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(04.01.2026, 17:07)Kongo Erich schrieb: scheint so - Russland überhebt sich; im Krieg in der Ukraine ist nur noch die Frage, wer zuerst zusammen bricht
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China kann sich zurück lehnen und zuschauen, wie die einstige Supermacht UdSSR, nunmehr gefolgt von Russland - wie einst unter den Mongolen - zum Klientel Ostasiens wird.
Bisher sehen alle möglichen Prognosen noch ein Wachstum zwischen 0,5 und 1,5% für Rußland im Jahr 2026. Auch ist die russische Wirtschaft in den vergangene Jahren um ca. 3% per Anno gewachsen, während sich Deutschland zum Beispiel schon seit 3 Jahren in der Rezession befindet.
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(04.01.2026, 18:08)lime schrieb: Bisher sehen alle möglichen Prognosen noch ein Wachstum zwischen 0,5 und 1,5% für Rußland im Jahr 2026. Auch ist die russische Wirtschaft in den vergangene Jahren um ca. 3% per Anno gewachsen, während sich Deutschland zum Beispiel schon seit 3 Jahren in der Rezession befindet. Die Rüstungsindustrie Russlands hatte die Wirtschaft kurzfristig angekurbelt, was - ebenso kurzfristig - zu Wachstum führte. Viele Bereiche außerhalb der Rüstung schwächeln, und der private Sektor leidet unter staatlicher Kontrolle und hohen Kosten. Massive Staatsausgaben und hohe Kreditzinsen belasten die russische Wirtschaft; die Zentralbank musste die Zinsen bei 20 bzw. 21 % halten. Die Kosten für Kredite liegen auf Rekordniveau. Damit sind Investitionen für Unternehmer kaum noch möglich. Der russische Wirtschaftsminister selbst hat vor einer Abkühlung und dem Übergang in eine Rezession gewarnt, was auf eine ernste Lage hindeutet.
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(04.01.2026, 22:14)Kongo Erich schrieb: Die Rüstungsindustrie Russlands hatte die Wirtschaft kurzfristig angekurbelt, was - ebenso kurzfristig - zu Wachstum führte. Viele Bereiche außerhalb der Rüstung schwächeln, und der private Sektor leidet unter staatlicher Kontrolle und hohen Kosten. Massive Staatsausgaben und hohe Kreditzinsen belasten die russische Wirtschaft; die Zentralbank musste die Zinsen bei 20 bzw. 21 % halten. Die Kosten für Kredite liegen auf Rekordniveau. Damit sind Investitionen für Unternehmer kaum noch möglich. Der russische Wirtschaftsminister selbst hat vor einer Abkühlung und dem Übergang in eine Rezession gewarnt, was auf eine ernste Lage hindeutet.
Aktuell ist der Leitzins auf 16,5% Tendenz fallen, aber seit dem Krieg durchschnittlich 15% und damit sehr hoch. Wenn trotz solch hoher Zinsen die Wirtschaft in den letzten Jahren um ca. 3% per Anno gewachsen ist dann zeigt dass wie solide die Basis doch ist. Für Investitionen braucht man nicht zwingend Kredite, es kann für Unternehmen sogar im Endeffekt gut sein, wenn sie sich keine Kredite leisten können sondern konservativ und grundsolide wirtschaften müssen. Selbst wenn Rußland jetzt in eine Rezession rutschen sollte würde es nicht gleich untergehen, sondern eher nach 2-3 Jahren wieder Wachstum generieren. Wirtschaftswachstum geht nicht stetig nach oben. sondern eher Wellenförmig. Per Saldo haben wir in den letzten 25 Jahren ein reales Wachstum von ca. 30% erreicht in Deutschland während das russische über 100% lag. Da kann es auch mal ein paar Jahre moderat nachgeben.
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Ich weiß nicht ob es stimmt. Die Vergleiche mit Verlusten etwa in Afghanistan oder der Zeitdauder des Großen Vaterländischen Krieges könnten ein Indiz für diese Aussage sein:
Geleakte Dokumente zeigen: Russland nimmt hohe Verluste in Kauf, um Verbündeten zufriedenzustellen
und damit wäre Russland schon viel mehr in Abhängigkeit von Verbündeten - wie etwa dem im Artikel namentlich genannten China - als ich das bisher eingeschätzt habe
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Zur russischen Volkswirtschaft noch eine Anmerkung: früher kam jedweder durch die Wirtschaft generierte Vorteil kaum oder gar nicht bei der Bevölkerung an, allenfalls noch bei begrenzten Kreisen in einigen wenigen Großstädten sowie natürlich in Moskau und St. Petersburg. Durch die hohen Soldzahlungen, Boni, Anwerbeprämien usw. fließt nun zum ersten Mal in für die örtlichen Verhältnisse größerem Umfang Geld an die einfache Bevölkerung in den ländlichen, abgelegenen Gebieten. Diese Gelder werden in alles mögliche reinvestiert, aber durchaus oft in kleine Unternehmen, Geschäfte, die Sanierung von Wohnungen, den Kauf eigener kleiner Häuser, eines neuen Traktors, usw. usf. Dies fördert gerade die abgelegenen Gebiete und insbesondere die Landbevölkerung in Sibirien wirtschaftlich erheblich.
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(17.01.2026, 22:32)Kongo Erich schrieb: Ich weiß nicht ob es stimmt. Die Vergleiche mit Verlusten etwa in Afghanistan oder der Zeitdauder des Großen Vaterländischen Krieges könnten ein Indiz für diese Aussage sein:
Geleakte Dokumente zeigen: Russland nimmt hohe Verluste in Kauf, um Verbündeten zufriedenzustellen
und damit wäre Russland schon viel mehr in Abhängigkeit von Verbündeten - wie etwa dem im Artikel namentlich genannten China - als ich das bisher eingeschätzt habe
In dem Artikel geht es darum dass diverse Komponenten für Rüstungsgüter erheblich teurer wurden. Ja das ist nun mal Marktwirtschaft. Was das nun genau mit Verluste in vergangenen Kriegen zu tun haben soll erschließt sich mir nicht.
Diverse Speicherbausteine sind im letzten Jahr übrigens global um 150-200% im Preis gestiegen und das hat nicht einmal Krieg als Hintergrund.
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Russland leidet nicht nur wirtschaftliche sondern vor allem auch personelle Verluste. Diese letzteren hohen russischen Verluste treffen vor allem die Minderheiten sowie die entlegenen ländlichen Regionen. Und da wirken sich teure Beschaffungskosten etwa für moderne Haushaltsgeräte (Kühlschrank-Chips) natürlich auch aus.
Letztendlich lässt sich der Verlust von Angehörigen aber nicht mit "Trostzahlungen" vergelten.
(20.01.2026, 06:54)Schneemann schrieb: ...
Das könnte der Untergang des heutigen Russland werden, ähnlich wie Polen im 18. Jahrhundert. Die russische Armee ist ein desolater Sauhaufen, der nicht mal mit der Ukraine fertig wird. Und nun will man sieben andere Staaten gleichzeitig angreifen? Wenn sie das probieren, wird sich China den Osten schnappen, die zentralasiatischen Staaten - ggf. mit türkischer oder gar iranischer Unterstützung - den Süden und die Europäer könnten ja ihre Satrapen (Ukraine, Georgien, Armenien) zum Zugriff auf den Südwesten animieren. Ich fürchte aber, dass es da dann unkalkulierbare Entwicklungen gibt, denn die Kamarilla in Moskau wird angesichts dieser Debakels dann wohl mit Atombomben um sich werfen.
Schneemann Und jede Schwächung in der autokratischen Führung führt zu einem Machtvakuum, das in einer nur mühsam mit "Trostzahlungen" ruhig gestellten Gesellschaft leicht zu einem Unruheherd werden kann.
Inzwischen gibt es Stimmen, die meinen, dass Russland am Ukraine-Krieg und den ethnischen Konflikten innerhalb des Landes (Tschetschenien) zerbrechen wird.
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(23.01.2026, 22:32)Kongo Erich schrieb: Russland leidet nicht nur wirtschaftliche sondern vor allem auch personelle Verluste. Diese letzteren hohen russischen Verluste treffen vor allem die Minderheiten sowie die entlegenen ländlichen Regionen. Und da wirken sich teure Beschaffungskosten etwa für moderne Haushaltsgeräte (Kühlschrank-Chips) natürlich auch aus.
Letztendlich lässt sich der Verlust von Angehörigen aber nicht mit "Trostzahlungen" vergelten.
Und jede Schwächung in der autokratischen Führung führt zu einem Machtvakuum, das in einer nur mühsam mit "Trostzahlungen" ruhig gestellten Gesellschaft leicht zu einem Unruheherd werden kann.
Inzwischen gibt es Stimmen, die meinen, dass Russland am Ukraine-Krieg und den ethnischen Konflikten innerhalb des Landes (Tschetschenien) zerbrechen wird.
Was bei dieser Argumentation nie beachtet wird ist dass Rußland in den letzten Jahren auch personelle Zuwächse hatte.
Hier ein Zitat aus ChatGPT:
Zitat:Zusammengefasst:
In den von Russland besetzten Gebieten leben derzeit schätzungsweise 5 bis 7 Millionen Menschen, wobei es stark von den aktuellen Entwicklungen abhängt.
Etwa 3 bis 5 Millionen Ukrainer sind nach Russland geflüchtet, wobei viele von ihnen nicht freiwillig in Russland bleiben, sondern als Flüchtlinge oder Vertriebene in verschiedene Regionen verteilt wurden.
Die Zahlen sind jedoch variabel und hängen stark von den militärischen und politischen Entwicklungen ab.
Das wären 8-12 Millionen mehr Einwohner, wobei mich die Zahl doch überrascht, ich hätte eher mit 5-6 Millionen gerechnet. Die genaue demographische Verteilung usw. ist nicht so einfach herauszufinden. Aber selbst bei sehr ungünstiger Verteilung bedeuten die Zahlen nach aktuellem Stand dass die Verluste Rußlands wesentlich geringer sind als der personelle Zugewinn.
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Echt jetzt - personeller Zuwachs durch entführte Kinder oder Rentner, die an ihre Datscha gebunden sind?
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Gerade bei dieser Milchmädchenrechnung, wäre ich mir nicht sicher ob die "nach Russland geflüchteten Ukrainer" und die "Einwohner der besetzten Gebiete" nicht teils ein Venn-Diagramm formen, von den entführten mal abgesehen.
Nebenbei: ich dachte, Argumente auf KI-Basis sind hier nicht erwünscht, dennoch sehe ich einige, die häufiger Ihre Argumente mit KI-Quellen untermauern...
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(24.01.2026, 10:47)Kongo Erich schrieb: Echt jetzt - personeller Zuwachs durch entführte Kinder oder Rentner, die an ihre Datscha gebunden sind?
Wie viele entführte Kinder und Datschen-Rentner sind es denn, wenn es sich insgesamt um 8-12 Millionen handelt?
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Zitat:Nebenbei: ich dachte, Argumente auf KI-Basis sind hier nicht erwünscht, dennoch sehe ich einige, die häufiger Ihre Argumente mit KI-Quellen untermauern.
Leider.
Und ja, KI ist hier unerwünscht, aber es ist praktisch schwer umsetzbar und man will ja auch nicht jeder Diskussion ständig übermoderieren weil jemand mal wieder die Regeln missachtet.
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