidigungspläne. Präsident betont friedliche Absichten. ...
Der kubanische Nationale Verteidigungsrat hat im Rahmen des jährlichen „Tags der Verteidigung“ seine Pläne und Maßnahmen für den Fall eines Kriegszustandes aktualisiert. Die Sitzung am Samstag fand vor dem Hintergrund deutlich verschärften Spannungen zwischen Kuba und den USA statt.
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(19.01.2026, 13:38)Kongo Erich schrieb: Kuba übt den „Volkskrieg“
Der würde ganz schnell enden, weil das kubanische Volk die Sozialisten aus dem Land jagt, wenn die USA erstmal angreift.
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Zitat:Sanktionsregime
Kuba unter Druck: Bundestagsgutachten stellt Rechtmäßigkeit der US-Sanktionen infrage
Während sich die humanitäre Krise in Kuba zuspitzt, stellt eine Analyse der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages die völkerrechtliche Grundlage der US-Sanktionen gegen das Land infrage.
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Damit mal die Reihenfolge dokumentiert wird:
Zitat:Versorgungslage in Kuba wird immer dramatischer
Stand: 09.02.2026 • 11:43 Uhr
Kuba steckt in der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Seit Jahresbeginn hat sich diese erheblich verschärft: die USA haben die Embargo-Schrauben angezogen - und es kommt kaum noch Öl nach Kuba.
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und wie reagieren die Verbündeten der Kubaner? Ach ja, die provozieren:
Zitat:Treibstoff für blockierte Insel
Jetzt provoziert Putin Trump vor seiner Haustür
Seit der Festnahme des venezolanischen Präsidenten unterbinden die USA Treibstofflieferungen nach Kuba. Doch ein Schiff soll die Seeblockade wohl durchbrechen.
Ein Tankschiff mit mußmaßlich russischem Öl an Bord ist auf dem Weg nach Kuba. ...
Wie das Analyseunternehmen Kpler auf Anfrage von "Bloomberg" erklärte, ist das Schiff "Sea Horse" mit rund 200.000 Barrel Gasoil beladen, einem Treibstoff, der vor allem für Transport und Stromerzeugung genutzt wird. Der Tanker erhielt seine Ladung demnach per Schiff-zu-Schiff-Transfer vor der Küste Zyperns. Die Ankunft in Kuba wird Anfang März erwartet.
Kuba leidet unter der US-Blockade
Die Energieversorgung Kubas ist aktuell massiv eingeschränkt. Laut Satellitenbildern ist die Lichtintensität auf der Insel seit Jahresbeginn um bis zu 50 Prozent gesunken. Analysten zufolge hat Kuba zuletzt im Januar erstmals seit einem Jahrzehnt keine Öllieferung erhalten. Die Vorräte aus dem Dezember könnten bis Ende März reichen, vermutet Rohit Rathad, der als Analyst beim Unternehmen Vortexa Ltd arbeitet, im Gespräch mit "Bloomberg"
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In Kuba gibt es einen riesigen Investitionsstau aus den letzten 50 Jahren . Hier könnte sich die EU sehr schön in Stellung bringen und was für ihren guten Ruf tun und gute Geschäfte machen. Das ansehen würde garantiert in ganz Südamerika steigen.
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wer das bezahlt - Investoren, die dann Gewinn daraus zielen, z.B. für Hotels, Produktionsanlagen, Spielhallen ...
Aber erst mal muss Kuba fallen:
Zitat:"Konzentrieren uns voll darauf"
Trump: "Kuba wird übrigens auch sehr bald fallen"
Die USA greifen im Januar Venezuela an und schaden damit vor allem auch Kuba. Trumps Aufmerksamkeit liegt derzeit zwar vor allem auf Teheran - doch auch Havanna sieht er kurz vor dem Fall. Außenminister Rubio soll demnach bald zum Inselstaat reisen und einen Deal machen.
US-Präsident Donald Trump hat seine Annahme bekräftigt, dass das sozialistische Kuba kurz vor dem Zusammenbruch steht. "Kuba wird übrigens auch sehr bald fallen", sagte er im Telefoninterview des US-Senders CNN, als er sich für die militärischen Erfolge der Vereinigten Staaten in seiner zweiten Amtszeit lobte.
Trump behauptete zudem, dass Havanna ein Abkommen wolle - "und deshalb werde ich (Außenminister) Marco (Rubio) dorthin schicken, und wir werden sehen, wie das läuft. Wir konzentrieren uns derzeit voll und ganz darauf. Wir haben viel Zeit, aber Kuba ist bereit - nach 50 Jahren", fügte er hinzu. ....
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Es ist irgendwie niedlich, wie man von Sanktionen gegen Kuba spricht, wo das ganze ein massives Embargo ist.
Entspricht diese Seeblockade eigentlich dem San Remo Manual on International Law Applicable to Armed Conflicts at Sea ?
Noch eine spaßige Randnotiz: während die Kubaner bei Ein- und Ausfuhr so massiv wie möglich behindert werden, kann man durchaus Kuba Waren aus den USA nach Kuba importieren. Die USA sind der viertgrößte Exporteuer nach Kuba.
Das Embargo ist aber im übrigen auch ein perfekter Vorwand für das Regime in Kuba vom eigenen Versagen abzulenken. Denn viele der Missstände in Kuba resultieren aus der sozialistischen Misswirtschaft. Die Regierung aber kann dies immer ganz bequem mit dem Embargo abbügeln und die Bevölkerung glaubt ihr.
Kuba wäre vermutlich schon lange nicht mehr sozialistisch und nicht mehr US-feindlich, wenn es das Embargo nicht gäbe.
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Heißer Tipp: Die 82. ist nicht für den Golf sondern für Kuba vorgesehen.
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Halte ich auch für wahrscheinlich. Zumal Kuba vermutlich kaum noch Widerstand wird leisten können.
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(06.03.2026, 22:47)Quintus Fabius schrieb: Halte ich auch für wahrscheinlich. Zumal Kuba vermutlich kaum noch Widerstand wird leisten können. dazu "Wird sehr bald zusammenbrechen"
Zitat:Trump hat schon das nächste Land im Visier
Nach Venezuela und dem Iran nimmt die US-Regierung möglicherweise schon Anlauf für den nächsten Regimesturz. Wie der aussehen soll, ist aber derzeit noch unklar.
Das Ende der staatlichen Ordnung Kubas hat Donald Trump bereits vor Augen. "Kuba wird sehr bald zusammenbrechen", sagte der US-Präsident am Freitag dem Nachrichtensender CNN. Deshalb würde das Land "unbedingt" einen Deal mit seiner Regierung abschließen wollen, erklärte Trump weiter. Dafür verhandele sein Außenminister Marco Rubio aktuell mit der kubanischen Führung.
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In Bezug auf Kuba scheint es aktuell nur noch eine Frage der Zeit zu sein, wann die US-Regierung plant, auch dort die politische Führung ins Wanken zu bringen. Offen scheint nur noch zu sein, wie man dieses Mal vorgehen will.
Trump ließ dies zuletzt offen. Am Montag sprach er davon, es könne eine "freundliche Übernahme" geben – oder eben nicht. Trumps ehemaliger nationaler Sicherheitsberater John Bolton sagte kürzlich t-online, dass sich die aktuelle kubanische Führung im besten Fall mit einem Exil in Russland begnügen könnte, "aber freundlich wird das ganz sicher nicht".
Dass der kommunistische Inselstaat der US-Regierung ein Dorn im Auge ist, ist nichts Neues. Beide Staaten sind verfeindet, seit Fidel Castro 1959 mit Unterstützung der damaligen Sowjetunion die von den USA gestützte Regierung gestürzt hat. Die Spannungen infolge der Revolution führten 1962 in der Kubakrise die Welt an den Rand eines Atomkriegs.
Seitdem hatten die USA immer wieder neue Sanktionen eingeführt und die meiste Zeit auf eine politische Isolation der Insel gesetzt. Eine Entspannungsphase gab es unter Barack Obama, der 2016 die kubanische Hauptstadt Havanna besuchte. Vor Obama war der letzte US-Präsident, der einen Fuß auf die Insel gesetzt hatte, Calvin Coolidge im Jahr 1928.
In seiner ersten Amtszeit hatte Donald Trump dann bereits den Kurs seines Vorgängers zurückgedreht: Unter anderem führte seine Regierung Reisebeschränkungen und weitere Sanktionen ein. Zudem erklärte Trump zum Ende seiner ersten Amtszeit Kuba wieder zu einem staatlichen Unterstützer des Terrorismus. Obama hatte diese Einstufung zuvor aufgehoben.
Wie angespannt die Beziehungen zwischen beiden Staaten mittlerweile wieder sind, zeigte ein Vorfall vor wenigen Wochen: Ende Februar kam es zwischen der kubanischen Küstenwache und einem in den USA registrierten Schnellboot zu einem Schusswechsel. Vier Insassen des Bootes wurden dabei getötet.
Klage gegen führende Köpfe?
Die genauen Umstände dieses Vorfalls sind noch immer unklar. An Bord des Bootes sollen sich nach kubanischen Angaben zahlreiche Waffen befunden haben. Kuba warf der Besatzung zudem vor, einen Umsturz des Regimes geplant zu haben. Die Regierung in Washington hielt sich bislang mit öffentlichen Äußerungen zurück. Außenminister Rubio sagte dazu nur, man werde eigene Ermittlungen zu dem Fall anstellen.
Abgesehen von Trumps markigen Worten soll die US-Regierung auch politisch und juristisch planen, härter vorzugehen. Mehrere US-Medien berichteten zuletzt, dass das Justizministerium dafür eine neue Arbeitsgruppe eingerichtet habe. Dort soll unter anderem geprüft werden, ob und wie die US-Regierung Klagen gegen führende Köpfe des kubanischen Regimes erheben könnte. Denkbar sind laut den Berichten auch neue Sanktionen.
Ähnliche Bestrebungen gibt es auch innerhalb der Republikanischen Partei: Mitte Februar hatten vier republikanische Abgeordnete, allesamt mit kubanischen Wurzeln, das Justizministerium zu einer Anklage gegen Raúl Castro aufgefordert. In einem Schreiben machten die Abgeordneten den Bruder von Fidel Castro verantwortlich für den Abschuss zweier ziviler amerikanischer Flugzeuge durch die kubanische Luftwaffe im Jahr 1996.
Parallelen zu Venezuela
Die Vorgehensweise ähnelt dabei der gegen Venezuela. Auch gegen Maduro wurde zunächst Anklage erhoben, bevor er durch US-Soldaten außer Landes gebracht wurde.
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Auf welchem Wege könnte Trump in Kuba sein Ziel erreichen? Es gilt nicht als ausgeschlossen, dass das Land auch ohne einen Militärschlag kollabieren könnte. Denn Kuba befindet sich schon jetzt in einer der schwersten Wirtschaftskrisen seit der Castro-Revolution.
Schwere Wirtschaftskrise
Ein Grund für die Krise ist die von den USA initiierte Blockade von Öl, die die Einfuhr nach Kuba massiv erschwert. Die Importe des Hauptlieferanten Venezuela wurden von Trump bereits im Dezember gekappt. Zudem hat der Präsident allen Ländern mit hohen Zöllen gedroht, falls sie weiter Öl an die Insel liefern. Die Konsequenz ist, dass sich mit Mexiko auch der zweitwichtigste Exporteur zurückgezogen hat.
Das fehlende Öl macht sich auf Kuba überall bemerkbar: Stromausfälle, auf der Insel ohnehin keine Seltenheit, haben weiter zugenommen. Krankenhäuser haben ihren Betrieb eingeschränkt, genauso wie die Müllabfuhren, wodurch sich in den Straßen der Abfall türmt.
Die schwierige Lage wird auch von der kubanischen Führung nicht geleugnet. Der Präsident Kubas, Miguel Díaz-Canel, sprach sich in der vergangenen Woche für ein drastisches Umdenken aus: "Wir müssen uns sofort auf die Umsetzung der dringend notwendigen Transformationen konzentrieren, die am Wirtschafts- und Sozialmodell vorgenommen werden müssen", sagte Díaz-Canel staatlichen Medien. Als Konsequenz kündigte die Regierung an, erstmals Kooperationen zwischen privaten und staatlichen Unternehmen zu erlauben.
Deal möglich?
Aktuell ist auf US-Seite vor allem Marco Rubio gefordert. Der Außenminister, selbst Kind kubanischer Exilanten, soll aktuell mit den Machthabern des Inselstaats über ein Abkommen verhandeln. Michael Bustamante, Vorsitzender des Lehrstuhls für Kubastudien an der Universität von Miami, ist allerdings skeptisch, ob eine Einigung möglich ist. "Ich glaube nicht, dass die Verhandlung über das eigene Ende zur DNA des kubanischen Staates gehört", sagte Bustamante der "New York Times".
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