22.01.2026, 11:13
Ich sollte morgens um 04:00 Uhr keine Nachrichten schreiben. Bevor mich noch jemand zurecht kritisiert:
Zurück zum Kapital als Waffe? Warum der Anleihemarkt selbst Trump Angst macht
(22.01.2026, 04:20)Kongo Erich schrieb: ....die Rendite wird natürlich immer vom Kurswert, also den tatsächlichen Ausgaben aus berechnet. Da stehen die Ausgaben auf der einen und der Rückgabepreis sowie die zwischenzeitliche nominelle Verzinsung auf der anderen Seite.
Und die Märkte?
Die "stecken das nicht weg", sondern reagieren. Der Kurs der US-Staatsanleihen fällt, womit zugleich die Verzinsung bzw. Rendite (vom Nennwert aus berechnet) höher wird.
Je höhe dieser Rendite, desto höher schätzen die Märkte auch das Verlustrisiko ein.
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Zurück zum Kapital als Waffe? Warum der Anleihemarkt selbst Trump Angst macht
Zitat:Der Anleihemarkt brachte Trump im April 2025 zum Umlenken. Auch jetzt lässt er von Zolldrohungen ab, nachdem die Runde gemacht hatte, die Europäer könnten ihre US-Staatsanleihen verkaufen. ...diesen Artikel aus der Süddeutschen Zeitung ist ohne Schranke hier als Kopie zu lesen.
Zitat:...
Insgesamt halten die Europäer Aktien und US-Anleihen im Wert von rund acht Billionen Dollar – fast doppelt so viel wie der Rest der Welt zusammen. Davon entfallen knapp sechzig Prozent auf Aktien und vierzig Prozent auf Staats- und Unternehmensanleihen, also Schuldtitel. „Europa besitzt Grönland – und sehr viele US-Staatsanleihen“, schrieb der Deutsche-Bank-Analyst und deutete an, dass die Europäer sich angesichts der „Grönland-Pläne“ eben auch weigern könnten, das US-Defizit weiterhin zu finanzieren. So etwas kann vorkommen in einer freien Marktwirtschaft.
Tatsächlich könnten die Europäer auf diese Weise versuchen, einen Anstieg der US-Renditen zu erzwingen. Wenn Anleihekurse fallen, weil Anleger vermehrt verkaufen, steigen die Renditen. Einige europäische Länder – darunter Deutschland, Frankreich und Belgien – halten die Staatsanleihen ihres früheren Verbündeten jenseits des Atlantiks direkt als Teil ihrer offiziellen Devisenreserven. Privatanleger in Europa hingegen besitzen nur vergleichsweise geringe Bestände an sogenannten US-Treasuries. Derzeit müssen die USA 4,3 Prozent Zinsen für zehnjährige Staatsanleihen zahlen; Probleme durch zu hohe Zinslast drohen bereits ab 4,5 Prozent.
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