(Luft) Future Combat Air System (FCAS) und New Generation Fighter (NGF)
Wie will Frankreich denn mit MGCS drohen? Das kann D einfacher alleine als Frankreich FCAS/NGF.
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(10.02.2026, 09:00)muck schrieb: "Juristen Idioten." Ähem, was? Welche Rolle hat hier bitte das Recht oder die Juristerei gespielt? Keine.

Doch...möglichst alle Optionen verbal offen lassen, zu nix bekennen... Viel Paragrafen Geschwurbel statt gesundem Menschenverstand.... Sich um die Wahrheit herum reden.... Das können Juristen sehr gut... Vor Gericht alles zerreden ist ihr Job.

(10.02.2026, 09:12)Frank353 schrieb: https://www.stern.de/news/interview--mac...22078.html

Macron hält an FCAS fest. Merz und er hätten nicht über die Beendigung des Projekts gesprochen.
Ein Ende von FCAS wäre auch ein Ende für MGCS. Das wären verschwendete Synergien.

Meine erste Einschätzung:
Frankreich will Deutschland im FCAS Projekt halten
Dassaults Führungsanspruch soll gesichert werden
Frankreich spielt auf Zeit
MGCS soll als Druckmittel dienen, aber leere Drohung

Meine Einschätzung : Macron entscheidet das nicht mehr.
Sondern die deutschen Gewerkschaften und die deutsche Industrie.... Die deutsche Medien Landschaft bezieht dadurch auch Stellung.
CDU und SPD kann sich angesichts der drohenden AfD in ihrer jeweiligen klientel keinen Vertrauens Verlust mehr leisten.
Solange Dassault als Staats Konzern mit Arroganz Anspruch so bleibt, wird es niemals Frieden im Projekt geben.
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(10.02.2026, 09:00)muck schrieb: "Juristen Idioten." Ähem, was? Welche Rolle hat hier bitte das Recht oder die Juristerei gespielt? Keine.

Er hat sich wahrscheinlich darauf bezogen , das die meisten Politiker, Juristen sind.
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(10.02.2026, 14:39)roomsim schrieb: Er hat sich wahrscheinlich darauf bezogen , das die meisten Politiker, Juristen sind.

Ja, so ist das primär gemeint.
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(10.02.2026, 09:12)Frank353 schrieb: https://www.stern.de/news/interview--mac...22078.html

Macron hält an FCAS fest. Merz und er hätten nicht über die Beendigung des Projekts gesprochen.
Ein Ende von FCAS wäre auch ein Ende für MGCS. Das wären verschwendete Synergien.
...
das wird auch hier bestätigt:
Zitat: ...
Macron hält weiter an Kampfjet FCAS fest
Unabhängig davon wies Macron in dem Interview Gerüchte über ein mögliches Aus für das deutsch-französische Kampfjet-Projekt FCAS zurück. Er bekräftigte, Frankreich halte an dem Vorhaben fest: „FCAS ist der Jet der Zukunft. Wir brauchen ein solches Flugzeug“, sagte Macron. Er habe mit Friedrich Merz „nicht über ein Ende des Projekts gesprochen“.

Macron verwies auf das Beispiel der europäischen Trägerrakete Ariane 6, die auch häufig totgesagt worden sei, nun aber doch funktioniere. Er sei der Meinung, „dass die Dinge vorangehen müssen“. Ein Aus für den Kampfjet der Zukunft würde auch die Pläne für den gemeinsamen Kampfpanzer infrage stellen. „Stellen Sie sich vor, was das für einen Rückbau der Synergien bedeuten würde“, betonte Macron.

Das „Handelsblatt“ hatte am Montag berichtet, dass es Überlegungen gebe, die Pläne für einen gemeinsamen Kampfjet aufzugeben. Mehrere Abgeordnete der Regierungsparteien SPD und CDU und hochrangige Industrievertreter würden darauf drängen, sich von dem französischen Industriepartner Dassault als Projektpartner zu verabschieden. Die italienische Zeitung „Corriere della Sera“ berichtete, Deutschland habe Interesse an dem britisch-italienisch-japanischen Kampfjet-Programm GCAP.
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(10.02.2026, 19:29)Kongo Erich schrieb: das wird auch hier bestätigt:

Auf ewig kann Merz das nicht mehr hinaus zögern.
Es geht um die gesamte deutsche Luftfahrt Zukunft.
Wenn er gegen ALLE (SPD, CDU, Gewerkschaften und Industrie) entscheidet und Macron mit Dassault nicht endgültig den verdienten Tritt in den Arroganz Hintern verpaßt, ist Merz politisch tot!
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Es gibt im der SPD viele Stimmen, die kein Scheitern wollen, sondern eine Einigung mit Frankreich.

Schauen wir mal.

Am Ende ist das Gesamtsystem wichtiger, als die Anzahl der darin vernetzten Kampfflugzeuge.
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Von einer POLITICO Korrespondentin

Laura Kayali:
Zitat:Slightly different enthusiasm for FCAS:
🇩🇪 Boris Pistorius: "Those declared dead are known to live longer. Whether that applies here will certainly become clear in the coming days."
🇫🇷 Emmanuel Macron: FCAS is not dead. It's a good project. Via
Chris Lunday

Laut Pistorius soll sich FCAS in den kommenden Tagen klären. Wahrscheinlich in Zuge der Anstehenden Treffen und der Münchner Sicherheitskonferenz. Ich bin für viele Optionen offen. Ich hoffe lediglich, dass es eine Entscheidung in irgendeine Richtung gibt. Noch mal ein Jahr so verschenken schadet allen.
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https://www.oldenburger-onlinezeitung.de...93191.html

Kurz vor dem Start der Münchner Sicherheitskonferenz hat der SPD-Haushaltsexperte und Verteidigungsexperte Andreas Schwarz den Druck für eine Entscheidung im Ringen um das deutsch-französische Kampfjet-Projekt FCAS erhöht.

Mit Blick auf den französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron sagte Schwarz der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe): „Macron wird sich an seiner Durchsetzungskraft gegenüber dem französischen Flugzeugbauer Dassault messen lassen müssen. Es nützt wenig, wenn sich die politischen Führungen in Paris und Berlin einig sind, aber die französische Industrie sich nicht an vertragliche Vereinbarungen halten will.“

Zuletzt hatte Macron ein Scheitern des Projekts zurückgewiesen, dies steht jedoch weiter im Raum. SPD-Politiker Schwarz: „Dieses Projekt war auf Augenhöhe konzipiert und das deutsche Parlament erwartet auch eine Umsetzung auf Augenhöhe. Deutschland will eine Partnerschaft nicht nur bei den Kosten, sondern auch beim Know-how und dem Bau des Flugzeuges. Die französischen Signale aus der Industrie sind leider nicht so.“

Der Haushaltspolitiker mahnte: „Aufgrund der Bedeutung und Wichtigkeit des Projektes, muss eine Entscheidung zeitnah getroffen werden. In Europa gibt es Alternativpartner, und das sollte Dassault und Macron bewusst sein“, so Schwarz. Zitat Ende
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(10.02.2026, 14:24)Milspec_1967 schrieb: Doch...möglichst alle Optionen verbal offen lassen, zu nix bekennen... Viel Paragrafen Geschwurbel statt gesundem Menschenverstand.... Sich um die Wahrheit herum reden.... Das können Juristen sehr gut... Vor Gericht alles zerreden ist ihr Job.
(10.02.2026, 14:39)roomsim schrieb: Er hat sich wahrscheinlich darauf bezogen , das die meisten Politiker, Juristen sind.
(10.02.2026, 15:09)Milspec_1967 schrieb: Ja, so ist das primär gemeint.
Das ist einfach nur unsubstantiierte Polemik auf Stammtischniveau, die die Komplexität des Problems völlig ausblendet.

Welche Alternative haben wir, die jetzt, hier, heute anlaufen kann? Keine. Also, womit soll Friedrich Merz bitte auf den Tisch hauen?

Und wozu soll Merz Emmanuel Macron bewegen? Wenn es Macron nicht gelingt, auf persönlicher Ebene Éric Trappier zum Einlenken zu bewegen, was soll der dann machen? Dassault den Auftrag entziehen? Sehr realistisch, wenn wir schon um Airbus' Mitwirkung so sehr feilschen, wird Frankreich nicht sein industriepolitisches Kronjuwel preisgeben.

Außerdem findet FCAS nicht im luftleeren Raum statt. Rüstungsfragen mögen uns hier am meisten beschäftigen, aber Deutschland hat noch andere Probleme, und FCAS ist ein hochpolitisches Projekt in einem spannungsreichen Umfeld.

Deutschland kann den Kurs Europas nicht alleine bestimmen. Merz will der EU einen Sparkurs auferlegen, Macron will gemeinsame Staatsschulden. Merz möchte, dass die Europäer auf Konfrontationskurs zu Russland bleiben, Macron sucht schon wieder die Annäherung. Und, und, und. Auch ist Macron innenpolitisch schwer angeschlagen, der nächste französische Präsident könnte durchaus Jordan Bardella oder, schlimmer, Jean-Luc Mélenchon heißen.

Deutschland kann daher nicht daran gelegen sein, Macron vor den Kopf zu stoßen und Deutschland-Gegnern in Frankreich Wahlkampfhilfe zu geben.

Zum Glück besitzt Merz zumindest in der Außenpolitik Qualitäten und sucht zurzeit die Annäherung an Italien, als Ersatz für den handlungsunfähig werdenden Macron. Giorgia Meloni steht ihm politisch sowieso näher. Wenn Berlin auf Paris nicht mehr so sehr angewiesen ist, eröffnet das auch in Bezug auf FCAS neue Handlungsspielräume.

Das Projekt ist dermaßen verspätet, dass es auf ein halbes Jahr mehr oder weniger wirklich nicht ankommt. Wichtiger ist, die richtigen Weichenstellungen zu tätigen.
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https://www.ingenieur.de/technik/fachber...s-projekt/

Wichtige Punkte aus dem Artikel, nach Informationen des VDI:
- Merz will zwei Flugzeuge (NGF)
- Entscheidung bis Ende Februar 2026 avisiert
- Gemeinsame Combat Cloud (hat Voyageur ja schon lange so gesehen)
- Gemeinsame unbemannte Systeme (optional)
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(Heute, 09:26)Frank353 schrieb: https://www.ingenieur.de/technik/fachber...s-projekt/

Wichtige Punkte aus dem Artikel, nach Informationen des VDI:
- Merz will zwei Flugzeuge (NGF)
- Entscheidung bis Ende Februar 2026 avisiert
- Gemeinsame Combat Cloud (hat Voyageur ja schon lange so gesehen)
- Gemeinsame unbemannte Systeme (optional)

Entscheiden tun das ja bekanntlich keine Ingenieure.
Woher will der VDI das dann wissen?
Als 1a Militär Politik Quelle ist er njcht gerade bekannt.
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(Heute, 04:46)muck schrieb: Das ist einfach nur unsubstantiierte Polemik auf Stammtischniveau, die die Komplexität des Problems völlig ausblendet.

Welche Alternative haben wir, die jetzt, hier, heute anlaufen kann? Keine. Also, womit soll Friedrich Merz bitte auf den Tisch hauen?

Und wozu soll Merz Emmanuel Macron bewegen? Wenn es Macron nicht gelingt, auf persönlicher Ebene Éric Trappier zum Einlenken zu bewegen, was soll der dann machen? Dassault den Auftrag entziehen? Sehr realistisch, wenn wir schon um Airbus' Mitwirkung so sehr feilschen, wird Frankreich nicht sein industriepolitisches Kronjuwel preisgeben.

Außerdem findet FCAS nicht im luftleeren Raum statt. Rüstungsfragen mögen uns hier am meisten beschäftigen, aber Deutschland hat noch andere Probleme, und FCAS ist ein hochpolitisches Projekt in einem spannungsreichen Umfeld.

Deutschland kann den Kurs Europas nicht alleine bestimmen. Merz will der EU einen Sparkurs auferlegen, Macron will gemeinsame Staatsschulden. Merz möchte, dass die Europäer auf Konfrontationskurs zu Russland bleiben, Macron sucht schon wieder die Annäherung. Und, und, und. Auch ist Macron innenpolitisch schwer angeschlagen, der nächste französische Präsident könnte durchaus Jordan Bardella oder, schlimmer, Jean-Luc Mélenchon heißen.

Deutschland kann daher nicht daran gelegen sein, Macron vor den Kopf zu stoßen und Deutschland-Gegnern in Frankreich Wahlkampfhilfe zu geben.

Zum Glück besitzt Merz zumindest in der Außenpolitik Qualitäten und sucht zurzeit die Annäherung an Italien, als Ersatz für den handlungsunfähig werdenden Macron. Giorgia Meloni steht ihm politisch sowieso näher. Wenn Berlin auf Paris nicht mehr so sehr angewiesen ist, eröffnet das auch in Bezug auf FCAS neue Handlungsspielräume.

Das Projekt ist dermaßen verspätet, dass es auf ein halbes Jahr mehr oder weniger wirklich nicht ankommt. Wichtiger ist, die richtigen Weichenstellungen zu tätigen.

Ich hoffe das war nicht auf mich bezogen, da ich nur mit Verwirrung aufräumen wollte.
Ich bin da auch voll bei dir Stammtisch/Bierzelt parolen gehören hier nicht ins Forum, weshalb ich auch versuchte immer möglichst sachlich und nüchtern zu argumentieren.

Zum Thema zurück: Macron muss Dassault klar machen, das Frankreich nicht das Geld hat ein FCAS im Alleingang zu machen um das Projekt in seiner Heutigen Form noch zu Retten. Auf die Tour: Entweder ihr macht da mit und Kooperiert oder es gibt gar keinen neuen Bemannten Fighter aus Französischer Produktion.

Sonst kann ich dir da nur zustimmen.

(Heute, 09:26)Frank353 schrieb: https://www.ingenieur.de/technik/fachber...s-projekt/

Wichtige Punkte aus dem Artikel, nach Informationen des VDI:
- Merz will zwei Flugzeuge (NGF)
- Entscheidung bis Ende Februar 2026 avisiert
- Gemeinsame Combat Cloud (hat Voyageur ja schon lange so gesehen)
- Gemeinsame unbemannte Systeme (optional)

Plus ein gemeinsames Triebwerk was ich so in der WiWo gelesen habe, da der Teil des Projekt VOR des Zeitplan ist und reibungslos läuft(nach anfänglichen Startschwierigkeiten).
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(Heute, 09:26)Frank353 schrieb: Merz will zwei Flugzeuge (NGF)
(Vor 8 Stunden)roomsim schrieb: Plus ein gemeinsames Triebwerk
Was beides zusammen genommen nicht mit den GCAP-Einstiegs-Überlegungen harmoniert.
Denn Tempest wird vmtl. nicht das NGFE-Triebwerk übernehmen, das im Rahmen des FCAS für den NGF entwickelt wird. Dagegen spricht neben der technischen Aspekte auch der Programmfortschritt und Zeitplan bei GCAP.

Also bliebe mit einem deutschen GCAP-Einstieg nur eine 3-Muster-Lösung, um das NGFE-Projekt zu "retten", was insgesamt jedoch wenig Sinn zu ergeben scheint. Daher würde ich das als entweder/oder-Entscheidung zwischen GCAP-Einstieg und Fortführung des NGFE betrachten.

Wobei man bei solchen Überlegungen nochmal unterscheiden muss zwischen der Finanzierungsseite und industrieller Zusammenarbeit. Also falls das NGFE als Teil von FCAS beendet werden sollte, könnte es trotzdem von der Industrie zu Ende geführt werden, um dann z.B. im rein französischen NGF zum Einsatz zu kommen. Denn auch Frankreich alleine würde es sich überlegen müssen, ob sie die gesamte Arbeit, die schon seitens MTU erbracht wurde, auf eigenen Kosten nachholen wollen würde oder nicht doch lieber einfach bei MTU zukauft.
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Hier ein Interview von MTU Chef Bussmann, FCAS ist ein Thema im Interview.

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/e...duced=true


Der Artikel liegt hinter einer Bezahlschranke, kurz zusammengefasst spricht er sich für die Fortsetzung von FCAS aus. Wenn wundert es… Er sieht als Gefahr, für sein Geschäft und die Souveränität Europas, dass stattdessen mehr F35 beschafft werden könnten.

Interessant war noch, ich Zitiere:

SZ: Es gibt nun den Vorschlag, zwei unterschiedliche Kampfjets zu
entwickeln, das wird von der Industrie und der IG Metall unterstützt.
Ist das eine gute Idee?

MTU: Natürlich wäre es uns am liebsten, wenn die ursprüngliche Idee umgesetzt
wird. Wir unterstützen aber auch eine alternative Idee, sozusagen als
zweitbeste Lösung. Dann ginge es darum, einen kleineren und einen
etwas größeren Jet zu entwickeln. Der Vorteil wäre sogar, dass so die
Bedürfnisse der Kunden, also der Streitkräfte der einzelnen Länder,
besser befriedigt werden könnten.

SZ:Und Sie könnten zweimal Triebwerke verkaufen.

MTU: Die Triebwerke würden sich vermutlich leicht unterscheiden, und auch die
Stückzahlen wären jeweils geringer. Da wäre es günstiger, wenn beide
Triebwerke aus dem gleichen Konsortium kämen anstatt aus zwei
voneinander losgelösten Entwicklungen. Zunächst muss aber der Kunde,
also die Politik, entscheiden. Dann können wir uns mit den Details
beschäftigen.
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