Wirtschaftliche Entwicklung der Vereinigten Staaten
(20.01.2026, 10:53)Nightwatch schrieb: ...

Ansonsten, dem Argument das US-Zölle furchtbar schrecklich und EU-Zölle eigentlich ganz gut sind wohnt schon eine gewisse Schizophrenität inne.
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Du hast da durchaus recht. Und möglicherweise (aber wohl eher mit geringer Wahrscheinlichkeit) wird sich das "Zoll-Problem" sogar kurzfristig lösen:
Zitat:Wichtiges Supreme-Court-Urteil
Trumps Zollkeule bald ohne Schlagkraft?

Mit Spannung wird ein Urteil des Supreme Court zu Trumps Zollpolitik erwartet. Es könnte die USA nicht nur teuer zu stehen kommen, sondern dem US-Präsidenten auch einen Strich durch seine außenpolitischen Pläne machen. Am Dienstag könnte es fallen.

Durfte Donald Trump Strafzölle gegen mehr als 100 Länder weltweit verhängen? Mit dieser Frage beschäftigt sich derzeit das oberste Gericht der USA und am Dienstag ist der nächste Termin, zu dem es seine Entscheidung bekanntgeben könnte. Der US-Präsident hat seine Antwort auf die Frage, was, wenn nicht, schon vorab formuliert: Dann "sind wir am Arsch", schrieb er vor einer Woche in seinem Onlinedienst Truth Social.

In dem Fall geht es nicht um die Frage, ob solche Zölle verhängt werden dürfen, sondern wer das tun darf. Denn laut Verfassung besitzt der US-Kongress das alleinige Steuer- und Zollrecht. Die US-Regierung umging diese Instanz für ihre aggressive Zollpolitik mit Berufung auf ein Notstandsgesetz aus dem Jahre 1977, genannt IEEPA, das es dem Präsidenten im Krisenfall erlaubt, am Parlament vorbei Dekrete zu erlassen.
...
ich befürchte aber, der Supreme Court wird sich heraus reden und feststellen, dass es dem Kongress unbenommen ist, dem US-Präsidenten die von diesem beanspruchten Befugnisse wieder zu entziehen. Solange er das nicht tut, sei es dem GröPaZ durchaus möglich ...
Mit anderen Worten: wir werden wohl frühestens nach den Kongresswahlen eine Änderung von Trumps Zollpolitik erfahren, wenn es eine "nicht mehr Trump-hörige Mehrheit" im Kongress geben könnte.
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(20.01.2026, 12:04)Kongo Erich schrieb: Mit anderen Worten: wir werden wohl frühestens nach den Kongresswahlen eine Änderung von Trumps Zollpolitik erfahren, wenn es eine "nicht mehr Trump-hörige Mehrheit" im Kongress geben könnte.

Ich würde mich auf die Mid-Terms was perspektivische Planung im Umgang mit den USA angeht nicht verlassen.
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(20.01.2026, 12:04)Kongo Erich schrieb: Du hast da durchaus recht. Und möglicherweise (aber wohl eher mit geringer Wahrscheinlichkeit) wird sich das "Zoll-Problem" sogar kurzfristig lösen:
Es ist absolut nicht gesichert, dass der SCOTUS die Zollpolitik komplett für verfassungswidrig erklärt. Wahrscheinlich ist eine abgestufte Entscheidung.
So wie ich das überblicke wird lediglich darüber entschieden, ob der Präsident den International Emergency Economic Powers Act nutzen kann um Zölle festzulegen. Es ist wahrscheinlich, dass das so nicht geht.

Trump hätte darüber hinaus aber noch weitere Instrumentarien die er nutzen könnte:

(Aufzählung mit KI)
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1. Section 232 /Trade Expansion Act – Nationale Sicherheit
Der Präsident kann sich auf ein Gesetz berufen, das ihm erlaubt, Importe zu beschränken, wenn diese als Gefahr für die nationale Sicherheit der USA eingestuft werden, und er kann auf dieser Grundlage Zölle oder Mengenbegrenzungen einführen, etwa um heimische Schlüsselindustrien wie Stahl, Energie oder Halbleiter zu schützen. Wurde tlw auch schon gemacht.

2. Section 301 /Trade Act– Unfaire Handelspraktiken
Der Präsident kann Strafzölle gegen einzelne Länder verhängen, wenn nach einer formellen Untersuchung festgestellt wird, dass diese Länder amerikanische Unternehmen benachteiligen, geistiges Eigentum stehlen oder unfairen wirtschaftlichen Druck ausüben, wie es insbesondere gegenüber China bereits geschehen ist.

3. Section 201 /Trade Act – Schutz vor Importfluten
Der Präsident kann zeitlich begrenzte Schutzmaßnahmen beschließen, wenn ein starker Anstieg von Importen amerikanische Industrien ernsthaft schädigt, selbst dann, wenn diese Importe nicht aus einem einzelnen Land stammen, sondern aus vielen verschiedenen Staaten gleichzeitig.

4. Importquoten statt Zölle
Der Präsident kann anstelle von Zöllen feste Obergrenzen für die Menge bestimmter importierter Waren festlegen oder Importlizenzen verlangen, wodurch ausländische Produkte knapper und teurer werden, ohne dass formal eine neue Steuer erhoben wird.

5. Antidumping- und Ausgleichszölle
Der Präsident kann über die zuständigen Handelsbehörden Zölle auf Waren erheben lassen, die aus dem Ausland unter Produktionskosten verkauft werden oder durch staatliche Subventionen künstlich verbilligt sind, wobei diese Maßnahmen rechtlich besonders stabil sind, weil sie auf detaillierten Untersuchungen beruhen.

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Springender Punkt, da geht noch so einiges selbst wenn der Supreme Court den jetzigen Weg über IEEPA komplett abräumt. Die Chancen stehen gut das er jenseits des polit-medialen Getöses nur die Rechtsgrundlage ändern muss und dann ziemlich so weiter machen kann wie er jetzt unterwegs ist.

(20.01.2026, 12:04)Kongo Erich schrieb: Mit anderen Worten: wir werden wohl frühestens nach den Kongresswahlen eine Änderung von Trumps Zollpolitik erfahren, wenn es eine "nicht mehr Trump-hörige Mehrheit" im Kongress geben könnte.
Es ist ziemlich unabhängig davon was tagesaktuell geschieht wahrscheinlich, dass er die knappe Mehrheit im House verlieren und er eine nicht viel weniger knappe Demokratische Mehrheit gegen sich haben wird.

Im Senat dagegen ist es mehr als unwahrscheinlich, dass es eine einfache Mehrheit gegen ihn geben wird. Die Class 2 des Senats ist viel zu vorteilhaft für die GOP, da müsste es schon mit dem Teufel zugehen, dass man nicht auf wenigstens 50 kommt:
https://www.270towin.com/2026-senate-election/5X71do
Prognose:
https://www.270towin.com/2026-senate-election/qEb7DB
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(20.01.2026, 10:26)Grolanner schrieb: Entschuldigung, aber du kannst einen Bourbon (also einen Blend/Verschnitt) nicht mit Single Malts vergleichen.
Das ist wie der Vergleich von Diesel und BenzinSpock
Wer Jack und Jim in seinem Einkaufwagen ersetzen will, landet wohl auch außerhalb der USA nicht bei Single Malts, sondern eher z.B. bei Johnny Red, also bei Blends europäischer Provenienz.

(20.01.2026, 10:53)Nightwatch schrieb: Es ist schließlich beides nur gestreckt mit Cola genießbar. *duckundweg*
Nimm bitte wenigstens Ginger Ale.
Zitat:Ansonsten, dem Argument das US-Zölle furchtbar schrecklich und EU-Zölle eigentlich ganz gut sind wohnt schon eine gewisse Schizophrenität inne.
"Gut" sind sie nie und cisatlantisch will die auch niemand haben. Aber im Rahmen eines Zollkriegs kann man schon auch für sich selbst weniger schädliche Märkte auswählen, die auf der Gegenseite mehr Schaden anrichten als auf der eigenen. Wenn wir hier eben keinen Bourbon mehr haben, dann tut uns das sehr viel weniger weh als wenn für die US-Industrie die nicht so einfach ersetzbaren Maschinen aus Europa teurer werden. Ersteres trifft halt höchstens ein paar Importeure und diejenigen Verbraucher, die sich nicht von höheren Preisen abschrecken lassen, während Letzteres unabwendbare Folgen für US-Unternehmen mit sich bringt.

Man kann schon intelligenter Zölle erheben als Trump es tut. Das heißt aber natürlich nicht, dass es nicht besser wäre, niemand würde Zölle erheben.
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US GDP +4.4% in Q3 2025 (.1% über den Erwartungen, 3.8% im letzten Quartal), größtes Wachstum seit zwei Jahren. Für Q4 ist ein Wachstum von über 5% prognostiziert. Das Wachstum in 2025 insgeamt könnte damit bei in etwa 3.25% liegen.
Inflation liegt bei 2.8%, ein leichter Anstieg im Rahmen der Erwartungen.

Der Arbeitsmarkt ist dagegen weiter sehr schwach. Zölle spielen dabei eine Rolle genauso wie die Einschnitte durch Doge. Hauptverursacher dürfte aber der beginnende AI-Boom sein. Da werden gerade die niedrig hängenden Früchte geerntet.
Wenn sich die Situation am Arbeitsmarkt nicht verbessert wird das zu einem größeren Problem für die GOP bei dem Midterms werden. Auch wenn zu erwarten ist, dass die US-Wirtschaft in 2026 steil durch die Decke geht, bei den Amerikanern ohne eigene Assets wird davon (zu) wenig ankommen.

Trotzdem wäre ich dafür den Thread in schlicht "US-Wirtschaft" umzubenennen. Die US-Wirtschaft ist sicherlich vieles, aber momentan definitiv nicht in der Krise.
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Der Strang besteht seit 2004. Dass sich in den über 20 Jahren seither die Wirtschaftslage ändert, wäre nicht unüblich. Dementsprechend hatte die Diskussion hier ja auch eine längere Pause.
Allerdings halte ich diese Umettiketiterung gerade in der jetzigen Situation eher nicht für geboten.
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(22.01.2026, 18:23)Nightwatch schrieb: US GDP +4.4% in Q3 2025 (.1% über den Erwartungen, 3.8% im letzten Quartal), größtes Wachstum seit zwei Jahren. Für Q4 ist ein Wachstum von über 5% prognostiziert. Das Wachstum in 2025 insgeamt könnte damit bei in etwa 3.25% liegen.
Inflation liegt bei 2.8%, ein leichter Anstieg im Rahmen der Erwartungen.

Der Arbeitsmarkt ist dagegen weiter sehr schwach. Zölle spielen dabei eine Rolle genauso wie die Einschnitte durch Doge. Hauptverursacher dürfte aber der beginnende AI-Boom sein. Da werden gerade die niedrig hängenden Früchte geerntet.
Wenn sich die Situation am Arbeitsmarkt nicht verbessert wird das zu einem größeren Problem für die GOP bei dem Midterms werden. Auch wenn zu erwarten ist, dass die US-Wirtschaft in 2026 steil durch die Decke geht, bei den Amerikanern ohne eigene Assets wird davon (zu) wenig ankommen.

Trotzdem wäre ich dafür den Thread in schlicht "US-Wirtschaft" umzubenennen. Die US-Wirtschaft ist sicherlich vieles, aber momentan definitiv nicht in der Krise.

Deutschland wäre froh so eine Krise zu haben Big Grin

Interessant ist dass die ca. 2,5 Millionen Illegalen die inzwischen die USA freiwillig verlassen haben bzw. mussten so gar keinen Einfluss auf die Schaffung neuer Jobs haben.
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(23.01.2026, 12:13)Kongo Erich schrieb: Der Strang besteht seit 2004. Dass sich in den über 20 Jahren seither die Wirtschaftslage ändert, wäre nicht unüblich. Dementsprechend hatte die Diskussion hier ja auch eine längere Pause.
Allerdings halte ich diese Umettiketiterung gerade in der jetzigen Situation eher nicht für geboten.
Die Entwicklung des Dollars hat keine unmittelbar negative Auswirkung auf die US-Wirtschaft. Im Gegenteil, ein etwas schwächerer Dollar steigert den Export und die Gewinne exportorientierter Unternehmen. Gerade vor dem Hintergrund das die US Handelsbilanz mittlerweile eine deutliche Verringerung des Defizits ausweist ist das positiv, genau das was die momentane Admin möchte und mitverantwortlich für die starke US Wirtschaft aktuell.

lime schrieb:Interessant ist dass die ca. 2,5 Millionen Illegalen die inzwischen die USA freiwillig verlassen haben bzw. mussten so gar keinen Einfluss auf die Schaffung neuer Jobs haben.
Das hat mit Sicherheit Auswirkungen und dürfte erklären, warum die Arbeitslosenzahlen stabil sind.
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Wirtschaftskrise ist schon richtig, solange das Haushaltsdefizit nicht im Griff ist.

[Video: https://www.youtube.com/watch?v=9pgD7rv-HpM]

Es ist somit auch klar, was passieren würde, wenn die EU sämtliche der USA gegebenen Kredite umschichten würde. Die Zinsen für US Staatsanleihen würden steigen, der Steueranteil, der für Zinszahlungen benötigt wird, somit auch, der Staatsbankrott würde absehbar in der nahen Zukunft liegen. Eine Finanzwaffe, die viel stärker durchschlägt als irgendwelche von Trump angedrohten "tariffs".
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(23.01.2026, 15:49)Zardo schrieb: Wirtschaftskrise ist schon richtig, solange das Haushaltsdefizit nicht im Griff ist.

[Video: https://www.youtube.com/watch?v=9pgD7rv-HpM]

Es ist somit auch klar, was passieren würde, wenn die EU sämtliche der USA gegebenen Kredite umschichten würde. Die Zinsen für US Staatsanleihen würden steigen, der Steueranteil, der für Zinszahlungen benötigt wird, somit auch, der Staatsbankrott würde absehbar in der nahen Zukunft liegen. Eine Finanzwaffe, die viel stärker durchschlägt als irgendwelche von Trump angedrohten "tariffs".

Wenn Staatsanleihen nicht fällig sind können sie nur am freien Markt verkauft werden, insofern ist diese "Waffe" nicht ansatzweise so mächtig wie Viele glauben.
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(23.01.2026, 15:49)Zardo schrieb: Wirtschaftskrise ist schon richtig, solange das Haushaltsdefizit nicht im Griff ist.
Das ist doch Quatsch. Das US-Haushaltsdefizit ist langfristig zweifellos ein extremes Problem, hat in diesem Sinne aber keine Auswirkungen darauf, wie sich die US-Wirtschaft insgesamt quartals- oder jahresweise entwickelt.
Im Gegenteil können hohe, kreditfinanzierte Staatsausgaben für die Wirtschaft durchaus positiv sein wenn sie für Investitionen an den richtigen Stellen eingesetzt werden.

Seit bestehen dieses Threads genau zwei Zeiträume in denen sich die US-Wirtschaft tatächlich in einer Krise befans: 2007 bis 2009 als Folge der Finanzkrise und 2020 die Pandemie.


Zitat:Es ist somit auch klar, was passieren würde, wenn die EU sämtliche der USA gegebenen Kredite umschichten würde.
Die Zinsen für US Staatsanleihen würden steigen, der Steueranteil, der für Zinszahlungen benötigt wird, somit auch, der Staatsbankrott würde absehbar in der nahen Zukunft liegen. Eine Finanzwaffe, die viel stärker durchschlägt als irgendwelche von Trump angedrohten "tariffs".
"Die EU" kann überhaupt nicht verfügen was Europäische Halter mit US-Staatsanleihen machen. Diese Finanzwaffe existiert insofern schlicht nicht.
Und selbst wenn - einen kurzfristigen Zinsschock würde es sicher geben, die Fed würde allerdings intervenieren und schlicht Staatsanleihen wieder im bekannten Modus Operanti selbst aufkauen bis sich die Märkte stabilisieren. Am Ende des Tages würde das die US-Wirtschaft locker wegstecken, die Europäer hätten einiges an Flurschäden zu verkraften und die politischen Brücken nach Amerika komplett abgebrannt.
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(23.01.2026, 16:51)lime schrieb: Wenn Staatsanleihen nicht fällig sind können sie nur am freien Markt verkauft werden, insofern ist diese "Waffe" nicht ansatzweise so mächtig wie Viele glauben.

Das stimmt so ja nicht. Der "secondary market" ist in direkter Konkurrenz zum "primary market". Warum soll jemand US Anleihen von der USA kaufen, wenn der freie Markt bessere effektive Zinsen bietet (weil der Bond schon fast abgelaufen ist und trotzdem den hohen langjährigen Zins abwirft). Selbst wenn das Abziehen von 100 Mio von diversen dänischer Pensionsfonds trivial angesichts der Größe des Marktes sind, wäre ein Schneeballeffekt sehr schädlich (wenn immer mehr EU Institutionen investierte Gelder nach Ablauf nicht mehr in US Anleihen reinvestieren oder Anleihen vor ihrem Ablauf loswerden wollen).
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Die Summe der durch EU-Regierungen und Regierungsnahe Institutionen gehaltenen US-Staatsanleihen bewegt sich in der Größenordnung des Defizits eines US-Haushaltsjahres. Man müsste sie schon zu einem Großteil in kurzen Zeiträumen veräußern, damit der Markt angesichts des enormen Handelsvolumen überhaupt reagiert. Eine langfristige Verschiebung weg aus US-Staatsanleihen durch die EU hat hier keine relevanten Effekte.

Gäbe es wirklich den politischen Willen und die nicht zuletzt finanzrechtlichen Möglichkeiten, dass die EZB, die Europäischen Regierungen und die großen Fonds koordiniert Staatsanleihen in der Größenordnung 1 bis 2 Billionen US-$ verkauft passiert folgendes:

Sobald die Anleihen auf dem Martk platziert werden übersteigt das Angebot die Nachfrage deutlich und der Preis der Anleihen sinkt bzw. kollabiert.
Die EU-Institutionen halten überwiegend langlaufende Treasuries, die man vor Jahren wärend der Niedrigzinsphase gekauft hat. Die Zinsen sind jetzt deutlich höher, sprich der Preis der Anleihe ist eh schon gefallen und man würde wenn man jetzt verkauft Verluste realisieren.
Wenn man jetzt noch mit einer großen Veräußerung den Markt überstättig verbrennt Europa damit Geld.
Sprich - US-Institutionen oder im Notfall die Fed würde die Treasuries für Cents on the Dollar aufkaufen.

Hausnummer dazu; wenn die EU es hinbekommen würde und 2 Billionen US-$ in einer schnellen Aktion auf den Markt wirft können sich die realistierten Verluste auf bis zu 300 Milliarden US-$. Im Gegenzug wertet der Dollar um vllt 3% ab und die Zinsen auf US-Staatsanleihen pendeln sich nach einer Fed-Internvention bei maximal +0.5% ein. Zeitrahmen dafür sind wenige Wochen.

Big whoop. Oder anders gesagt: Don't fight the Fed gilt auch für Europa.
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(23.01.2026, 17:12)Zardo schrieb: Das stimmt so ja nicht. Der "secondary market" ist in direkter Konkurrenz zum "primary market". Warum soll jemand US Anleihen von der USA kaufen, wenn der freie Markt bessere effektive Zinsen bietet (weil der Bond schon fast abgelaufen ist und trotzdem den hohen langjährigen Zins abwirft). Selbst wenn das Abziehen von 100 Mio von diversen dänischer Pensionsfonds trivial angesichts der Größe des Marktes sind, wäre ein Schneeballeffekt sehr schädlich (wenn immer mehr EU Institutionen investierte Gelder nach Ablauf nicht mehr in US Anleihen reinvestieren oder Anleihen vor ihrem Ablauf loswerden wollen).

Wenn man Druck machen will in dem man unlimitiert in den freien Markt wirft dann wird man selbst hohe Verluste machen. Den Reibach machen dann die die zu diesen niedrigen Kursen kaufen. Also vermutlich patriotische US-Bürger etc. denn nach so einem Sellout wird es relativ schnell wieder hin zu alten Kursen gehen.
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(23.01.2026, 12:36)lime schrieb: Deutschland wäre froh so eine Krise zu haben Big Grin
Und 190 Staaten weltweit wären froh, Deutschlands Wirtschaft(skrise) zu haben.... Angel
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