(Land) Das deutsche Heer
#91
Zu speziell dieser Übung kann ich etwas beitragen. Zunächst mal war das keine 10 Mann Drohnengruppe für sich allein, sondern die Ukrainer waren hier Teil einer größeren estnischen Einheit, welche hier die Feinddarstellung machte. Herausragend war im weiteren nicht so sehr die Leistung der Ukrainer, sondern die der estnischen Aufklärung insgesamt. Die Esten haben hier eine herausragende und besonders hervorhebenswerte Rolle gespielt.

Im weiteren war es keineswegs so, dass es hier "den Ukrainern" gelungen wäre zwei NATO Bataillone auszuschalten, sondern die Ukrainer waren lediglich Teil der OPFOR welche dies bewerkstelligte. Die Lehre der Übung ist zudem in keinster Weise, dass die Drohnen ach so überlegen wären, denn auch die Angreifer hatten welche, sondern dass die Defensive schwer zu überwinden ist. Und das für eine erfolgreiche Offensive viele Parameter und Umstände vorhanden sein müssen - welche die Russen so noch weniger leisten können als die NATO !

Das spricht im weiteren FÜR die NATO und zeigt auf, dass das Baltikum von den Russen wenn es ernsthaft verteidigt wird praktisch nur sehr schwer oder gar nicht einnehmbar wäre. Die Übung zeigt also auf, dass die NATO gegen die Russen gute Chancen hätte, wenn sie das Baltikum verteidigt.

Denn die simple Wahrheit ist, dass wir im Baltikum in jedem Fall zunächst in der Defensive wären, da es ja kaum vorstellbar ist, unter welchen Umständen wir Russland konventionell zuerst angreifen und invasieren sollten.

Gar keine Frage, die Leistung der Ukrainer innerhalb des estnischen Verbandes war sehr gut, aber sie war nur ein kleiner Anteil der Gesamtleistung der Esten in diesem Szenario. Und schlussendlich spricht die Übung gegen Russland und für uns.
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#92
Es wurden auch keine zwei btl ausgeschaltet , die zwei Btl waren geschwächt und zu den reinen offensiven Aufträge nicht mehr fähig. Im Angriff gibt es nun mal Verluste . Ein Btl hat stellenweise 300 Fahrzeuge , wenn interessieren den da 17 Fahrzeuge .
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#93
Es sind schon mehr als 17 ausgefallen, aber das ist halt auch einfach mal völlig normal.

Schlussendlich hat die Übung nur aufgezeigt, dass die Offensive heute schwieriger und verlustreicher ist und mehr Können und bestimmte Umstände erfordert (ach welch überraschung).

Der Artikel zieht dann daraus die vollständig falsche Schlußfolgerung: nämlich, dass dies für die NATO schlecht wäre und für die Russen gut, dabei ist es exakt umgekehrt. Das bedeutet, dass die Russen bei einer Offensive deutlich mehr Probleme hätten, deutlich langsamer voran kämen und unsere Defensive stärker ist als erhofft.
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#94
Welches Kampftruppenbataillon hat denn 300 Fahrzeuge? Ich war lange im Gefechtsübungszentrum. Auch da gab es Übungen, wo ohne den Einsatz von Drohnen die Angreifer schnell so abgenutzt waren, dass die Übung unterbrochen wurde und nach der Zwischenauswertung es einen neuen Ansatz gab. Übungen sind dazu da, um Erkenntnisse zu gewinnen. Sonst wären es Könnungen. Das wird man auswerten und entsprechende Rückschlüsse ziehen.
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#95
Muss doch kein kampftruppenbtl sein , hier ging es letztendlich um eine estnische Division und eine Brit Brig , da gibts genug Verbände zur Auswahl.
Wir haben ungefähr 160 Mungo im Rgt , vielleicht 60x T6 Widder , vielleicht 60 Wölfe , 20 Wiesel , 50-60 LKW aller Größen , BvS 206 10-15 , verschiedene Transporter , Busse Und Pkw.
Ein Divisionsgefechtsstand bringt die Zahl an Fahrzeugen auch alleine zusammen .
Und da heute nicht mehr mit 2t gefahren wird mit 10 Personen sondern im enok oder Dingo 1/2 wo bloß 4-5 Personen rein passen erhöht sich halt die Anzahl der Fahrzeuge.
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#96
Ohne jetzt genaue Zahlen zu nennen ist es durchaus so, dass heutige Einheiten zu viele Fahrzeuge haben. Das Übermaß an Fahrzeugen stellte dabei ein erhebliches Problem dar. Denn jedes Fahrzeug bindet Soldaten die dann nicht mehr Kampfkraft liefern, sowohl in der Einheit selbst als auch die ganze Logistikkette nach hinten. Ganzheitlich betrachtet stellt das Übermaß an Fahrzeugen bei der Bundeswehr inzwischen mehr ein Problem als eine Lösung dar.
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#97
Ich hoffe, dass bei uns alle verinnerlicht haben, dass jede Bewegung aufgeklärt wird und alles, was nicht geschützt ist, von Drohnen bedroht ist.
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#98
Und von leichter Infanterie die tiefräumig infiltriert hat. Und von Minen (per Rakete verlegt). Und von Artillerie. Und von Gleitbomben. Und von der Luftwaffe. Und von taktischen Nuklearwaffen. und....und....und......

Aber um in diesem Kontext auf Fahrzeug zurück zu kommen:

Die heutigen Bundeswehreinheiten haben zu viele Fahrzeuge. Dies behindert die Bewegung, macht den Gesamtverband langsamer (durch die Verlangsamung aller Prozesse insgesamt, was durch die höhere Geschwindigkeit der Fahrzeuge nur bedingt ausgeglichen werden kann), es erschwert die Dislozierung und es erhöht den logistischen Aufwand und macht damit die Logistik angreifbarer und erhöht damit das Risiko dass der Verband durch logistische Probleme stark eingeschränkt wird in seiner Verwendbarkeit und schlussendlich senkt es die Kampfkraft der Verbände im Verhältnis zur Mannzahl weil zu viele Fahrzeuge keinen direkten unmittelbaren Beitrag zur Kampfkraft leisten.

Schlußfolgerung: wir benötigen:

1. weniger Fahrzeuge.

2. Diese müssen allesamt zum Kampf bzw. zu Kampfaufgaben befähigt werden (z.B. aber nicht darauf beschränkt mit KI gesteuerten Waffenstationen)

3. Man muss sich ganz allgemein von dieser Fixierung auf Fahrzeuge lösen, spezifischer aber noch von der Fixierung auf militärische Fahrzeuge die schon in Friedenszeiten beschafft und bereit gehalten werden.
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#99
(Gestern, 19:44)Quintus Fabius schrieb: Und von leichter Infanterie die tiefräumig infiltriert hat. Und von Minen (per Rakete verlegt). Und von Artillerie. Und von Gleitbomben. Und von der Luftwaffe. Und von taktischen Nuklearwaffen. und....und....und......

Aber um in diesem Kontext auf Fahrzeug zurück zu kommen:

Die heutigen Bundeswehreinheiten haben zu viele Fahrzeuge. Dies behindert die Bewegung, macht den Gesamtverband langsamer (durch die Verlangsamung aller Prozesse insgesamt, was durch die höhere Geschwindigkeit der Fahrzeuge nur bedingt ausgeglichen werden kann), es erschwert die Dislozierung und es erhöht den logistischen Aufwand und macht damit die Logistik angreifbarer und erhöht damit das Risiko dass der Verband durch logistische Probleme stark eingeschränkt wird in seiner Verwendbarkeit und schlussendlich senkt es die Kampfkraft der Verbände im Verhältnis zur Mannzahl weil zu viele Fahrzeuge keinen direkten unmittelbaren Beitrag zur Kampfkraft leisten.

Schlußfolgerung: wir benötigen:

1. weniger Fahrzeuge.

2. Diese müssen allesamt zum Kampf bzw. zu Kampfaufgaben befähigt werden (z.B. aber nicht darauf beschränkt mit KI gesteuerten Waffenstationen)

3. Man muss sich ganz allgemein von dieser Fixierung auf Fahrzeuge lösen, spezifischer aber noch von der Fixierung auf militärische Fahrzeuge die schon in Friedenszeiten beschafft und bereit gehalten werden.

Der Kampf auf Nato Gebiet außerhalb des (russisch kalten und extrem dünn besiedelten) Baltikum findet in den Infrastrukturell gut bis hervorragend erschlossenen FIN/SWE/PL etc statt... Da kannst du Fahrzeuge hervorragend bis in den Wald hinein fahren.
Sorry, der Dombas Matsch Wallachei Krieg (an dem schon die Wehrmacht gescheitert ist... Nicht nur die Russen jetzt) findet im EU Infrastruktur voll entwickelten Polen oder gar Deutschland definitiv nicht statt!
Hier ist alles voll bis ins kleinste Dorf mit asphaltierten Strasse versehen... Und 2m Matsch gibt's hier auch nicht.
Und in den Eis Weiten Finnlands oder Schwedens willst du nicht motorisiert kämpfen?... Nicht dein Ernst, oder?
Da gibt es nie ZU VIEL Fahrzeuge, NUR ZU WENIG. (wegen Ausfall durch Kälte)
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