EU vs. USA
(20.01.2026, 12:03)lime schrieb: Starmer scheint Labour komplett ruinieren zu wollen.

Laut Wikipedia hat das UK das Urteil des Internationalen Gerichtshofs umgesetzt.
Und eine anschliessende UN-Resolution.
https://de.wikipedia.org/wiki/Diego_Garcia

Vertraglich ist wohl vereinbart, dass das UK die Militärbasis für 99 Jahre pachten und nutzen darf.

Ich vermag jetzt nicht zu erkennen, wie dadaurch "Labour ruiniert" wird.
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Wenn China dann eine Insel weiter aufschlägt werden Erstaunen und Häme wieder groß sein.
Starmer ist das aber natürlich egal; Hauptsache die westlichen Interessen können im Sinne der progressiven globalistischen Agenda geschleift werden. Selbiges Spiel bei der neuen Chinesischen Botschaft in London.

Der nächste Problemfall; die lame Duck aus dem Elysee-Palast wirbt im Davos für mehr Chinesischen Einfluss in Europa:

"China is welcome. What we need is more Chinese direct investment in Europe in some key sectors. To contrubte to our growth, to transfer technologies [...]"
https://x.com/clashreport/status/2013605313958547478

Die Optik tut ein übriges. Man muss sich eigentlich echt nicht wundern, dass wir bei Trump nicht sonderlich hoch im Kurs stehen.
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(20.01.2026, 16:44)Schwabo Elite schrieb: Laut Wikipedia hat das UK das Urteil des Internationalen Gerichtshofs umgesetzt.
Und eine anschliessende UN-Resolution.
https://de.wikipedia.org/wiki/Diego_Garcia

Vertraglich ist wohl vereinbart, dass das UK die Militärbasis für 99 Jahre pachten und nutzen darf.

Ich vermag jetzt nicht zu erkennen, wie dadaurch "Labour ruiniert" wird.

Ich kram das mal nach der nächsten Parlamentswahl in UK wieder hervor.
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(20.01.2026, 17:14)lime schrieb: Ich kram das mal nach der nächsten Parlamentswahl in UK wieder hervor.

Attlee hat den indischen Subkontinent zurückgegeben und wurde wiedergewählt.

Da wird Starmer nicht wegen eines Inselchens abgewählt.
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(20.01.2026, 17:06)Nightwatch schrieb: ....
Der nächste Problemfall; die lame Duck aus dem Elysee-Palast wirbt im Davos für mehr Chinesischen Einfluss in Europa:
...
wo ist da ein Problemfall? Macron fordert deutliche europäische Antwort auf Drohungen der USA.
Der Elysee macht halt Donalds egomanischen Kurs nicht mit, die Diva ist beleidigt und Paris denkt nicht daran, dem Egomanen in den Arsch zu kriechen.
Trump droht Frankreich nach Nein zu "Friedensrat" – Paris reagiert scharf
Soweit völlig normal.
Und dass man sich nach Partnern umschaut, die das Agieren der beleidigten Staatsdiva ausgleichen können, ist auch kein Problemfall sondern völlig richtiges handeln.

Man darf sich bei einem so agierenden Egomanen nicht zum Bettler degradieren. Und Europa hat durchaus Machtmittel:
(20.01.2026, 12:33)Kongo Erich schrieb: ...
Ergänzend:
1.
Laut Eurostat beliefen sich die EU-Direktinvestitionen in den USA im Jahr 2023, dem letzten Jahr, für das Daten vorliegen, auf insgesamt 2,4 Billionen Euro (2,8 Billionen US-Dollar) . In den drei Jahren vor 2023 stieg dieser Wert um durchschnittlich rund 65 Milliarden Euro (77 Milliarden US-Dollar) pro Jahr (Stanmd 23.09.2025).
Die EU ist damit an der Spitze der US-Investitionen aus dem Ausland. Eine Beschränkung dieser Investitionsmöglichkeiten würde die USA massiv treffen.

2.
Setzen Europäer US-Anleihen als Machtinstrument ein?
Im Streit um Grönland könnte die EU die USA zudem angesichts der hohen Staatsverschuldung unter Druck setzen. Dazu könnten europäische Investoren US-Staatsanleihen umschichten oder boykottieren. Wie eine solche dirigistische Maßnahme durchzuführen wäre - etwa über das eigene Abgabenrecht -, überlasse ich der Phantasie der (europäischen) Finanzbürokraten. Deren Einfallsreichtum war schon immer grenzenlos, wenn es darum ging, Gelder in die eigenen (europäischen) Staatskassen umzulenken.
Das würde den Staatshaushalt der USA empfindlich treffen - und die dem US-Haushalt zufließenden Zolleinnahmen dort ausgleichen.
zu 1.
Analyse: Deutsche Investitionen in den USA sind eingebrochen - Aktualisiert am 20.01.2026,
...

zu 2.
Anleger suchen Alternativen - Trumps USA werden zum Sicherheitsrisiko
US-Staatsanleihen unter Druck – Grönland und Japan als mögliche Ursachen
...
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Der US-Treasury Markt hat ein Volumen von 27 (deutschen) Billionen US-$. Das Handelsvolumen beläuft sich regelmäßig auf 600 bis 900 Milliarden US-$ - pro Tag.
Nun soll deiner Meinung nach ein EU-Konstrukt gebaut werden, dass 65 Milliarden US-$ pro Jahr umlenkt? Joha.

Natürlich ist die US-Verschuldung desaströs (genauso wie unsere) und wird in der nächsten oder spätestens übernächsten Dekade mitverantwortlich für eine völlig Neuordnung unseres Finanzsystems sein.
Aber das schiere Volumen, dass man da angehäuft hat bzw. mit dem man arbeitet bedeutet halt auch, dass nichts was die EU hier realistischerweise (!) tun könnte ins Gewicht fällt.

Dafür ist der Markt für US-Staatsanleihen viel zu groß und auch der Umstand, dass Halter in europäischen Ländern zusammengenommen (das ist nicht (!) die EU) das Größte ausländische Volumen an US-Staatsanleihen halten ändert daran nichts. Die EU kann über diese Assets nicht verfügen, umlenken oder liquidieren und im (ausgeschlossenen) Extremfall würde die Fed intervenieren und das emittierte Volumen absorbieren.
Was eine solche Aktion für die Finanzmarktstabilität in der EU selbst bedeuten würde wäre eine separate Betrachtung - die man sich Angesichts der Unmöglichkeit des Vorhabens sparen kann.

Oder um Bessent zu bemühen: No.
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Bei seiner Rede heute in Davos (ihm zuzuhören ist eine echt eigenartige Mischung aus bodenloser Fremdscham und enthusiastischer Zustimmung) hat Trump übrigens ausgeschlossen sich Grönland mit Gewalt anzueignen:
'I don't have to use force, I won't use force.'
Stattdessen drängt er sehr nachdrücklich auf Verhandlungen. Nebenbei hat er auch dargelegt, dass es ihm nicht um Seltene Erden geht sondern um strategische Überlegungen. Frei nach Trump: 'You dont defend a lease!'
Gleichwohl hat er sich auch sehr deutlich zu den US-Verpflichtungen gegenüber der Nato bekannt: 'We will be there for them a hundred percent [...] I know we would be there for them'

Ich sehe wahrlich nicht warum man sich auf dieser Basis nicht unter Partnern zusammensetzen und etwas vernünftiges Aushandeln kann. Hier ist kluge Diplomatie gefragt damit am Ende alle gewinnen und nicht populistischer Antiamerikanismus.
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(21.01.2026, 17:19)Nightwatch schrieb: Ich sehe wahrlich nicht warum man sich auf dieser Basis nicht unter Partnern zusammensetzen und etwas vernünftiges Aushandeln kann. Hier ist kluge Diplomatie gefragt damit am Ende alle gewinnen und nicht populistischer Antiamerikanismus.

Weil Grönland nicht zum Verkauf steht. Punkt. Was ist daran denn nicht zu verstehen? Da gibt's doch gar nicht viel zu diskutieren. Wenn ein Käufer da ist, aber keiner der einem was verkaufen will, und du ihn dazu nötigen willst hat das mit "Partnern" und "vernünftig" nicht viel zu tun. Das ist kein Anti-Amerikanismus.
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(21.01.2026, 17:41)DrKartoffelsalat schrieb: Weil Grönland nicht zum Verkauf steht. Punkt. Was ist daran denn nicht zu verstehen? Da gibt's doch gar nicht viel zu diskutieren. Wenn ein Käufer da ist, aber keiner der einem was verkaufen will, und du ihn dazu nötigen willst hat das mit "Partnern" und "vernünftig" nicht viel zu tun. Das ist kein Anti-Amerikanismus.

Inwiefern muss man sich als Deutscher für Grönland interessieren? Beruht das auf Gegenseitigkeit?
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(21.01.2026, 18:12)lime schrieb: Inwiefern muss man sich als Deutscher für Grönland interessieren? Beruht das auf Gegenseitigkeit?

Oh es muss uns gar nicht interessieren, in sofern habt ihr natürlich Recht - wir haben da eh nichts zu melden, das haben die Grönländer und Dänen, aber dann gibt's für uns doch eh nichts zu verhandeln. Dann können wir uns sämtliche Unsinnigen Vorschläge doch sparen Wink

Also geht's ja schlichtweg nur für uns um die Reaktion auf dann ja komplett grundlose Zölle.
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(21.01.2026, 18:12)lime schrieb: Inwiefern muss man sich als Deutscher für Grönland interessieren? Beruht das auf Gegenseitigkeit?

Also Anfragen unserer Verbündeten lieber ignorieren und die einfach mal machen lassen?
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(21.01.2026, 18:12)lime schrieb: Inwiefern muss man sich als Deutscher für Grönland interessieren? Beruht das auf Gegenseitigkeit?
Wenn jeder nur an sich selbst denkt, dann ist ja an jeden gedacht.
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(21.01.2026, 17:19)Nightwatch schrieb: Ich sehe wahrlich nicht warum man sich auf dieser Basis nicht unter Partnern zusammensetzen und etwas vernünftiges Aushandeln kann.

Weil das, was DT sagt, völlig beliebig ist und als Basis für genau garnichts taugt.

Selbstverständlich sind Verhandlungen notwendig und sinnvoll.
Aber solche Verhandlungen haben genau Null damit zu tun, was DT sagt.

Man kann den Mann nur indirekt danach beurteilen, was die USA tun.
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Nicht der „unglückliche Sklave“ der USA: Widerstand in Europa formiert sich – Belgiens Premier teilt gegen Trump aus
Er teilt aus: Mit Was? Mit Recht !!!
Zitat:...
Die Geduld der europäischen Verbündeten mit US-Präsident Donald Trump scheint erschöpft. In ungewöhnlich scharfen Worten hat Belgiens Premierminister Bart De Wever die Haltung vieler europäischer Regierungen auf den Punkt gebracht: „Ein glücklicher Vasall zu sein, ist eine Sache. Ein unglücklicher Sklave zu sein, ist etwas anderes“, sagte er laut dem US-Medium „Axios“ über Trumps Zolldrohungen gegen acht europäische Länder, die er als Gegner seines Anspruchs auf eine Übernahme Grönlands ausgemacht hat.
„Wenn jemand sagt: ‚Ich will euch Nato-Gebiet wegnehmen, sonst beginne ich einen Handelskrieg‘, dann werden wir einen Handelskrieg beginnen“, soll De Wever auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos am Dienstag gesagt haben. „Es hat keinen Sinn mehr, nachgiebig zu sein“, schlussfolgerte er demnach. „Wenn Sie jetzt zurückweichen, verlieren Sie Ihre Würde.“
...
Die heutige Rede von DT in Davos war ... strotzend vor kaum versteckter Drohung, Selbstbeweihräucherung, Selbstüberschätzung, vor Lüge und Ignoranz.
Zitat:Trump hatte sich zuvor gut eine halbe Stunde lang selbst für den wirtschaftlichen Aufschwung in den USA gelobt und diverse Erfolge seit seiner Amtsübernahme aufgezählt. Nicht fehlen durfte dabei auch der gewohnte Verweis auf die acht Kriege, die der US-Präsident angeblich beendet haben will.
(21.01.2026, 17:19)Nightwatch schrieb: Bei seiner Rede heute in Davos (ihm zuzuhören ist eine echt eigenartige Mischung aus bodenloser Fremdscham und enthusiastischer Zustimmung) hat Trump übrigens ausgeschlossen sich Grönland mit Gewalt anzueignen:
'I don't have to use force, I won't use force.' ...
ich bin mir nicht sicher, ob DT den Unterschied von Island und Grönland kennt. Für mich hat er da zwei Inseln durcheinander geworfen.
Er hat dunkel wie ein Mafia-Pate schwadroniert
Zitat: Europa habe nun die Wahl. Werde es Ja sagen, werde Amerika dankbar sein. “Aber wenn sie Nein sagen, werden wir uns daran erinnern.”
und gesagt, jedes Land müsse selbst für seine Sicherheit sorgen. Dänemark und Europa seien nicht in der Lage, Grönland zu sichern. Deshalb solle Grönland US-Besitz werden.
Mit anderen Worten: die USA denken unter DT nicht daran, gemeinsam für die Verteidigung der NATO-Staaten zu sorgen.
Wenn das keine Absage an Bündnisverpflichtungen ist - was dann?
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Es ist eine neue Art von "Bündnis". Verteidigt wird nur noch, was einem auch gehört. Schon der emotionalen Bindung halber.
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