(See) Die deutsche Marine
(21.01.2026, 17:32)DopePopeUrban schrieb: "Gute Dinge sind gut und wir sollten mehr davon machen, schlechte Dinge sind schlecht und wir sollten weniger davon machen."

Ist das MZB als Neujahrsrede sozusagen.

Was ist MZB?
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Es wird doch kein Mehrzweckboot sein?
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(21.01.2026, 19:17)emjay schrieb: Es wird doch kein Mehrzweckboot sein?
Niemand hat die Absicht, ein Mehrzweckboot zu beschaffen.
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(21.01.2026, 18:49)Milspec_1967 schrieb: Was ist MZB?
„Marine Zielbild“ aka „Zielbild Marine 2035+“ aka „Kurs Marine“ und jetzt anscheinend „Marine im Aufbruch“.
Denn so wirkt es letztendlich auf mich, Kurs Marine nur ohne Tabellen Angel
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(21.01.2026, 23:28)DopePopeUrban schrieb: „Marine Zielbild“ aka „Zielbild Marine 2035+“ aka „Kurs Marine“ und jetzt anscheinend „Marine im Aufbruch“.
Denn so wirkt es letztendlich auf mich, Kurs Marine nur ohne Tabellen Angel

Danke SmileImmer diese Abkürzungen Angel
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Nee, das ist einfach der commanders intent zum Jahresbeginn für 2026, mehr nicht.
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Hier im Forum wurden ja schon öfter einheitliche europäische Kriegsschiffe angeregt.

https://defence-network.com/ecv-europas-...hmen-kurs/

ECV – Europas neue Kriegsschiffe nehmen Kurs 16.01.2026

Navid Linnemann
Stv. Leiter Onlineredaktion
n.linnemann@cpm-verlag.de

Europa plant den großen Wurf zur See: Mit der European Combat Vessel (ECV) soll erstmals eine gemeinsame Familie moderner Kriegsschiffe entstehen. Noch ist kein Stahl geschnitten, doch die Anforderungen sind definiert – modular, vernetzt und für den Krieg von morgen gedacht. Bei der European Defence Agency (EDA) fiel gestern der Startschuss für eine Kooperation, die Europas Marinen, Industrie und Machtprojektion nachhaltig verändern könnte. Die Rolle Deutschlands ist dabei bisher unklar. Das Defence Network hat sich die Vorstellung der Anforderungen in Brüssel angesehen....

....Herauskommen soll eine ECV-Familie, die von Beginn an auf Interoperabilität innerhalb von EU und NATO ausgelegt ist. Die Schiffe sollen je nach Ausrüstung für die Luftverteidigung, den Über- und Unterwasserkampf oder als Führungsplattform eingesetzt werden können. Ballistic Missile Defence, kooperativer Zielbekämpfung sowie der Integration bemannter und unbemannter Systeme in allen Domänen inklusive.
„Die europäischen Marinekampfschiffe bieten eine perfekte Gelegenheit, die Wertschöpfungsketten der europäischen Industrie weiter zu integrieren“, ist Scraback überzeugt. Die European Combat Vessel habe das Potenzial, „weitreichende Auswirkungen auf die technologische und wirtschaftliche Bedeutung Europas“ zu haben... Zitate Ende
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(26.01.2026, 21:53)Seafire schrieb: https://defence-network.com/ecv-europas-...hmen-kurs/

Ich weiß, das ist eher nebensächlich, aber diese KI-generierten Ungetüme auf Cover und anderen "Illustrationen" lassen mich erschaudern.

Aber zum eigentlichen Inhalt: es scheint zumindest von unserer Politik kein wirkliches Interesse an dieser Initiative zu geben. Ich würde generell eine Standardisierung und Systematisierung jedoch sehr begrüßen. Ein einheitlicher Baukasten, nicht Rümpfe, aber Komponenten, welche querschnittlich für diverse Aufgaben, Schiffstypen und europ. Marinen die Basis bilden ist sehr zu begrüßen. Ich hoffe bei unseren Entscheidungsträgern sieht jemand das Potential noch - nicht nur für eine gemeinsame System-Architektur, sondern auch das Potential für unsere Industrie dort führend Komponenten und Kompetenzen bereitzustellen.
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(26.01.2026, 22:09)DrKartoffelsalat schrieb: Ich würde generell eine Standardisierung und Systematisierung jedoch sehr begrüßen. Ein einheitlicher Baukasten, nicht Rümpfe, aber Komponenten, welche querschnittlich für diverse Aufgaben, Schiffstypen und europ. Marinen die Basis bilden ist sehr zu begrüßen.
Ein entsprechendes Projekt gibt es ebenfalls.
https://defence-industry-space.ec.europa...NEREUS.pdf

Von dessen Fortschritt sickert aber so gut wie gar nichts nach außen.
Wobei man dazu sagen muss, dass die Baustelle der Standardisierung eigentlich gar nicht mal so groß ist. Da geht’s vermutlich mehr um die Auslegung zukünftiger Systeme als um die Kommunalisierung bestehender Systeme, die sowieso auf technische Grenzen stößt.
——

Grundsätzlich halte ich die Idee der „EuroFREMM“ aber für gar nicht so schlecht. Wie das aussehen kann, sehen wir bereits mit der EPC. Sei mal dahingestellt ob der nutzen für uns so groß ist, wir haben hier ja auch so manche schiffbauliche Eigenart, aber für kleine Marinen dürfte ein solches Programm ein Segen sein.
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(26.01.2026, 22:24)DopePopeUrban schrieb: Sei mal dahingestellt ob der nutzen für uns so groß ist, wir haben hier ja auch so manche schiffbauliche Eigenart, aber für kleine Marinen dürfte ein solches Programm ein Segen sein.

Weswegen ist der Ansatz der hier verfolgt wird, auf Systemarchitektur statt auf Rümpfe zu setzen eigentlich ganz gut ist. Wir haben es in den diversen Fäden zu neuen Projekten ja schon immer durchgekaut, wenn mal wieder ein Wunschkonzert stattfand: "das geht nicht, weil das integriert werden muss", "gibt's so nicht von der Stange", etc.

Wenn da eine skalierbare Architektur draus wird, bei der man wirklich sozusagen rauspicken kann, was benötigt wird, und das "nur noch" auf einen Rumpf gesetzt werden muss, der eben den schiffbaulichen Eigenarten entspricht. Das eigentlich schon ein ganz vernünftiger Ansatz. Skalierbar ist hier aber ein wichtiges Wort, was das schon wieder etwas komplexer macht. Das bedeutet diverse Leistungsklassen bei Komponenten - bspw. diverse Radar-Systeme in verschiedensten Kombinationen, um Leistungsklassen bzw. Anforderung von Patrouillenschiff bis BMD-Fregatte abzudecken. Um da wirklich einen guten Baukasten zu haben, ist viel Vorarbeit nötig. Da gehört das andere Projekt (NEREUS), dass du erwähnst natürlich auch dazu, auch wenn das ja eher auf die Schnittstellen abzielt. Dieses Projekt geht ja noch einen Schritt weiter für eine komplette Systemarchitektur top-down von spezifischen Komponenten zu einem Gesamtkomplex inklusive dem Herzstück des ganzen, nämlich C5ISRT.

An diesem Projekt ist für manche Marinen sicher nicht alles interessant, bspw. der schiffbauliche Teil, allerdings spricht ja nicht viel dagegen, diesen Teil zu ignorieren und dennoch den restlichen Komplex auf eigene Rümpfe zu setzen.
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(26.01.2026, 22:50)DrKartoffelsalat schrieb: Weswegen ist der Ansatz der hier verfolgt wird, auf Systemarchitektur statt auf Rümpfe zu setzen eigentlich ganz gut ist. Wir haben es in den diversen Fäden zu neuen Projekten ja schon immer durchgekaut, wenn mal wieder ein Wunschkonzert stattfand: "das geht nicht, weil das integriert werden muss", "gibt's so nicht von der Stange", etc.

Wenn da eine skalierbare Architektur draus wird, bei der man wirklich sozusagen rauspicken kann, was benötigt wird, und das "nur noch" auf einen Rumpf gesetzt werden muss, der eben den schiffbaulichen Eigenarten entspricht. Das eigentlich schon ein ganz vernünftiger Ansatz. Skalierbar ist hier aber ein wichtiges Wort, was das schon wieder etwas komplexer macht. Das bedeutet diverse Leistungsklassen bei Komponenten - bspw. diverse Radar-Systeme in verschiedensten Kombinationen, um Leistungsklassen bzw. Anforderung von Patrouillenschiff bis BMD-Fregatte abzudecken. Um da wirklich einen guten Baukasten zu haben, ist viel Vorarbeit nötig. Da gehört das andere Projekt (NEREUS), dass du erwähnst natürlich auch dazu, auch wenn das ja eher auf die Schnittstellen abzielt. Dieses Projekt geht ja noch einen Schritt weiter für eine komplette Systemarchitektur top-down von spezifischen Komponenten zu einem Gesamtkomplex inklusive dem Herzstück des ganzen, nämlich C5ISRT.

An diesem Projekt ist für manche Marinen sicher nicht alles interessant, bspw. der schiffbauliche Teil, allerdings spricht ja nicht viel dagegen, diesen Teil zu ignorieren und dennoch den restlichen Komplex auf eigene Rümpfe zu setzen.

Ein open source, Std connect ISO VLS für ALLE zukünftigen EU LfK... Das wäre hier DER WAHRE BRÜLLER!
Das schadet auch keinem (!) LfK Hersteller und keiner Werft ist einfach nur ne Normierung.

Sekundär wäre gut : Einheits CMS in ganz EU .. Illusorisch, wegen Industrie kamof gegeneinander, wer das beste system hat.
....
Einheits Rumpf.. Nicht erforderlich
Einheits Antrieb... Bei Schiffen njcht erforderlich... (bei Panzern sehr wohl (schneller Front austausch!!))
Einheits LfK... Nicht erforderlich , so lange jede Nation genügend produziert, da liegt das eigentliche Problem :
Fabriken müssen in Kriegs Modus... statt Insolvenz bedrohte VW Luxus E Bullies bauen !
Einheits Radar : Nicht erforderlich... Ist ein spezial Manufaktur Produkt mit minimal Stückzahl...lohnt nicht zu vereinheitlichen

Ansonsten ist das mal wieder Presse Propaganda mit wenig echtem Inhalt.
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Als europaweite Standardisierung kann ich mir eigentlich nur Schnittstellen, Protokolle etc. vorstellen. Alles darüber hinaus, wird nie bei allen Nationen ankommen, sondern immer nur einzelne Nutzergruppen erreichen, so wie eben die EPC. Alles andere wird an den großen Nationen mit eigener Werftindustrie scheitern.
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(26.01.2026, 23:22)Milspec_1967 schrieb: Einheits LfK... Nicht erforderlich , so lange jede Nation genügend produziert, da liegt das eigentliche Problem :
Einheits Radar : Nicht erforderlich... Ist ein spezial Manufaktur Produkt mit minimal Stückzahl...lohnt nicht zu vereinheitlichen
Ich weiß nicht, ob ich das so unterschreiben kann. Schiffbau ist keine Frage aber wenn es um Komponenten wie Lfk und Sensorik geht muss man ganz klar sagen, dass großartige Dopplungen ineffizient sind. Nicht nur führt das irgendwann zu Kompatibilitätsproblemen, auch die Leistung dieser Systeme wird so kaum im Spitzenfeld mitspielen können. Wir täten sehr gut daran, etwaige nationale „Abenteuer“ auf ein Minimum zu beschränken, sodass Entwicklungsressourcen nicht zur Dopplung existierender Fähigkeiten sondern zur Entwicklung von neuen Fähigkeiten eingesetzt werden. Auf der einen Seite Standartisierung zu fordern und auf der anderen Seite jede national-rüstungspolitische Extrawurst haben zu wollen, widerspricht sich.
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Planwirtschaft ist grundsätzlich höchst ineffizient. Mir ist unklar wieso man für alles irgendeine europaweite Lösung haben will.
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(27.01.2026, 08:55)Pmichael schrieb: Planwirtschaft ist grundsätzlich höchst ineffizient. Mir ist unklar wieso man für alles irgendeine europaweite Lösung haben will.

China hat hunderte Firmen, aber dennoch staatliche Plan wirtschaft.... Funktioniert besser als jedes System, was wir anzubieten haben.
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